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Veranstaltungsverzeichnis

Lehrveranstaltungen SoSe 2019

Germanistik / Deutsch, B.A.

Veranstaltungen anzeigen: alle | in englischer Sprache | für ältere Erwachsene

A2 Grundlagen der Literaturwissenschaft II Pflichtmodul 9 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Dr. Uwe Spoerl, Kontakt: uwe.spoerl@uni-bremen.de

Das Modul "A2 Grundlagen der Literaturwissenschaft II" schliesst an das Modul "Grundlagen Literaturwissenschaft I" (A1) an und vertieft dessen Inhalte anhand der Analyse, Kontexterschliessung und Interpre-tation exemplarisch und repraesentativ ausgewaehlter Texte der deutschen Litera-turgeschichte. Zu belegen sind je ein Kurs der aelteren und der neueren deutschen Literaturwissenschaft. Das Modul schliesst mit einer grossen Hausarbeit im Zusammenhang mit einem der beiden Seminare ab.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-2-A2-01Tannhäuser [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:15 - 17:45 GW2 B1632 (2 SWS) ab 04.04.2019

Einzeltermine:
Do 02.05.19 16:15 - 18:00 GW2 B1632, abweichender Einzeltermin
Do 09.05.19 16:15 - 18:00 GW2 B1632, abweichender Einzeltermin
Do 16.05.19 16:15 - 18:00 GW2 B1632, abweichender Einzeltermin
Do 06.06.19 16:15 - 18:00 GW2 B1632, abweichender Einzeltermin
Do 13.06.19 16:15 - 18:00 GW2 B1632, abweichender Einzeltermin
Do 20.06.19 16:15 - 18:00 GW2 B1632, abweichender Einzeltermin

Der Tannhäuser gehört neben Neidhart zu den bedeutendsten Minnesängern der Generation nach Walther von der Vogelweide. Sein schmales, aber vielgestaltiges Oeuvre, im Spannungsfeld zwischen der Artifizialität seiner spielerisch-parodistischen Tanz- und Minnedichtungen, den Sangsprüchen und dem ‚allegorischen Naturalismus‘ des Kreuzlieds, bündelt charakteristische Tendenzen der Lieddichtung im 13. Jahrhundert. Wir lesen und interpretieren die Texte intensiv. Dabei geht es um Techniken der Lyrikanalyse, speziell für historisch ‚fremde‘ Texte, und um exemplarische literaturgeschichtliche Einordnungen. Einbezogen werden sollen auch die handschriftliche Überlieferung sowie bei Interesse die Rezeption des Stoffs.
Daneben geht es auch um grundlegende Techniken beim Erstellen literaturwissenschaftlicher Hausarbeiten: Literaturrecherche, Entwicklung von Fragestellungen, Materialsammlung und Gliederung, wissenschaftliches Formulieren und Zitieren.

Programm und Literaturhinweise werden voraussichtlich bis März über StudIP bereitgestellt.
Die Texte sind online verfügbar: Die Dichtungen des Tannhäusers. Kieler Online-Edition. Herausgegeben von Ralf-Henning Steinmetz u.a. Kiel 2006–2015. http://www.lapidarius.de/Tanhuser/ (bitte herunterladen)

Studienleistung (obligatorisch für alle): Mitgestaltung mehrerer Sitzungen mit mehreren kleinen Diskussionsbeiträgen oder Essay über das Gesamtthema der Veranstaltung

Modulprüfung (nur in einer der beiden Veranstaltungen des Moduls A2, AL oder NL – in A4 dann umgekehrt): große Hausarbeit

Prof. Dr. Elisabeth Lienert
10-79-2-A2-02'Kudrun' [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:15 - 11:45 MZH 1460 (2 SWS)
Dr. Jana Jürgs
10-79-2-A2-03'Melusine' [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 GW2 A4020 (2 SWS)

Der spätmittelalterliche Feenroman 'Melusine' des Thüring von Ringoltingen handelt von einer mächtigen, schönen und vortrefflichen Frau, die sich jeden Samstag zurückzieht, da sie dann einen Drachenschwanz bekommt. Ihr Ehemann, der dank Melusine sein Glück gemacht hat, hatte ihr einst versprochen, sie niemals an einem Samstag zu besuchen. Er bricht dieses Versprechen und gibt Melusines Geheimnis preis - mit schrecklichen Folgen. Der Roman wirkt auf den ersten Blick märchenhaft-fantastisch, behandelt aber gleichzeitig Probleme, die auch heute noch von Interesse sind: z.B. Fragen nach Glück, Zufall und Verantwortung, nach alternativen Gender-Konzeptionen, die das 'normale' und vertraute Leben in Frage stellen, nach Körperlichkeit und Monstrosität, nach Familie, Abenteuer und dem Fremden. Wir lesen den Roman in der Version des 'Buchs der Liebe' von 1587, behandeln aber auch die ältere Textversion, die französischen Quellen und die Abbildungen in den Handschriften und Drucken des ausgehenden Mittelalters und der beginnenden Neuzeit. Es werden im Seminar außerdem methodische Grundlagen für das Verfassen von Hausarbeiten besprochen und geübt.

Textgrundlage (bitte anschaffen):
Thüring von Ringoltingen. Melusine. In der Fassung des Buchs der Liebe (1587). Hrsg. von Hans-Gert Roloff. Stuttgart 2000. Reclam, UB 1484. ISBN 978-3-15-001484-4.

