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Probestudium

Bewerberinnen und Bewerber ohne Hochschulzugangsberechtigung (z.B. Abi­tur), die bestimmte berufliche Qualifikationen vorweisen, können zu einem Pro­be­studium zuge­las­sen werden. Wird das Probestudium erfolgreich abge­schlos­sen, so gilt die mit dem Probestudium erworbene Hoch­schul­zu­gangs­be­rechtigung nur für das gewählte Fach bzw. für die ge­wähl­ten Fächer und nur für ein Studium an der Universität Bre­men. Mit dem Probestudium wird also eine fach- und orts­ge­bun­dene Hoch­schul­­zu­gangs­berechtigung er­wor­ben.

Kontakt

Sekretariat für Studierende
Verwaltungsgebäude VWG
Erdgeschoss
Öffnungszeiten:
Mo, Di, Do 9-12 Uhr, Mi 14-16 Uhr
0421 218-61110
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www.uni-bremen.de/sfs

Was ist ein Probestudium?

Das Probestudium ist ein Studium „auf Probe“. Probestudierende nehmen wie Studierende an den regulären Lehrveranstaltungen des gewählten Stu­­­dienganges teil und legen die geforderten Prüfungen in dem Fach bzw. in den Fächern ab. Sind die Prüfungen erfolgreich, so weisen die Pro­bestudierenden durch die erfolgreichen Prüfungen nach, dass sie in der Lage sind zu studieren und kön­nen das reguläre Studium in dem Studien­gang aufnehmen. Die im Probe­studium erbrachten Leistungen werden auf das anschließende Studium voll angerechnet.

Voraussetzung für die Zulassung zum Probestudium

Für die Zulassung zum Probestudium werden vorausgesetzt:

  • eine abgeschlossene Berufsausbildung und
  • eine mindestens fünfjährige Erwerbstätigkeit

Auf die Erwerbstätigkeit können folgende Ersatzzeiten angerechnet werden: Wehr-, Zivildienst, freiwilliges soziales/ökologisches Jahr, Führung eines Familien­haus­haltes mit mindestens einer erziehungs- oder pflegebedürftigen Person, Arbeitslosigkeit von maximal einem Jahr. Die Zeiten der Berufsausbildung werden nicht auf die fünfjährige Erwerbstätigkeit angerechnet.

Antrag auf Zulassung zum Probestudium

Bewerbungsschluss ist zum Wintersemester der 15.7. und zum Sommersemester der 15.01. eines Jahres. Eine Bewerbung ist mit Ausnahme der Studiengänge "Pflegewissenschaft - dual" und "Berufliche Bildung" jeweils nur zum Wintersemester möglich.

Im Antrag ist unbedingt das gewünschte Fach bzw. die gewünschte Fächerkombination anzugeben. Informationen zum Studienangebot der Universität Bre­men sind im Internet oder in der Bro­schü­re „Studieren an der Universität Bremen“ veröffentlicht. Die Bro­schü­re kann ab Ende April von der Uni­ver­si­tät Bremen angefordert werden.

Die Zulassung zum Probestudium ist beim Sekretariat für Studierende zu beantragen.
Bitte verwenden Sie das entsprechende Antragsformular, das ab Mai bzw. ab Dezember auf dieser Internetseite veröffentlicht wird.

Zeugnisse sind als amtlich beglaubigte Fotokopien einzureichen. Für Bewerbungen für den Studiengang Musikpädagogik muss die bestandene Musikaufnahmeprüfung nachgewiesen werden.

Zulassung und Immatrikulation zum Probestudium

Für die Zulassung zum Probestudium müssen die oben genannten Voraussetzungen der Berufsausbildung und der Zeiten der Berufstätigkeit erfüllt sein.

