Zum Inhalt springen

Aktuelles - Detailansicht

CfP: WohnSeiten

Internationale Tagung des Forschungsprojekts "Wohnseiten. Deutschsprachige Zeitschriften zum Wohnen vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart und ihre medialen Übertragungen", Einreichfrist: 15.10.2018

CALL FOR PAPERS
Einsendeschluss 15.10.2018

WohnSeiten: Ins Bild gesetzt und durchgeblättert. Zeigestrategien des Wohnens in Zeitschriften
10. - 12. Mai 2019, Bremen


Internationale Tagung des Forschungsprojekts Wohnseiten. Deutschsprachige Zeitschriften zum Wohnen vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart und ihre medialen Übertragungen im Forschungsfeld wohnen+/-ausstellen in der Kooperation des Instituts für Kunstwissenschaft - Filmwissenschaft - Kunstpädagogik an der Universität Bremen mit dem Mariann Steegmann Institut. Kunst & Gender (Leitung: Prof. Dr. Irene Nierhaus, Dr. Kathrin Heinz).

Wohnen will gelernt sein... Eher veränderlich als un-verrückbarer Zustand, ist Wohnen auch Handeln. Dieses Handeln ist Teil gesellschaftlicher und politischer Prozesse und Zuschreibungen und wird sowohl beständig als auch immer wieder neu vermittelt. Medien spielen dabei eine tragende Rolle: Durch spezifische Zeigemechanismen werden Subjekte in ihren Wohnweisen adressiert und zum Tätigwerden aufgefordert. Es wird geclustert, gefaltet, seitenweise angeordnet, eingeschrieben, ausgelassen, vor allem aber auch: wiederholt und fortgesetzt.

Im Angebot der illustrierten (Massen-) Presse findet sich eine schier unüberschaubare Menge an Bildern und Diskursformationen des Wohnens und Einrichtens: Wer wohnt wie und mit wem, mondän, prekär, minimalistisch, prunkvoll... Seite für Seite werden Einrichtungstipps, Homestories und Anleitungen zum „richtigen“ Wohnen vermittelt und gelehrt. Zeitschriften, Magazine, Journale und mediale Verbünde mit einem Fokus auf Wohnpraktiken stehen in dieser Tagung mir ihrer seriellen, auf ein didaktisches Programm ausgerichteten Ästhetik im Fokus. Wie wird Wohnen zu sehen gegeben, welche Bilder von Wohnen werden entworfen und inszeniert? An welcher Stelle wird gewohnt oder erfahren wir Ungewohntes? Wie konfiguriert die (Wohn-) Zeitschrift das Tun mit ihr und welche didaktischen Strategien werden (un-) sichtbar gemacht? Wer wird von der Zeitschrift wohin platziert, wie wird das Subjekt als ein Tätiges (tätiges) entworfen? Wie setzt die Zeitschrift gewohnte Beziehungsweisen und Geschlechterpositionen ins Bild, welche Subjektpolitiken begegnen uns beim Schauen, Blättern und Querlesen?

Von frühen Mode- und Familienjournalen bis zu aktuellen Formaten sollen Darstellungen des Wohnens als sich selbst in Gang haltende Kategorisierungs- und Bewertungspraxen untersucht werden. Die ästhetische Struktur der Zeitschrift gibt Machtkonstellationen zu sehen, durch die Bewohner_innen und Leser_innen als sozial und politisch Agierende, vergeschlechtlichte und konsumierende Subjekte adressiert werden. Im Display der Zeitschrift wollen wir uns den verschiedenen Prozessen des Zu-Sehen-Gebens von Wohn-Raum, seiner Architektur und Einrichtung sowie der in ihm und mit ihm agierenden Bewohner_innen annähern.

Die Tagung möchte Positionen und aktuelle Forschungsschwerpunkte an der Schnittstelle von Wohnen und Zeitschriftenforschung aus unterschiedlichen Disziplinen und Fachkulturen zusammenbringen, wie z.B. der Kunstwissenschaft und Visual Culture Studies, Architekturwissenschaft, Literaturwissenschaft oder Medienwissenschaft.

Mögliche Themenfelder für Tagungsbeiträge mit Bezug auf mediale Konzepte, (Re)-Präsentationen und Politiken des Wohnens können sein:Wohnen, Wohngeschichte

  • Gender / Geschlechtergeschichte
  • Körper im Wohnen / Gesundheit / Hygiene
  • Gestaltung / Typografie / Grafik / Bildgebungsverfahren / Fotografie
  • Performativität in und durch Zeitschriften
  • Hygiene & Gesundheit
  • Architektur / Design / Textil im Wohnraum
  • Soziale Gefüge im Wohnen

Vortragsvorschläge (Titel, Abstract max. 500 Wörter, biographische Angaben) senden Sie bitte bis zum 15.10.2018 per E-Mail an diese beiden Adressen:
anna.riedelprotect me ?!msi.uni-bremenprotect me ?!.de
rosanna.umbachprotect me ?!msi.uni-bremenprotect me ?!.de

+/-

Konzeption und Organisation:
Dr. Katharina Eck
Anna-Katharina Riedel
Rosanna Umbach

+/-

Mariann Steegmann Institut. Kunst & Gender
c/o Universität Bremen
SFG 1410/1420
Enrique-Schmidt-Str. 7
28359 Bremen

www.mariann-steegmann-institut.de

Schwarzes Brett voller Zettel.
Aktualisiert von: Steven Keller