Geförderte Innovation Labs

SKILL-UB begleitet Studiengänge dabei, sich innovativ, studierendenzentriert und kollaborativ weiterzuentwickeln. Aus den eingereichten Bewerbungen wurden mit Hilfe eines wissenschaftlichen Projektbeirates sieben Studiengänge ausgewählt, die bis zum 31.07.2024 von der Förderung durch SKILL profitieren dürfen. Ziel ist, die entwickelten Konzepte, Erfahrungen und Materialien auch über die Projektlaufzeit und für alle interessierten Bereiche der Universität nutzbar zu machen.

Akademie für Weiterbildung: Master Entscheidungsmanagement

EMMA FLEX - Skills für die Arbeitswelt 4.0

Ausgangspunkt

erprobter WB-Master Entscheidungsmanagement (EMMA) mit digitalen Elementen, enge Verbindung zum Master Komplexes Entscheiden (MAKE), Zusammenarbeit mit YUFE-Partnern, insbesondere der University of Eastern Finland

Ziele im Innovation Lab
  • Zielgruppe studierendenorientiert und räumlich erweitern
  • Erwerb digitaler Kompetenzen für Arbeitswelt 4.0 ermöglichen
Geplante Maßnahmen
  • Digitalisierung ausgewählter EMMA-Module ausbauen (Präsenzanteil weiter reduzieren, Module zu Online-Angeboten umgestalten, Lehr-/Lernkonzept bzgl. Arbeitswelt 4.0 überarbeiten (insbesondere digital unterstützte Kollaboration))
  • Doppelnutzung von MAKE-Modulen ermöglichen (Ausgewählte MAKE-Module zu Online-Angeboten umgestalten und in "EMMA-Baukasten" aufnehmen)
  • Integration von Online-Modulen von YUFE-Partnern ermöglichen
Innovative Aspekte für Fachbereiche
  • Curriculum-Weiterentwicklung konsequent aus Studierendensicht
  • Verzahnung EMMA, MAKE und YUFE = neu und zukunftsweisend
  • Experimentierfeld Digitale Lehre

Fachbereich 5: Geowissenschaften

Nutzung einer offenen digitalen Plattform für Forschung und Bildung

In diesem SKILL-UB Innovation Lab soll der Einsatz einer integrierten digitalen Plattform zur Lehre in den Modulen “Digital Competences” und “Advanced Digital Competences” im Fachbereich Geowissenschaften aufgesetzt und erprobt werden, der in weiteren Schritten auch als Werkzeug in der Forschung, sowie in weiteren Fachbereichen eingesetzt werden kann. Ziel ist es, Lehrenden und Lernenden eine moderne Infrastruktur und didaktisch zugängliche Methoden zu vermittlen, um digitale
Kompetenzen einfacher zu vermittlen, zu erlernen, sowie praktisch im Sinne der forschenden Lehre einzusetzen. Das System basiert auf dem offenen und weltweit erprobtem System „Jupyterlab“, welches es erlaubt, Inhalte, Medien, Programmierung, Datenspeicherung, und kollaboratives Arbeiten digital zu verbinden. Insbesondere lassen sich vielfältige Systeme, Programmierumgebungen und Datenanalyse verbinden, und auf einer Webplattform interaktiv und integrativ benutzen lassen. Es sollen auch skalierbare Konzepte und Lehnpfade bzw. Best Practice Case Studies entwickelt werden, die universitätsweit einsetzbar sind.

Fachbereich 8: Soziologie

„Soziologisches Denken - Wissenschaftliches Arbeiten – Data Literacy“

Die beiden Hauptziele des Innovation Lab sind die curriculare Verankerung des Erwerbs (auch berufs-)praxisrelevanter Future Skills im Eingangssemester, nämlich Selbstlern- und Teamkompetenzen sowie Informations- und Medienkompetenz, digitale Kommunikation und Kollaboration. Zudem wird die Studieneingangsphase im Sinne forschenden Lernens profiliert. Dazu werden die drei Grundlagenmodule enger aufeinander abgestimmt, im Fall der Module Soz-T1 (Soziologisches Denken) und Soz-TWA (Techniken wissenschaftlichen Arbeitens) zu einem Modul integriert. Aus drei Pflichtmodulen werden also zwei. Nukleus der Studieneingangsphase stellt dann die Lehrveranstaltung TWA dar. Die Studierenden erarbeiten sich selbstständig mit Hilfe eines E-Learning-Tools und in Lerngruppen grundlegende Fähigkeiten, um eine Hausarbeit als Prüfungsleistung in Soz-T1 zu verfassen. Gleichzeitig kommen in allen Modulen die in TWA vermittelten Kompetenzen zum Tragen: akademisches Lesen, Kritisieren und Schreiben sowie Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien. Im InnoLab sollen Prüfungs- und Lehr-Lernszenarien, Tools und Methoden entwickelt und implementiert werden, mit deren Hilfe die Studierenden die Etappen des Forschungsprozesses einzeln (Ilias-Lernmodul), in Teams über Kollaborationstools (z.B. Seafile, ConceptBoard) sowie begleitet durch Tutor:innen erfahren und bearbeiten.

