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Philosophie und Ökonomik im Gesundheitswesen

Modul

Die „Ökonomisierung“ des Gesundheitswesens steht seit vielen Jahren in der Kritik. Als Antwort wird häufig „mehr“ Ethik gefordert. Aber was heißt das eigentlich genau? Diese Veranstaltung gibt einen Überblick über ökonomische Ansätze und ethische Theorien, die häufig auf das Gesundheitswesen angewendet werden.

Die Vorlesung stellt zentrale ökonomische Ansätze wie die Neoklassische Ökonomik, die Institutionenökonomik und den in der Gesundheitsökonomik sehr präsenten Extra-Welfarismus vor. Im Anschluss daran werden jeweils eng verwandte ethische und philosophische Ansätze vorgestellt und diskutiert. Dabei werden sowohl die ökonomischen Ansätze anhand der ethischen Ansätze reflektiert, als auch die ethischen Wurzeln normativer ökonomischer Ansätze z.B. Liberalismus/Libertarismus, vertragstheoretischer Ethik und Konsequentialismus herausgearbeitet. In diesem Seminar werden die genannten ökonomischen Konzeptionen als Anwendung der ethischen Konzepte betrachtet und eingeführt.

All diese Ansätze können wichtige Beiträge zu einer reflektierten Betrachtung eines Gesundheitssystems leisten, aber jeder für sich stößt nicht selten an theoretische und praktische Grenzen. In dieser Vorlesung werden die jeweiligen Ansatzpaare vorgestellt, Anwendungsbeispiele reflektiert und Grenzen sowie Herausforderungen kritisch beleuchtet. In jeder Einheit wird es Raum für Fragen und Diskussion geben.

Lernergebnisse

Nach erfolgreichem Abschluss dieses Moduls können Sie:

  • grundlegende ökonomische Ansätze und ethische Theorien benennen und erläutern,
  • diese Ansätze und Theorien miteinander in Bezug setzen und
  • Ihre Kenntnisse über die Ansätze und Theorien nutzen, um aktuelle Entwicklungen im Gesundheitssystem kritisch-reflektiert zu bewerten.

In Kürze

Inhalt:
Überblick über für das Gesundheitswesen relevanter ökonomischer Ansätze und ethischer Theorien

Niveau: Master-Modul 

Veranstaltungsform:
Vorlesung

Semester: Sommersemester

Umfang: 3 CP

Modulverantwortung

Prof. Dr. Wolf Rogowski

Institut für Public Health und Pflegeforschung
Abteilung 8: Management im Gesundheitswesen
Fachbereich 11: Human- und Gesundheitswissenschaften#

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Zielgruppe

  • Interessierte, die sich intensiv mit dem Verhältnis ökonomischer Ansätze und ethischer Theorien im Gesundheitswesen mit Bezug zu aktuellen Entwicklungen im Gesundheitssystem beschäftigen möchten.

Zugangsvoraussetzungen

  • Nachweis eines ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschlusses in einem der folgenden Studiengänge: Public Health/Gesundheitswissenschaften, Soziologie, Sozialpädagogik/Soziale Arbeit/Sozialarbeitswissenschaften, Psychologie, oder einem Studiengang, der keine wesentlichen Unterschiede in Inhalt, Umfang und Anforderungen zu jenen erkennen lässt, mit Studienleistungen im Umfang von mindestens 180 Leistungspunkten (Credit Points = CP) nach dem European Credit Transfer System (ECTS) oder Leistungen, die keine wesentlichen Unterschiede in Inhalt, Umfang und Anforderungen zu jenen erkennen lassen.
  • Mindestens ein Jahr Berufserfahrung

  • Ggf. Nachweis über Deutschkenntnisse gemäß den geltenden Voraussetzungen bezüglich deutscher Sprachkenntnisse an der Universität Bremen

Veranstaltungsdetails

Veranstaltungsform:
Vorlesung

Veranstaltungszeiten:
im Sommersemester
Termine folgen

Umfang

Dauer: 1 Semester

Arbeitsaufwand:
28 Std. Präsenzveranstaltungen 
+ 62 Std. individuelles Selbststudium

(entspricht 3 CP)

Prüfungen & Abschluss

Prüfung:

  • Mündliche Prüfung (ca. 15-20 Minuten)

Abschluss:

  • Modulzertifikat

Teilnahmeentgelt

In der LIFE-Erprobungsphase kostenfrei - die Bereitschaft zur Teilnahme an der Programmevaluation wird vorausgesetzt!

Bewerbung

Bewerben Sie sich mit dem Antrag auf Zulassung:

Bewerbungszeitraum:
1. Februar - 15. März

Information & Beratung:

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Josephine Haladich-Hofmann | Astrid Rehbein | Svenja Renner

Telefon: 0421 - 218 61 037 oder 0421 - 218 61 619
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Aktualisiert von: Katrin Heins