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock
10-79-2-A2-04Wolfram von Eschenbach: 'Parzival' [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 08:15 - 09:45 GW2 B1632 (2 SWS)

Wolframs von Eschenbach 'Parzival' ist der erste deutsche Roman, der die höfische Welt der Ritter um König Artus von Britannien und die Geschichte vom heiligen Gral verbindet. Er gehört zu den bekanntesten und lesenswertesten Texten des Mittelalters und rückt einen Helden in den Mittelpunkt, dem zunächst alle Voraussetzungen fehlen, um ein verantwortungsbewusster Ritter und König zu werden. Aber kann man aus Fehlern lernen und sich und die Welt verbessern? Weitere wichtige Fragen, die im Seminar behandelt werden, gelten den Konzeptionen von Gewalt und Liebe, Genderaspekten und dem rätselhaften Gral. Es werden im Seminar außerdem methodische Grundlagen für das Verfassen von Hausarbeiten besprochen und geübt.

Textausgabe (bitte anschaffen): Wolfram von Eschenbach. Parzival. Nach dem Text der 6. Aufl. von Karl Lachmann übers. von Peter Knecht; Einführung von Bernd Schirok. Berlin/ New York 2003,
oder:
Text nach Karl Lachmann von Eberhard Nellmann, Übersetzung von Dieter Kühn. Frankfurt am Main 2006.

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock
10-79-2-A2-05Die Amazonen in mittelalterlicher deutscher Literatur [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:15 - 17:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) SFG 1080 (2 SWS)
Catharina Haug (LB)
10-79-2-A2-06Heinrich von Veldeke: 'Eneasroman' [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 SFG 1030 (2 SWS)
Dr. Esther Vollmer-Eicken (LB)
10-79-2-A2-07Hartmann von Aue: 'Iwein' [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:15 - 11:45 SuUB 4330 (Studio I Medienraum ) (2 SWS)
Dr. Maryvonne Hagby (LB)
10-79-2-A2-08Politische Lyrik in der Weimarer Republik [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:15 - 11:45 SFG 1030 (2 SWS)
Dr. Hans Rudolf Wahl
10-79-2-A2-09Der deutschsprachige Kriminalroman [NL]
German crime fiction

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:15 - 11:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) GW2 A4020 (2 SWS)

Der Krimi ist seit geraumer Zeit nicht nur als Roman, sondern auch und gerade als (Fernseh-)Film zweifellos eines der wichtigsten und am weitesten verbreiteten Genres der modernen Unterhaltungskultur. In der Literaturwissenschaft wird er hingegen auch heute noch mitunter als Trivialliteratur abgetan. Zudem wird der internationale und nationale Krimimarkt sicherlich nicht von deutschsprachigen Texten oder Filmen dominiert. Dennoch oder gerade deshalb sind nicht nur in den letzten Jahren zahlreiche Kriminalromane in deutscher Sprache erschienen, die (in ganz unterschiedlichen Hinsichten, darunter literarästhetischen) als interessant oder bedeutend gelten können. Solche Kriminalromane bilden also den Gegenstand des Seminars.

Dabei wird die intensive (und von narratologischen und anderen literaturwissenschaftlichen Untersuchungs- und Interpretationsmethoden gestützte) Lektüre der betreffenden Texte im Vordergrund stehen. Zu fragen ist aber auch nach den jeweiligen Spezifika der gelesenen Texte, nach ihrem Beitrag zur Entwicklung des Genres, nach ihren (Spannung erzeugenden, aber vielleicht auch ganz anders gearteten) Funktionen und Wirkungsdispositionen beim Publikum sowie nach dem Potential des Genres überhaupt. Kurz: Es geht auch um eine literaturgeschichtliche Betrachtungsweise dieser Texte und ihrer Gattung, so dass es durchaus von Vorteil ist, wenn die Teilnehmenden über eine gewisse "Krimi-Erfahrung" verfügen.

Zur Behandlung im Seminar vorgesehen sind die folgenden sechs Romane, die auch eine kleine literaturgeschichtliche Auswahl von Glauser bis heute bilden:
Friedrich Glauser: Matto regiert (1936)
Friedrich Dürrenmatt: Das Versprechen (1958)
Gisbert Haefs: Mord am Millionenhügel (1981)
Volker Kutscher: Der nasse Fisch (2007)
Wolf Haas: Der Brenner und der liebe Gott (2009)
Jörg Juretzka: Rotzig & Rotzig (2010)

Ein detailliertes Seminarprogramm werde ich im Laufe der Semesterferien in Stud.IP bekannt geben.

Als Prüfungsform ist im Modul A2 die große Hausarbeit vorgesehen. In Übereinstimmung mit der Modulbeschreibung A2 ist es deshalb ein weiteres Ziel des Seminars, Arbeitstechniken zu vermitteln, wie sie für die Erstellung einer Hausarbeit (wohl der ersten im Laufe des Studiums) typisch oder notwendig sind.

Dr. Uwe Spörl
10-79-2-A2-10Engagierte Utopien: von Schnabels „Insel Felsenburg“ bis Duves „Macht“

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 SFG 1030 (2 SWS)

Einzeltermine:
Sa 29.06.19 08:00 - 20:00 SH D1020

Das Seminar beleuchtet Politik und Literatur als zwei Handlungsfelder, die auf eine bewegte Vergangenheit der Durchdringung zurückblicken können. Besondere Bedeutung für dieses Verhältnis haben Utopien bzw. Dystopien, und zwar seit jeher. Wir werden deswegen eine der ersten deutschsprachigen Utopien betrachten, Johann Gottfried Schnabels „Insel Felsenburg“ (1731/1732/1736/1743), und arbeiten uns über Arno Schmidts „Die Gelehrtenrepublik“ (1957) bis zur Gegenwart vor, endend mit Juli Zehs „Corpus Delicti“ (2009) und Karen Duves „Macht“ (2015).
In der Blocksitzung werden wir einen Exkurs vornehmen, um uns die Dystopie vorzunehmen, die in den letzten Jahren immer wieder als Referenz für ganz aktuelle politische Entwicklungen genannt wird: George Orwells „1984“ (1949) und dessen Verfilmung durch Michael Radford (1984).
Wir wollen dabei die Frage beantworten, wie Literatur und politische Diskurse interagieren und beziehen dazu auch einschlägige Theorien aus Literatur-, Kultur- und Geisteswissenschaften ein. Mit Bezug zu Überlegungen wie Sartres Essay „Was ist Literatur?“ oder zu Blochs Verständnis einer „Konkreten Utopie“ sollen die unterschiedlichen Möglichkeiten eines Verständnisses von Literatur aufgezeigt werden, die sich zwischen passiver Isolation und aktiver Teilhabe bewegen – nicht zuletzt, um unsere eigene Position als Literaturwissenschaftler*in zu bedenken.