Bei zulassungs­freien Fächern kann die Einschreibung in das Probestudium direkt erfolgen. Bei zulassungs­beschränkten Fächern wird erst ein Auswahlverfahren durchgeführt. Für Studienbewerbungen ohne Abitur, für die der Zugang zum Studium auf­grund einer Einstufungsprüfung oder eines Probestudiums erfolgen soll, werden 2% der Studienplätze zur Verfügung gestellt. Die Studienplätze werden nach dem Ergebnis eines Losverfahrens vergeben. Noten oder Wartezeit spielen bei der Studienplatzvergabe keine Rolle.

Da das Probestudium maximal ein Jahr dauert, ist die Immatrikulation in das Probestudium auf die Dauer von maximal zwei Semestern be­schränkt. Können am Ende des Probestudiums die geforderten Studien­leis­tungen nachgewiesen werden, kann nach den zwei Semestern Probe­studium eine Immatrikulation ins reguläre Studium erfolgen. Eine Beurlaubung ist während des Probestudiums nicht möglich.

Für die Immatrikulation zum regulären Studium müssen für viele Studiengänge bestimmte Kenntnisse oder Fäh­ig­keiten nachgewiesen werden. Dazu gehören z.B. Vorpraktika oder Sprachkenntnisse. Durch diese sogenannten studiengangsspezifischen Vor­aus­set­zungen soll ein qualitativ an­spruchs­volles Studium ermöglicht werden. Welche Vor­aus­setzungen von den Studienfächern gefordert wer­den, ist in der Da­ten­bank Studium bei den jeweiligen Fach­in­formationen angeben.

Fehlende studiengangsspezifische Voraussetzungen können während des Probestudiums er­wor­­ben werden und müssen spätestens zum Ende des Probestudiums nach­ge­wiesen werden. Nur für Musikpädagogik wird eine vor dem Probestudium bestandene Aufnahmeprüfung voraus­gesetzt.

Beratungsgespräch vor dem Probestudium

Vor Beginn des Probestudiums soll die Bewerberin bzw. der Bewerber in jedem der gewählten Studienfächer ein Gespräch mit der zuständigen Studienfachberatung führen. Wird das Berufsfeld Lehramt angestrebt, soll zusätzlich ein Gespräch im Zentrum für Lehrerbildung erfolgen. Ersatzweise kann das Gespräch in der Zentralen Studienberatung geführt werden.

In dieser Beratung sollen der Bewerberin bzw. dem Bewerber

  • die Voraussetzungen und die erforderlichen Vorkenntnisse für den Studiengang und die Anforderungen des Probestudiums sowie des Studiums insgesamt erläutert,
  • mögliche Defizite in der Vorbildung der Bewerberin bzw. des Bewerbers und die Möglichkeit zu ihrem Ausgleich erörtert,
  • objektive und subjektiver Studienbedingungen und Berufsaussichten angesprochen und
  • gegebenenfalls Alternativen zu dem gewählten Studienfach diskutiert werden.

Zulassung zum ordentlichen Studium

Welche Studienleistungen müssen am Ende des Probestudiums nachgewiesen werden?

Ein Probestudium kann sich über ein Jahr erstrecken. Während dieser Zeit sollen die Probestudierenden an den Lehrveranstaltungen des ersten Studienjahres teilnehmen. Dazu zählen die Veranstaltungen des ge­wähl­ten Faches oder der gewählten Fächer. Im Bachelor Vollfach oder im Zwei-Fächer-Bachelor mit fachwissenschaftlichem Profil (außer­schulisches Berufsfeld) sind zusätzlich Ver­an­staltungen aus den General Studies  zu besuchen. Im Bachelor Lehr­amt Gymnasium/Oberschule bzw. Bachelor Lehramt Grundschule/Inklusive Pädagogik sind Veranstaltungen aus dem Bereich Er­zie­hungs­wissenschaft zu besuchen.

Für die Immatrikulation in das reguläre Studium müssen mindestens folgende Studien- und Prüfungsleistungen nachgewiesen werden. Der Umfang dieser Studienleistungen entspricht in etwa der Hälfte der Studienleistungen, die nach dem Studienverlaufsplan im ordentlichen Studium erbracht werden sollen.

