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(A) Die Aktualität Beethovens. Zum 250. Geburtstag des Komponisten

Ludwig van Beethoven (1770–1827); idealisierendes Gemälde von Joseph Karl Stieler

Hat es einen Beethoven gegeben oder waren es mehrere?

Heutzutage mag man keinen heroischen Beethoven mehr. Er war aber ein glühender Anhänger der großen französischen Revolution und deren Idealen, seine Eroica hat er ursprünglich dem General Napoleon gewidmet. Wenn man aktuelle Aufnahmen anhört, ist darin nichts davon übriggeblieben. Kein Heldentum, stattdessen eine schnelle spätklassizistische Virtuosität, Glanz und gar Hochglanz. Sagt das etwas über Beethoven oder über uns, über den Zeitgeist von heute? Was ist von dem Freiheit-Manifest im "Fidelio" oder in der Neunten Symphonie heute zu halten? Hat die Aufklärung versagt? Nehmen wir das überhaupt noch ernst?

Ist das allerdings andererseits eine Dichotomie? Nur entweder oder?

In dem Seminar versuchen wir mehr Beethoven gemeinsam zu entdecken. Einen freiheitsliebenden Tyrannen, der als Pianist magisch improvisiert und das Publikum lachen und weinen lässt. Einen tief religiösen Menschen, der die Gottheit über dem besternten Himmel meint, so wie von Kant auch erwartet, der aber auch von den Artgenossen verlangt, selbst für das eigene Schicksal verantwortlich zu sein. Einen wahren Philosophen, der den tragischen Sinn des Lebens und die Bedeutung froher Botschaft zusammenzuführen weiß.
Sechs Sitzungen - sechsmal Beethoven. Immer aktuell und unterschiedlich. Nur das Eine ist immer da: die faszinierende Fähigkeit, die Musik als Denkprozess zu gestalten, die so genannte motivisch-thematische Arbeit, die Macht und die Offenbarung des Geistes in Musik.

 


  • Dozent: Dr. Grigori Pantijelew

  • Termine: Seminarreihe A 1
    6 x dienstags: 18.02., 25.02., 03.03., 10.03., 17.03., 24.03.2020
     Zeit: 10:00 (s.t.) bis 11:30 Uhr

  •  Termine: Seminarreihe A 2
     6 x mittwochs: 19.02., 26.02., 04.03., 11.03., 18.03., 25.03.2020
    Zeit: 10:00 (s.t.) bis 11:30 Uhr

  • Ort: Theatersaal, Universität Bremen, Zentralbereich

  • Hinweis: Teilnehmerbegrenzung: 70 Personen

  • Entgelt: 39.- Euro

     

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