Urania Julia Milevski
10-79-2-A2-11Verspielte Klassik. Christoph Martin Wieland [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:15 - 11:45 SFG 1010

Einzeltermine:
Mo 08.07.19 09:15 - 10:00 SFG 1010
Florian Pehlke
10-79-2-A2-12Die Stadt in der Literatur 1800/ 1900/ 2000 [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 12:15 - 13:45 SFG 1030 UNICOM 3; 0. Ebene; Seminarraum 4 (2 SWS)

Ziel des Seminars ist es, die in den Einführungskursen erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten in einem Themenfeld der Literaturwissenschaft und in mehreren historischen Konstellationen an-zuwenden. Das Themenfeld soll die Auseinandersetzung der Literatur mit der Stadt bilden. Die literarischen Perspektiven auf die Stadt haben sich in der historischen Entwicklung immer wieder grundlegend gewandelt. Diese Zeitachse bildet eine Leitlinie der Seminararbeit. Eine zweite wird durch die teils ernsthafte, teils ironische Rivalität der beiden Städte Dresden und Berlin bis in die Gegenwart hinein konturiert. Berlin steht dabei für Nüchternheit, Ordnung, später für Moderne und Innovation, heute wieder für das kulturelle Zentrum des Staates. Dresden hingegen hat sich oftmals als Kulturmetropole inszeniert und besonders in den letzten 50 Jahren Dichter hervorgebracht, die einen deutlichen, kritisch-liebevollen Bezug zur Stadt entwickelt haben, ohne Heimatdichter zu sein. In der Nachkriegszeit haben beide Städte ein anderes Schicksal genommen, heute wird gerade der Boom, der beide Städte verbindet, zum Gegenstand unterschiedlicher Urteile.
Gemeinsam gelesen werden sollen Texte von Friedrich Gleim, Friedrich von Schiller und Novalis, von Georg Heym, außerdem von Volker Braun, Thomas Rosenlöcher, Heinz Czechowski und Durs Grünbein. Prosa von Friedrich Nicolai, Heinrich von Kleist, Alfred Döblin, Bodo Morshäuser, Uwe Tellkamp, Marcel Beyer und anderen.

PD Dr. Martin Schierbaum
10-79-2-A2-13Leo Perutz' Romane [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:15 - 15:45 UNICOM 3; 0. Ebene; Seminarraum 3 (2 SWS)

Der 1882 in Prag geborene Leo Perutz gehörte zu den vielgelesenen deutschsprachigen Autoren der Zwischenkriegszeit. Heute sind die Werke dieses Schriftstellers, den Daniel Kehlmann als den "große[n] magische[n] Realist[en] der deutschen Literatur" bezeichnet hat und ihn damit in die Nähe von Jose Luis Borges und Gabriel García Márquez rückt, jedoch meist nur noch Kennern ein Begriff. Anhand einiger ausgewählter Romane möchte dieses Seminar eine Annäherung an Perutz' literarisches Schaffen versuchen, als dessen wesentliches Element in der Tat ein aufeinandertreffen realistischer und phantastischer Momente (oft im Gewand historischer Erzählungen) ausgemacht werden kann.

Behandelt werden die folgenden Romane von Leo Perutz (Anschaffung unbedingt empfohlen): Der Meister des jüngsten Tages (dtv) - Nachts unter der steinernen Brücke (dtv) - Der Judas des Leonardo (dtv) - Zwischen neun und neun (dtv)

Ebenfalls zur Anschaffung empfohlen wird die (allerdings aber wohl nur noch gebraucht verfügbare) Kompilation Mainacht in Wien (dtv), die Romanfragmente, kurze Erzählungen von Feuilletons von Perutz enthält.
Als Prüfungsform ist im Modul A2 eine schriftliche Hausarbeit vorgesehen. Im Einklang mit der Modulbeschreibung werden in diesem Seminar daher auch die dazu notwendigen Arbeitstechniken thematisiert.

Christian Schienke, M.A. (LB)
10-79-2-A2-14Die Rezeption des antiken Dramas um 1800 (Goethe, Schiller, Hölderlin, Kleist) [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 SFG 1030 (2 SWS)

Die Beschäftigung mit der Antike bildet – befeuert durch die Ausgrabungen, die im 18. Jahrhundert in den durch den Vesuvausbruch des Jahres 79 n. Chr. zerstörten Städten Pompeji und Herculaneum durchgeführt wurden – auch für die deutsche Literatur der gelegentlich so genannten ‚Kunstperiode‘ (ca. 1750-1830) einen bedeutenden Referenzpunkt. Gerade in den Jahren um 1800 lässt sich im Bereich des Dramas eine intensive Auseinandersetzung mit antiken Stoffen und Formen ausmachen. Bemerkenswert daran ist, dass hier eine Form, die sich ohnehin schon traditionell an den Vorgaben der aristotelischen Poetik abarbeitet, zugleich zum Gefäß für einen Diskurs wird, der den (durchaus auch kritischen) Rückbezug auf die Antike für eine bewusstseinsgeschichtliche Standortbestimmung der eigenen, als ‚modern‘ verstandenen Zeit, zu nutzen versucht. Einige dieser Dramen bilden die literarische Textgrundlage dieses Seminars. Bei der Beschäftigung mit diesen Texten können verschiedene Fragestellungen fokussiert werden: Wie werden antike Stoffe oder Formen aufgegriffen oder abgewandelt? Welche Funktionen erfüllen derartige Rückgriffe? Welche Antikenbilder werden in den Texten entworfen? Inwiefern können diese auf die historische Gegenwart um 1800 bezogen werden oder tragen sogar zu deren Selbstvergewisserung bei?

