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(M) Gespräche mit großen Regisseuren

Werner Herzog Bruxelles.
Werner Herzog Bruxelles.

Teil 2: Weltkrieg und Völkermord

Man kann über das Filmen und die Filmgeschichte viel erfahren, wenn man die Filmschaffenden selbst befragt. Solche Kollegengespräche hat Alexander Kluge, der selbst sich immer wieder um Kooperation mit anderen bemüht hat, geführt.

1.  "Wölfe, Eislandschaften, Einsamkeit ---“.  90 Minuten mit Werner Herzog.

Das Magazin beschreibt seine Dreharbeiten in Zentralafrika für den Film über den gestürzten Staatspräsidenten, Kaiser Bokassa, der als ehemaliger Offizier der französischen Armee Karriere machte und danach in Afrika ein Kaisertum mit allen Requisiten Bonapartes zu errichten versuchte. Er aß auch gelegentlich Oppositionspolitiker auf.  Danach wendet sich Herzog seinem neuen großen Spielfilm zu, dessen Handlung in den Gletschern und Felsenspitzen der Anden (neben den Gletschern Chiles) spielt.      

Termin:    Montag 05.10.2020

Zeit:        10:00 (s.t.) bis 11:30 Uhr      


2. 1. "Ein Dschingis-Khan des deutschen Films" /  Die 13 Jahre des Rainer Werner Fassbinder. "Ich bin das Glück der Erde", sagte Fassbinder von sich. Er sagte aber auch: "Ich bin der Dschingis-Khan des deutschen Films". Ohne seine Fuchtel war der deutsche Film nie wieder das, was er einmal war. Es geht um die Anfänge Fassbinders 1969, das Jahr 1977, in dem der Film "Deutschland im Herbst" entstand und das Todesjahr 1982, einschließlich der letzten dramatischen Tage. Fassbinders Produzent, Peter Berling, berichtet. (45‘)

2. 2. "It's a free world" /  Soziale Dramen des britischen Filmemachers Ken Loach. Der englische Filmregisseur Ken Loach, der die Goldene Palme in Cannes gewann und auf der Mostra Internationale del Cinema in Venedig erneut Furore machte, ist bekannt für seine Filme, die die Traditionen des Neo-Realismus fortsetzen. Alle 18 Monate publiziert er einen neuen Film. Immer geht es um ein packendes und politisch relevantes Thema, das alle anderen Filmemacher der Welt ausließen.  (15‘)

Termin:    Montag 12.10.2020

Zeit:        10:00 (s.t.) bis 11:30 Uhr


3. 1. "Ganz wie in der Liebe: keine Erklärungen" /  Zu Jean-Luc Godards 60. Geburtstag. Godards umstrittenster Film "Maria und Joseph" ("Je vous salue Marie") wurde vom Papst 1990 auf den Index gesetzt. Ein Magazin über Godards "teuflisches und großzügiges Auge" (Le Monde). (25‘)

3. 2. In einem ruhigen Gespräch mit Alexander Kluge entwickelt Jean-Luc Godard die These, dass eigentlich nur Kinder und Alte wirkliche Menschen seien, die dazwischen liegenden Erwachsenen seien ein Übergang. Er berichtet aus seinem Leben, vom Juni 1940, vom Kriegsende, von seinen Filmen. (25‘)

Termin:    Montag 19.10.2020

Zeit:        10:00 (s.t.) bis 11:30 Uhr


4. 1. "Ich geh nicht in den Keller lachen!" /  Michael Haneke über seine Haltung beim Filmemachen. Mit Filmen wie FUNNY GAMES, DER SIEBTE KONTINENT, CACHÉ, CODE: UNBEKANNT, DIE PIANISTIN (nach dem Stoff von Elfriede Jelinek) und WOLFSZEIT hat Michael Haneke seinen Rang international durchgesetzt. In Cannes erhielt er den Preis für Beste Regie und den Großen Preis der Jury. Seine Haltung beim Filmemachen ist durch großen Ernst, Realismus und besonderem Respekt vor dem Zuschauer gekennzeichnet. (45‘)

4.2. „Die Farbe der Lüge“. Der Mensch ist ein langsames Tier, sagt Claude Chabrol, aber eines der gefährlichsten. Warum die Farbe der Lüge Blau ist und wie Chabrol arbeitet. (25‘)

Termin:    Montag 26.10.2020

Zeit:        10:00 (s.t.) bis 11:30 Uhr


Dozent: Prof. Dr. Rainer Stollmann

Entgelt: für die Seminarreihe – 4 Termine: 32.- Euro

Veranstaltungsart:    Online-Seminarreihe

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