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Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs

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Von der Tiefsee bis ins Weltall

Die Artenvielfalt der Tiefsee und tropische Küstenökosysteme verstehen, Atmosphärenforschung zum Klimawandel betreiben, Roboter zur Erkundung fremder Planeten entwickeln: Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der U Bremen Research Alliance arbeiten an einigen der weltweit ambitioniertesten Forschungsprojekte – von der Grundlagenforschung bis hin zur Anwendung. Wissenschaft in Bremen bedeutet intensive und interdisziplinäre Kooperation. Die zwölf Mitglieder der Allianz legen dabei gemeinsame Strategien fest, richten Brücken- und Kooperationsprofessuren ein und fördern den wissenschaftlichen Nachwuchs durch Graduiertenprogramme und spezielle Nachwuchsgruppen. Sie ergänzen sich gegenseitig in ihren Stärken.

Den Kern der Forschungskooperation bilden vier Wissenschaftsschwerpunkte. In diesen Profilbereichen arbeitet die Allianz besonders intensiv zusammen:

Der Wissenschaftsschwerpunkt befasst sich mit der Rolle des Ozeans und der Küsten, der Polarregionen und der Atmosphäre im Hinblick auf den globalen Wandel sowohl in geologischer Vergangenheit als auch in der Gegenwart. Ein Fokus liegt auch auf der Entwicklung von Großgeräten. Dazu gehören ferngesteuerte Unterwasserroboter, die in den Meerestiefen wie die Augen und Arme der Forschenden agieren, oder auch mobile Bohrgeräte, die Bohrkerne bis in 2000 Meter Tiefe bergen können. Darüber hinaus erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Atmosphäre mit satellitengestützter Erdfernerkundung und das Ökosystem Meer anhand der Anpassungsstrategien von ausgewählten Kleinstlebewesen.

Den Kern dieses Bereichs der Universität bilden das DFG-Forschungszentrum und Exzellenzcluster MARUM - Zentrum für marine Umweltwissenschaften sowie das Institut für Umweltphysik (IUP) und BreMare (Bremen Marine Ecology - Center for Research & Education). Besonders eng kooperieren hier die U Bremen Research Alliance-Partner Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar-und Meeresforschung (AWI), Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie (MPI) und Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) an dem Wissenschaftsschwerpunkt.

Ressourcenschonend, maßgeschneidert, beständig: Diese Kriterien stehen im Zentrum der Forschung, die der Wissenschaftsschwerpunkt entlang der gesamten Prozesskette von der Entwicklung bis zur industriellen Anwendung von Werkstoffen aller Art verfolgt – einschließlich gezielter Maßnahmen zur Personalqualifizierung in neuen Technologien. Ein Fokus liegt dabei auf den schwer vorhersehbaren Veränderungen von Materialien während ihrer Synthese, Fertigung und Nutzung. Ziel ist, die Veränderungen auf atomarer Ebene vorherzusagen und damit beispielsweise dazu beizutragen, erstmals neue Werkstoffe mit individuell maßgeschneiderten sowie lokal variierenden Eigenschaften herzustellen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von ressourcenschonenden Materialien und Prozessen, um alltägliche Hightech-Produkte wie Autos, Flugzeuge oder Mobiltelefone leistungsfähiger, zuverlässiger und nachhaltiger herstellen zu können.

Der wissenschaftliche Austausch im Schwerpunkt findet durch die Zusammenarbeit im MAPEX Center for Materials and Processes statt. MAPEX vereint alle Disziplinen der Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie der Technomathematik und Werkstoffinformatik. Der Schwerpunkt wird von fünf Fachbereichen der Universität Bremen sowie zahlreichen inner- und außeruniversitären Einrichtungen getragen. Hierzu gehören auch die U Bremen Research Alliance-Partner Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien - IWT und Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM.

Kognition, Robotik, mediatisierte Welten – entlang dieses Dreiklangs werden die komplexen Vorgänge rund um Intelligenz und Wahrnehmung beim Menschen erforscht, um neue intelligente und zugleich sichere Systeme entwickeln und den mühelosen Austausch zwischen Mensch und Maschine ermöglichen zu können. Das internationale Renommee des Schwerpunktes beruht zudem auf dem in Bremen begründeten Gebiet der Raumkognition. Ziel ist es, „Living Technologies“ zu entwickeln, die auf kognitiven Kernelementen basieren und in digitalen Systemen vom Smartphone bis zum Haushaltsroboter genutzt werden können. Diese künstlichen Intelligenz-Systeme sollen den Menschen nicht nur im Alltag unterstützen: Er soll zugleich über die Nutzung seiner Daten und damit seine Privatheit selbst entscheiden können.

Der Schwerpunkt wird von sechs Fachbereichen der Universität Bremen sowie zahlreichen inner- und außeruniversitären Einrichtungen getragen. Hierzu gehören auch die U Bremen Research Alliance-Partner Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz Bremen (DFKI), DLR Institut für Raumfahrtsysteme und das Fraunhofer-Institut für Digitale Medizin MEVIS.

Prävention, Gesundheitsversorgung und Pflege stehen im Zentrum der gesundheitswissenschaftlichen und epidemiologischen Forschung der Partner in der U Bremen Research Alliance. Untersucht wird beispielsweise, wie Lebensstil und Umwelt zur Entstehung oder Vermeidung chronischer Erkrankungen beitragen oder welche gesundheitsfördernden Maßnahmen wirksam und effizient sind. Besonderes Augenmerk liegt auf Fragen der Gerechtigkeit bei Gesundheit und gesundheitlicher Versorgung. Zudem wird der Zusammenhang zwischen Gesundheit und Alterungsprozess untersucht. Ziel ist die Gewinnung grundlegender Erkenntnisse für die Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit.

Am Schwerpunkt beteiligt sind die U Bremen Research Alliance-Partner Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS und Universität Bremen.