Da im Modul A2 eine Hausarbeit als Prüfungsform vorgesehen ist, widmet sich das Seminar darüber hinaus auch noch der Vermittlung der dazu notwendigen Arbeitstechniken.

Modulprüfung: schriftliche Hausarbeit

Textgrundlage
zur Anschaffung empfohlen: J.W. Goethe: Iphigenie auf Tauris. Kritische Studienausgabe (Reclam UB 19268), F. Schiller: Die Braut von Messina oder Die feindlichen Brüder (Reclam UB 60), H. v. Kleist: Amphitryon (Reclam UB 7416), H. v. Kleist: Penthesilea. Studienausgabe (Reclam UB 18968)

Christian Schienke, M.A. (LB)
10-79-2-A2-15Thomas Bernhard: Frost [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) GW1-HS H1000 (2 SWS)

Seminarkommentar:

„Frost“ (1963) entfaltet als erster Roman von Thomas Bernhard (1931-1989) in wesentlichen Grundzügen bereits das für diesen Autor typische Szenario. Bernhards Protagonisten sind in radikaler Weise mit dem konfrontiert, was Adorno einmal die „Negativität des Daseienden“ (Ästhetische Theorie, 19) genannt hat. Für sie gibt es dabei nicht die Möglichkeit utopischer Aufhebung gelebter Ausweglosigkeit, da ihre Befindlichkeit sie mit dem Ausschluss aus dem Kollektiv hinein in die radikale Vereinzelung führt. Man kann daher an Bernhards Figuren studieren, was dabei herauskommt, wenn „Menschen“ der Erfahrung – zumeist gesellschaftlich bedingter – völliger Negativität (Wahnsinn, schwere Krankheit, (Selbst-)Ausbeutung) ausgeliefert sind.
Anhand von ausgewählten Kapiteln soll es im Seminar vorderhand um die Frage gehen, mit welchen sprachlichen und erzähltechnischen Mitteln der Autor die genannten Wirkungen erzielt. Dann aber sollen auch grundsätzlichere Fragen des literarischen Erzählens thematisiert werden, die sich gut im Zusammenhang mit Bernhards Erzählintention erläutern lassen. Etwa, ob es sich bei den Zuständen der Figuren, hier dem Maler Strauch, die von Düsternis, Krankheit und zwanghafter Kreativität handeln, um eine künstliche, fiktionale Idee handelt, oder ob die beschriebenen Zustände auch als reale kognitive Möglichkeiten verstanden werden können, die möglicherweise mit dem Leben des Autors zusammenhängen, das von Krankheiten geprägt war. Wir wollen dazu über die textimmante Analyse hinausgehen und uns näher mit der Person des unbequemen, skandalumwitterten, später kanonisierten Autors im österreichischen und deutschen Literaturbetrieb seiner Zeit befassen. Dazu soll neben Forschungsliteratur auch auf Dokumentarflme und Interviews zurückgegriffen werden.

Ein Seminarplan + Literaturliste wird vor Beginn des Seminars über StudIP zur Verfügung gestellt

Dr. André Steiner (LB)
10-79-2-A2-17Das 'Faustbuch' und seine Folgen [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 GW2 B1632 (2 SWS)
Dr. Jana Jürgs

B2 Grammatische Theorie und Analyse Pflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Dr. Claudia Happe, Kontakt: clhappe@uni-bremen.de

Das Modul „B2 Grammatische Theorie und Analyse“ macht die Studierenden mit wesentlichen Aspekten der deutschen Grammatik und ihrer Beschreibung vertraut. Das Modul erstreckt sich ueber ein Semester (Sommer); es umfasst zwei entsprechende Einfuehrungskurse (1) in die Phonologie/Morphologie und (2) in die Syntax.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-2-B2-01Einführung in die Syntax (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:15 - 15:45 MZH 1460 (2 SWS)

Die Lehrveranstaltung gibt Einblick in die Grundlagen der Satzanalyse des Deutschen. Dabei werden sowohl das begriffliche Instrumentarium und theoretische Konzeptionen zur Syntax als auch praktische Verfahren zur Untersuchung der deutschen Sprache vorgestellt und vertieft. Im Vordergrund werden Struktur und Aufbau des Satzes sowie seine Konstituenten stehen, um den Studierenden eine grundlegende syntaktische Analysekompetenz zu vermitteln.

Literatur:
Dürscheid, Christa (2010): Syntax. Grundlagen und Theorien. 5., durchgesehene Auflage. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
Pittner, Karin / Berman, Judith (2008): Deutsche Syntax. Ein Arbeitsbuch. 3. Auflage. Narr Studienbücher.

Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-2-B2-02Einführung in die Syntax (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 10:15 - 11:45 GW2 B1216 (2 SWS)
Dr. Andreas Jäger
10-79-2-B2-03Einführung in die Syntax (c)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 08:15 - 09:45 GW2 B1216 (2 SWS)

Die Lehrveranstaltung gibt Einblick in die Grundlagen der Satzanalyse des Deutschen. Dabei werden sowohl das begriffliche Instrumentarium und theoretische Konzeptionen zur Syntax als auch praktische Verfahren zur Untersuchung der deutschen Sprache vorgestellt und vertieft. Im Vordergrund werden Struktur und Aufbau des Satzes sowie seine Konstituenten stehen, um den Studierenden eine grundlegende syntaktische Analysekompetenz zu vermitteln.

Literatur:
Dürscheid, Christa. 2012. Syntax. Grundlagen und Theorien. 6. Auflage Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
Pittner, Karin & Judith Berman. 2013. Deutsche Syntax. Ein Arbeitsbuch. 5. Auflage. Tübingen: Narr.

Jascha de Bloom
10-79-2-B2-04Einführung in die Syntax (d)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 GW1 A1260 (2 SWS)

Einzeltermine:
Sa 22.06.19 08:00 - 14:00 GW1-HS H1010
Jascha de Bloom
10-79-2-B2-05Einführung in die Phonologie/ Morphologie (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 SFG 2010 (2 SWS)

Das Seminar befasst sich mit den beiden grundlegenden Beschreibungsebenen des Sprachsystems, den bedeutungsunterscheidenden Lauteinheiten sowie den bedeutungs- und funktionstragenden Bestandteilen der Sprache.
Wir werden die in der Einführung in die Sprachwissenschaft erworbenen Grundkenntnisse und Begriffe der Phonologie theoretisch vertiefen und mit Übungen zum Vokal- und Konsonantensystem des Deutschen praktisch erarbeiten.
Der zweite Teil der Veranstaltung wird sich mit der Morphologie als „Grammatik des Wortes“ auseinandersetzen und grundlegende morphologische Konzepte erarbeiten. Dazu gehören die Genese und Systematik der Wortartenkategorien des Deutschen sowie die Flexionslehre, das System der deutschen Wortbildungsarten und -klassen und Verfahren der Konstituentenanalyse und ihrer Bedeutung für die Zeicheninterpretation.
Literatur: Wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben

Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-2-B2-06Einführung in die Phonologie/ Morphologie (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 12:15 - 13:45 GW2 B1216 (2 SWS)
Dr. Andreas Jäger
10-79-2-B2-07Einführung in die Phonologie/ Morphologie (c)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:15 - 17:45 GW2 B1216 (2 SWS)

Das Seminar befasst sich mit den beiden grundlegenden Beschreibungsebenen des Sprachsystems, den bedeutungsunterscheidenden Lauteinheiten sowie den bedeutungs- und funktionstragenden Bestandteilen der Sprache.
Wir werden die in der Einführung in die Sprachwissenschaft erworbenen Grundkenntnisse und Begriffe der Phonologie theoretisch vertiefen und mit Übungen zum Vokal- und Konsonantensystem des Deutschen praktisch erarbeiten.
Der zweite Teil der Veranstaltung wird sich mit der Morphologie als „Grammatik des Wortes“ auseinandersetzen und grundlegende morphologische Konzepte erarbeiten. Dazu gehören die Genese und Systematik der Wortartenkategorien des Deutschen sowie die Flexionslehre, das System der deutschen Wortbildungsarten und -klassen und Verfahren der Konstituentenanalyse und ihrer Bedeutung für die Zeicheninterpretation.
Literatur:
Hall, Alan T. (2000): Phonologie. Eine Einführung. Berlin: de Gruyter.
Elsen, Hilke (2011): Grundzüge der Morphologie des Deutschen. Berlin: de Gruyter.
Donalies, Elke (2007): Basiswissen deutsche Wortbildung. Tübingen: Francke.

Jan-Henning Kromminga
10-79-2-B2-08Einführung in die Phonologie/ Morphologie (d)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 SFG 1040 (2 SWS)
Elisa Erbe
10-79-2-B2-09Tutorium zur Einführung in die Phonologie/Morphologie

Tutorium

Termine:
wöchentlich Fr 14:15 - 15:45 GW2 B1170 (2 SWS) Tutorium zum Einführungskurs
Dr. Andreas Rothenhöfer
Dr. Andreas Jäger
Jan-Henning Kromminga
Elisa Erbe
10-79-2-B2-10Tutorium zur Einführung in die Syntax

Tutorium

Termine:
wöchentlich Mo 18:15 - 19:45 SFG 1020 (2 SWS) Tutorium zum Einführungskurs

Einzeltermine:
Mo 22.07.19 10:00 - 15:00 GW2 B2890
Dr. Andreas Rothenhöfer
Dr. Andreas Jäger
Jascha de Bloom
N. N.
10-79-2-GR2-9Tutorien für die TeilnehmerInnen der Einführungskurse Phonologie/Morphologie und Syntax bei Frau Happe

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Do 08:15 - 09:45 GW2 B3770 (2 SWS)

Einzeltermine:
Di 25.06.19 08:15 - 09:45 SFG 1030
Dr. Claudia Happe

GR2 Sprachreflexionen Pflichtmodul („großes“ Fach) Wahlpflichtmodul („kleines“ Fach) 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Dr. Claudia Happe , Kontakt: clhappe@uni-bremen.de

Das Modul "GR2 Sprachreflexionen" macht die Studierenden mit wesentlichen Aspekten der deutschen Grammatik und ihrer Beschreibung vertraut. Das Modul erstreckt sich ueber ein Semester (Sommer); es umfasst zwei entsprechende Einfuehrungskurse (1) in die Phonologie/Morphologie und (2) in die Syntax.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-2-GR2-1Einführung in die Syntax (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 10:15 - 11:45 GW2 B2880 (2 SWS)

Einzeltermine:
Fr 21.06.19 12:15 - 13:45 GW2 B2880

Im Modul GR2 werden zwei Lehrveranstaltungen angeboten, die sich mit Aufbau und Funktionsweise der deutschen Gegenwartssprache auf verschiedenen Ebenen des Sprachsystems beschäftigen. Das Seminar Syntax gibt einen Überblick über Struktur und Aufbau des Satzes und seiner Konstituenten.
Sowohl theoretische Konzeptionen zur Syntax als auch praktische Verfahren zur Analyse des Satzes werden vorgestellt.