  • erfolgreiches Studium im Umfang von mindestens 30 CP
  • erfolgreicher Abschluss von mindestens 3 Modulen und
  • die studiengangsspezifischen Voraussetzungen (z.B. Sprach­kennt­nisse, Tests o.a.), soweit diese nicht schon vor Beginn des Probe­studiums nachgewiesen wurden.

Beim Zwei-Fächer-Bachelor mit fachwissenschaftlichem Profil (außer­schulisches Berufsfeld) muss aus jedem der Fächer min­des­tens ein Modul und mindestens ein Modul aus dem Bereich General Studies erfolgreich abgeschlossen werden.

Beim Bachelor Lehramt (Gymnasium/Oberschule oder Grundschule/Inklusive Pädagogik) muss aus jedem der Fächer min­des­tens ein Modul und mindestens ein Modul aus dem Bereich Erziehungswissenschaft erfolgreich abgeschlossen werden.

Am Ende des Probestudiums müssen die Studierenden ein Beratungs­gespräch mit einer Hochschullehrerin bzw. einem Hochschullehrer des gewählten Studiengangs führen. Bei einem Bachelor mit mehreren Fä­chern ist die Beratung in allen Fächern durchzuführen. In dem Gespräch bzw. in diesen Ge­sprä­chen sollen die Erfahrungen der Studierenden wäh­rend des Probe­stu­di­ums erörtert werden. Ist das Studium erfolgreich ver­lau­fen, haben sich möglicherweise Defizite in der Vorbildung gezeigt und gibt es Möglichkeiten zu deren Behebung? Gibt es Tipps und nütz­liche Hin­weise für die zukünftige Studiengestaltung? Die Studien­gänge sollen eine Aussage darüber treffen, ob die Fortsetzung des Studiums em­pfoh­len werden kann. Über die Teilnahme an dieser Studienberatung ist von der Hochschullehrerin bzw. vom Hochschullehrer eine Bescheinigung aus­zustellen.

Können die Studien- und Prüfungsleistungen und die Teilnahme an dem Be­ra­tungsgespräch bzw. an den Beratungsgesprächen nachgewiesen werden, ist das Probestudium erfolgreich abgeschlossen. Eine ent­spre­chen­de Bescheinigung über die fachgebundene Hocschulzugangsberechtigung stellt der Prüfungsausschuss des Studien­gangs aus. Diese Bescheinigung ist dem Sekretariat für Studierende für die Immatrikulation ins reguläre Studium vorzulegen.

Die Einschreibung ins reguläre Studium muss bis zum 15.9. erfolgen. Die während des Probestudiums erbrachten Studienleistungen werden auf das reguläre Studium an­ge­rechnet.

Exkurs: Was sind Credit Points?

Jedem Modul wird eine bestimmte Anzahl an Credit Points CP zugewiesen. Module sind nach inhaltlichen Gesichtspunkten gebildete Lehreinheiten, die sich über ein oder zwei Semester erstrecken. Diese Einheiten können sich aus verschiedenen Lehrveranstaltungsarten, wie z.B. Vorlesungen, Übungen, Seminare, Praktika zusammensetzen. Die Credit Points geben den durchschnittlichen Arbeitsaufwand eines Studierenden für ein Modul an. Ein CP entspricht dabei etwa 30 Arbeitsstunden. Bei den Arbeitsstunden werden neben der Anwesenheit in Lehr­ver­an­staltungen an der Universität auch die Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung be­rück­sich­tigt, z.B. für Recherche und Lesen, das Schreiben einer Hausarbeit, das Lernen für eine Klau­sur. Bei 30 Arbeitsstunden pro CP ergibt sich etwa eine Belastung von 40 Stunden pro Wo­che. Im Stu­di­um werden pro Semester etwa durchschnittlich 30 CP erbracht.

Kontakt und weitere Informationen

Weitere Informationen zum Probestudium erhalten Sie im

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