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Dissertations- und Habilitationsprojekte

Positionierungsprozesse und die Konstruktion religiöser Autorität in der Charismatischen Erneuerung in der katholischen Kirche in Deutschland

Hannah Grünenthal, Dissertationsprojekt

Betende Feiernde Menge

Die Charismatische Erneuerung in der katholischen Kirche definiert sich als charismatisch und katholisch. Damit verortet sie sich ausdrücklich in der katholischen Kirche, sieht sich aber auch als Teil des "weltweiten charismatischen Aufbruchs" - und ordnet sich damit in einen Diskurs ein, der häufig als entgegengesetzt zum katholischen Diskurs gesehen wird. So stellt das Ausüben der Charismen einen wichtigen Aspekt der religiösen Praxis dar. Veranstaltungen werden gemeinsam mit protestantischen und freikirchlichen charismatischen Christen durchgeführt. Andererseits wird auch großer Wert auf die Feier der Sakramente gelegt und die Rolle der Priester, Bischöfe und des Papstes betont.

In meiner Dissertation untersuche ich, wie sich die CE in der katholischen Kirche positioniert und wie sie Ihre Interessen und Vorstellungen kommuniziert. Ein wichtiger Punkt hierbei ist die Frage, wie religiöse Autorität konstruiert wird und wie diese Konstruktionen und die Positionierungsprozesse sich gegenseitig beeinflussen. Dabei analysiere ich aus diskurstheoretischer Perspektive sowohl Daten aus einer teilnehmenden Beobachtung und qualitativen Interviews als auch von der CE Veröffentlichte Medien, unter anderem Bücher, Flyer, Vorträge und die Homepage der Bewegung.

Professionsverständnis von Religionslehrkräften angesichts religiöser Pluralität. Eine qualitative Untersuchung der Vorstellungen von Religionslehrkräften in Bremen und Hamburg

Lea Oetting, Dissertationsprojekt

Grafik mit Forschungsfragen des Dissertationsprojektes von Lea Oetting, English

Gegenstand der Untersuchung ist das Professionsverständnis von Religionslehrkräften angesichts religiös-weltanschaulicher Pluralität. Am Religionsunterricht in Bremen und Hamburg nehmen Schülerinnen und Schüler – unabhängig von ihrer Religions(nicht)zugehörigkeit – gemeinsam teil. Eine Hypothese dieser Arbeit ist, dass das professionelle Selbstverständnis der Religionslehrkräfte durch die religiös-weltanschauliche Pluralität (in Schule und Gesellschaft) beeinflusst wird. Folgende Fragen stehen im Zentrum:

  1.     Wie nehmen Religionslehrkräfte in Bremen und Hamburg religionsbezogene Pluralität wahr und wie bewerten sie diese?
  2.     Wie gehen Sie mit der (Nicht-)Religion von Schülerinnen und Schülern um?
  3.     Zeigen sie ihre eigene (religiöse) Position oder wollen sie „neutral“ bleiben?
  4.     Welche Ziele verfolgen sie mit ihrem Unterricht?
  5.     In welchem Ausmaß sind Überzeugungen der Lehrpersonen ein Differenzkriterium zwischen konfessionellem Religionsunterricht in Hamburg und bekenntnismäßig nicht gebundenem Religionsunterricht in Bremen?

Um diesen Fragen nachzugehen, werden leitfadengestützte Interviews geführt. Als theoretischer Rahmen dienen Ansätze der Professionstheorie und Überlegungen zu (religiöser) Pluralität.

Aktualisiert von: H. Grünenthal