Literaturhinweise werden zu Beginn der Veranstaltung gegeben.

Dr. Claudia Happe
10-79-2-GR2-2Einführung in die Syntax (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 GW1 B0080 (2 SWS)

Die Lehrveranstaltung gibt Einblick in die Grundlagen der Satzanalyse des Deutschen. Dabei werden sowohl das begriffliche Instrumentarium und theoretische Konzeptionen zur Syntax als auch praktische Verfahren zur Untersuchung der deutschen Sprache vorgestellt und vertieft. Im Vordergrund werden Struktur und Aufbau des Satzes sowie seine Konstituenten stehen, um den Studierenden eine grundlegende syntaktische Analysekompetenz zu vermitteln.

Literatur:
Dürscheid, Christa (2010): Syntax. Grundlagen und Theorien. 5., durchgesehene Auflage. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
Pittner, Karin / Berman, Judith (2008): Deutsche Syntax. Ein Arbeitsbuch. 3. Auflage. Narr Studienbücher.

Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-2-GR2-3Einführung in die Syntax (c)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 MZH 1460 (2 SWS)

Die Lehrveranstaltung gibt Einblick in die Grundlagen der Satzanalyse des Deutschen. Dabei werden sowohl das begriffliche Instrumentarium und theoretische Konzeptionen zur Syntax als auch praktische Verfahren zur Untersuchung der deutschen Sprache vorgestellt und vertieft. Im Vordergrund werden Struktur und Aufbau des Satzes sowie seine Konstituenten stehen, um den Studierenden eine grundlegende syntaktische Analysekompetenz zu vermitteln.
Literatur:
Dürscheid, Christa. 2012. Syntax. Grundlagen und Theorien. 6. Auflage Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
Pittner, Karin & Judith Berman. 2013. Deutsche Syntax. Ein Arbeitsbuch. 5. Auflage. Tübingen: Narr.

Jan-Henning Kromminga
10-79-2-GR2-4Einführung in die Phonologie/ Morphologie (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 GW2 B1216 (2 SWS)

Im Modul GR2 werden zwei Lehrveranstaltungen angeboten, die sich mit Aufbau und Funktionsweise der deutschen Gegenwartssprache auf verschiedenen Ebenen des Sprachsystems beschäftigen. Das Seminar Phonologie/Morphologie gibt einen Überblick über das Vokal- und Konsonantensystem des Deutschen, im Bereich der Morphologie beschäftigen wir uns mit dem System der deutschen Wortbildungsarten sowie Verfahren der Konstituentenanalyse und Morphemsegmentierung. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Möglichkeiten der Systematisierung des Wortschatzes in Form von Wortartensystemen, die Wortartenkategorien und die Flexionslehre.

Literaturhinweise werden zu Beginn der Veranstaltung gegeben.

Dr. Claudia Happe
10-79-2-GR2-5Einführung in die Phonologie/ Morphologie (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 SH D1020 (2 SWS)

Das Seminar befasst sich mit den beiden grundlegenden Beschreibungsebenen des Sprachsystems, den bedeutungsunterscheidenden Lauteinheiten sowie den bedeutungs- und funktionstragenden Bestandteilen der Sprache.
Wir werden die in der Einführung in die Sprachwissenschaft erworbenen Grundkenntnisse und Begriffe der Phonologie theoretisch vertiefen und mit Übungen zum Vokal- und Konsonantensystem des Deutschen praktisch erarbeiten.
Der zweite Teil der Veranstaltung wird sich mit der Morphologie als „Grammatik des Wortes“ auseinandersetzen und grundlegende morphologische Konzepte erarbeiten. Dazu gehören die Genese und Systematik der Wortartenkategorien des Deutschen sowie die Flexionslehre, das System der deutschen Wortbildungsarten und -klassen und Verfahren der Konstituentenanalyse und ihrer Bedeutung für die Zeicheninterpretation.
Literatur: Wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben

Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-2-GR2-6Einführung in die Phonologie/ Morphologie (c)

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 12:15 - 13:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)

Das Seminar befasst sich mit den beiden grundlegenden Beschreibungsebenen des Sprachsystems, den bedeutungsunterscheidenden Lauteinheiten sowie den bedeutungs- und funktionstragenden Bestandteilen der Sprache.
Wir werden die in der Einführung in die Sprachwissenschaft erworbenen Grundkenntnisse und Begriffe der Phonologie theoretisch vertiefen und mit Übungen zum Vokal- und Konsonantensystem des Deutschen praktisch erarbeiten.
Der zweite Teil der Veranstaltung wird sich mit der Morphologie als „Grammatik des Wortes“ auseinandersetzen und grundlegende morphologische Konzepte erarbeiten. Dazu gehören die Genese und Systematik der Wortartenkategorien des Deutschen sowie die Flexionslehre, das System der deutschen Wortbildungsarten und -klassen und Verfahren der Konstituentenanalyse und ihrer Bedeutung für die Zeicheninterpretation.
Literatur:
Hall, Alan T. (2000): Phonologie. Eine Einführung. Berlin: de Gruyter.
Elsen, Hilke (2011): Grundzüge der Morphologie des Deutschen. Berlin: de Gruyter.
Donalies, Elke (2007): Basiswissen deutsche Wortbildung. Tübingen: Francke.