Fachbereich 9: Kommunikations- und Medienwissenschaften

Innovation Lab Digital Data Literacy & Analysis (DiDaLiA)

Ziel des Innovation Lab Digital Data Literacy & Analysis (DiDaLiA) ist eine Neukonzeptionalisierung der kommunikations- und medienwissenschaftlichen Methodenausbildung. Fokus sind digitale Schlüsselkompetenzen in Data Literacy, Information Literacy und Data Ethics, die in kommunikations- und medienwissenschaftlichen Berufen stark gefragt sind. Dies wird als Teil der Studiengangsreform des BA KMW realisiert und umfasst dessen quantitatives (M6) und qualitatives (M5) Methodenmodul. Über konsekutive Lernbausteine werden Kompetenzen der Erhebung und Analyse von Daten mit computationalen und digitalen Methoden vermittelt und ihre Anwendung in forschendem Lernen vertieft. In 1) Data Boot Camps erwerben Studierende grundlegende Kenntnisse im Zugriff auf digitale Daten, bevor sie diese in 2) Online-Lernbausteinen einüben und vertiefen. In 3) anwendungsorientierten Seminaren erlernen sie weiterführende Kompetenzen der Analyse und Interpretation von digitalen Daten und deren Kontexten.

Fachbereiche 10 und 12: Deutschstudiengänge mit Lehramtsbezug

Zukünftige Deutsch-Lehrkräfte fit machen

Lehrpersonen tragen wesentlich Verantwortung dafür, dass Kinder und Jugendliche Sprache und Schrift als einen Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe sicher erlernen. Es zeigt sich aber, dass Deutsch-Studierende dies durch z. T. erhebliche sprachliche und metareflexive Bedarfe in Registerwahl, Rechtschreibung und Grammatik nicht hinreichend gewährleisten können und Hochschullehrende diesem Umstand noch nicht angemessen begegnen. Im Sinne einer durchgängigen Sprachbildung und einem interdisziplinären und integrativen Ansatz folgend wollen wir daher die genauen Bedarfe der Studierenden im Hinblick auf die Beherrschung der deutschen Sprache mit einer digital gestützten Lernstandserhebung ermitteln und daraus eine individuelle Förderstruktur ableiten, was einen innovativen Paradigmenwechsel bedeutet.

Fachbereich 11: Public Health / Gesundheitswissenschaften

„Wie geht Wissenschaft?“ Innovation Lab zum guten wissenschaftlichen Arbeiten im B.A. Public Health/Gesundheitswissenschaften

Das Projekt „Wie geht Wissenschaft?“ strebt eine nachhaltige, modulübergreifende Lehr-Lern-Vernetzung im B.A. Public Health/Gesundheitswissenschaften an, um den Studierenden den Kompetenzerwerb einer Praxis guten wissenschaftlichen Arbeitens zu ermöglichen. Dieser Kompetenzerwerb soll nicht mehr, wie bisher punktuell nur zu Beginn des Studiums angeboten werden, sondern sich über den gesamten Studienverlauf hinweg kontinuierlich und nachhaltig erstrecken.

Dieses Vorhaben soll durch die Erstellung und Etablierung von multimedialen Lehr- und Lern-Pfaden (LLP) in partizipativer und kollaborativer Zusammenarbeit mit Studierenden erarbeitet und umgesetzt werden. Die LLPs sollen studierendenzentrier und barrierearm sein und mit einer OER-Lizenz versehen werden, so dass eine Weiterbearbeitung und Anpassung in Form einer virtuellen Toolbox erfolgen kann. Diese Toolbox soll allen Studierenden und Lehrenden jederzeit über den gesamten Studienverlauf zur  Verfügung stehen.

Fachbereich 12: Lehramt

Digitale Forschungs- und Datenkompetenzen im Lehramtsstudium (DigiFoDaL)

Ziel des Innovation Labs ist die Professionalisierung von Lehramtsstudierenden durch digitale Schlüsselkompetenzen in Bezug auf Data Literacy, digitale Kompetenzen und (sozialwissenschaftliche) empirische Forschungsmethoden, die im Bereich der Erziehungs- und Bildungswissenschaft sowie den Fachdidaktiken und Fachwissenschaften Anwendung finden. In den beteiligten Studiengängen besteht oftmals kein curricularer Raum für dedizierte Module zu den genannten Schlüsselqualifikationen. Um hier ein zentrales inhaltliches und hochschuldidaktisch aufbereitetes Vermittlungs- und Selbstlernangebot bereit zu stellen, soll das Innovation Lab (a) ein digitales Toolset entwickeln und erproben, in dem Lehrinhalte für Forschungs- und Datenkompetenzen gemeinsam gestaltet, angeboten und geteilt werden. Des Weiteren sollen (b) unterschiedliche digital unterstützte Lehr-Lern-Szenarien entwickelt, erprobt und evaluiert werden, um zu zeigen, wie in ausgewählten Teilstudiengängen die erstellten Werkzeuge, Inhalte und Materialien in die Lehre und das selbstgesteuerte forschende Lernen integriert werden können.