Jan-Henning Kromminga
10-79-2-GR2-7Tutorium zur Einführung in die Phonologie/Morphologie

Tutorium

Termine:
wöchentlich Mo 12:15 - 13:45 SFG 1040 (2 SWS) Tutorium zum Einführungskurs
Dr. Andreas Rothenhöfer
Jan-Henning Kromminga
10-79-2-GR2-8Tutorium zur Einführung in die Syntax

Tutorium

Termine:
wöchentlich Mi 12:15 - 13:45 SFG 2010 (2 SWS) Tutorium zum Einführungskurs

Einzeltermine:
Do 18.07.19 13:00 - 18:00 SFG 2080
Dr. Andreas Rothenhöfer
Jan-Henning Kromminga
10-79-2-GR2-9Tutorien für die TeilnehmerInnen der Einführungskurse Phonologie/Morphologie und Syntax bei Frau Happe

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Do 08:15 - 09:45 GW2 B3770 (2 SWS)

Einzeltermine:
Di 25.06.19 08:15 - 09:45 SFG 1030
Dr. Claudia Happe

A4 Literaturgeschichte Pflichtmodul 9 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Dr. Jana Jürgs in Verbindung mit Prof. Dr. Thomas Althaus, Kontakt: juergs@uni-bremen.de.

Das Modul "A4 Literaturgeschichte" findet regelmaessig im Sommersemester statt; es schliesst an die literaturwissenschaftlichen Grundlagenmodule A1 und A2 an. Das Modul besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS und schliesst mit einer grossen Hausarbeit im Zusammenhang mit einem der beiden Seminare ab.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-4-A4-01Widersprüchliche Figuren in vormodernem Erzählen [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 SFG 1010 (2 SWS)

Figuren in vormoderner Erzählliteratur sind keine komplexen oder ‚runden‘ Charaktere. Ihre Widersprüche resultieren aus nicht-identitärer, weitgehend a-psychologischer, bisweilen transtextueller Figurenkonstitution. Häufig ist vom Primat der (in sich häufig ebenfalls bereits widersprüchlichen) Handlungslogik auszugehen, von Erfordernissen der Episode oder Szene und/oder von Zwängen der Finalität. Vielfach erzeugt die Montage unterschiedlicher Überlieferungsbestände, Erzählmuster und Gattungen Hybridität. Figuren können mimetische und thematische Dimensionen und Funktionen haben; Bestandteil der artifiziellen Komposition des Textes sind sie immer. Gegensätzliche Rollen sowie unvereinbare Zuschreibungen und Wertungen durch verschiedene Erzählinstanzen können neben- und auseinandertreten. Vielfach kommt es auch zu Widersprüchen zwischen möglichen Rezipientenerwartungen und den Vorgaben der Texte, zwischen Ansätzen einer mimetischen Darstellung und der thematischen oder kompositorischen Funktion von Figuren, zwischen Handlungsrolle und Erzählerwertungen. Im Seminar geht es um Beispielanalysen zu Figuren aus unterschiedlichen Gattungen und Epochen: Gregorius bei Hartmann von Aue; Kriemhild im ‚Nibelungenlied‘; Melusine bei Thüring von Ringoltingen; Faust im ‚Faustbuch‘. Dadurch soll die Alterität vormoderner Figurenkonstitution ebenso deutlich werden wie mögliche literaturgeschichtliche Entwicklungen – gerade beim Umgang mit Widersprüchlichkeit – im Übergang zur frühen Neuzeit.

Programm und Literaturhinweise werden voraussichtlich bis März über StudIP bereitgestellt.

Studienleistung (obligatorisch für alle): Mitgestaltung mehrerer Sitzungen mit Kurzreferat und mehreren kleinen Diskussionsbeiträgen oder Essay über das Gesamtthema der Veranstaltung

Modulprüfung (nur in einer der beiden Veranstaltungen des Moduls A4, AL oder NL, komplementär zur Wahl in A2): große Hausarbeit

Prof. Dr. Elisabeth Lienert
10-79-4-A4-02Reiseliteratur in der Vormoderne [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 08:15 - 09:45 SFG 1080 SFG 2060 (2 SWS)

Reisen beinhaltet verschiedene Aspekte, zu denen die Vorbereitungen, das Unterwegssein, der Kontakt mit fremden Menschen und Orten, ggf. auch Sprachen und Kulturen, sowie die Einflüsse auf das Wissen, Denken und Weltbild des Reisenden gehören. Das Seminar befasst sich mit Reiseberichten des Mittelalters und der Frühen Neuzeit und führt uns nach Indien und China sowie in die sogenannte 'Neue Welt'. Wir beschäftigen uns mit vormodernen Karten, dem 'Alexanderroman' des Pfaffen Lambrecht, den Fernost-Reiseberichten des John Mandeville und des Marco Polo sowie mit dem Kolumbus-Brief und Hans Stadens Brasilienbericht. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Weltbild und Wissen sowie nach der Auseinandersetzung mit dem Fremden.
Textauszüge werden unter StudIP zur Verfügung gestellt.

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock
10-79-4-A4-03Politische Dichtung [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 GW2 B1216 (2 SWS)
Dr. Jana Jürgs
10-79-4-A4-04Vom Vers zur Prosa: die Prosaauflösung des 'Wigalois' [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:15 - 15:45 MZH 1460 (2 SWS)
Dr. Jana Jürgs
10-79-4-A4-05Antikenromane [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 SFG 1010 GW2 B1632 (2 SWS)

In diesem Seminar werden wir uns Antikenromane des Mittelalters und der frühen Neuzeit erschließen. Zu Beginn der Literatur der höfischen Klassik stehen zwei Antikenromane, der Alexanderroman des Pfaffen Lamprecht und der Eneasroman Heinrichs von Veldeke. Daneben existiert eine Fülle weiterer Bearbeitungen antiker Stoffe und Themen, z.B. die Trojaromane Herborts von Fritzlar und Konrads von Würzburg.
Im Fokus des Seminars werden der Alexanderroman und der Eneasroman stehen, daneben werden Auszüge aus dem frühneuzeitlichen Apolloniusroman behandelt.

Dr. Esther Vollmer-Eicken (LB)
10-79-4-A4-06Gawan [AL]
Blockseminar, Termine werden vor Semesterbeginn bekannt gegeben.

Seminar

Einzeltermine:
Fr 05.04.19 10:00 - 12:00 UNICOM 3; 0. Ebene; Seminarraum 4
Fr 12.04.19 10:00 - 14:00 UNICOM 3; 0. Ebene; Seminarraum 4
Fr 26.04.19 10:00 - 14:00 UNICOM 3; 0. Ebene; Seminarraum 4
Sa 27.04.19 10:00 - 16:00 SFG 1010
Fr 10.05.19 10:00 - 14:00 UNICOM 3; 0. Ebene; Seminarraum 4
Sa 11.05.19 10:00 - 16:00 SFG 1010
Fr 17.05.19 10:00 - 12:00 UNICOM 3; 0. Ebene; Seminarraum 4
Amina Sahinovic (LB)
10-79-4-A4-07Authentizität, Fiktionalisierung und Transformation. Narrationen des Krieges im Roman der Weimarer Republik [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 GW2 B2890 (2 SWS)
Dr. Hans Rudolf Wahl
10-79-4-A4-08Gerhart Hauptmann. (Nicht nur) naturalistische Erzähltexte und Dramen [NL]
Gerhart Hauptmann. (Not only) naturalist narratives and plays

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 GW2 B2880 (2 SWS)

Gegenstand dieses Seminars sind ausgewählte Texte Gerhart Hauptmanns (1862-1946). Der Nobelpreisträger von 1912 gilt vor allem als zentraler Repräsentant des (Berliner) Naturalismus der 80er und frühen 90er Jahre des 19. Jahrhunderts; und das ist angesichts von Texten wie der Novelle "Bahnwärter Thiel" und Dramen wie "Vor Sonnenaufgang" und "Die Weber" auch völlig zutreffend. Weniger bekannt ist hingegen, dass Hauptmann schon in dieser Zeit wie auch später zahlreiche Dramen und Erzähltexte verfasst hat, die nur bedingt oder gar nicht dem Programm des Naturalismus zuzuordnen sind, sondern anderen, wohl: modernen ästhetischen und poetischen Konzepten verpflichtet sind, so etwa die Novellen "Der Apostel" und "Der Ketzer von Soana" und die märchen- oder traumhaft anmutenden Dramen "Hanneles Himmelfahrt" oder "Die versunkene Glocke".

Die Ziele des Seminars bestehen also darin, anhand der genannten Texte aus Hauptmanns früher und mittlerer Schaffensphase zum einen das Gesamtbild eines Werkes zu entwerfen, das nicht untypisch für die beginnende Moderne in der deutschen Literatur sein dürfte, und zum anderen die Epoche bzw. das ästhetisch-poetische Programm des Naturalismus in Abgrenzung von und in Verbindung mit anderen Tendenzen der modernen Literatur näher kennen zu lernen.

Ein detailliertes Seminarprogramm werde ich im Laufe der Semesterferien in Stud.IP bekannt geben.

Das Modul A4 schließt mit einer Hausarbeit ab. Im Zusammenhang mit diesem Seminar kann also eine entsprechende Prüfung (im Bereich der neueren deutschen Literaturwissenschaft) absolviert werden.

Dr. Uwe Spörl
10-79-4-A4-09Aufbruch in die Moderne – Die Eisenbahn in der Literatur des langen 19. Jahrhunderts

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 19:45 UNICOM 3; 0. Ebene; Seminarraum 4 (2 SWS)

Kaum eine andere Erfindung hat die Gesellschaft des 19. Jahrhunderts in ihrer Erfahrung von Raum und Zeit so beeinflusst wie die Eisenbahn: Die zunächst als Erschütterung der Zeit empfundene technische Neuerung wird schnell zu einer alltäglichen Erfahrung, aber auch zu literarischen Motiven und Topoi wie Coupé- oder Bahnhofszenen. Narrative Strukturierungen des Blickes etablieren sich, die Geschwindigkeit und Sichtverhältnisse in Beziehung setzen. Blicke werden gerahmt, imitieren das Panorama der Zugfahrt oder die Fluchtlinien des Schienennetzes. Literarische Thematisierungen der Eisenbahn zeigen zudem eine veränderte Zeitwahrnehmung: Zeit wird als beschleunigt empfunden, sie dehnt sich aus der Perspektive des ruhenden Reisenden und erfährt schließlich Reglementierung und Taktung. In Hauptmanns „Bahnwärter Thiel“ (1888) gleicht die Eisenbahn so einem wiederkehrenden Beben der Zeit: „[D]ie Erde zitterte – ein starker Luftdruck – eine Wolke von Staub, Dampf und Qualm, und das schwarze, schnaubende Ungestüm war vorüber.“
Im Seminar steht diese Thematisierung der Eisenbahn im Mittelpunkt. Wir wollen einerseits versuchen, die Diskurse um Fortschritt und Technisierung nachzuzeichnen, andererseits soll es um den poetologischen Einfluss der Industrialisierung auf Lyrik, Dramatik und Epik gehen. Im Mittelpunkt stehen dabei die folgenden Texte:
Theodor Fontane „Die Brück‘ am Tay“
Johann Nestroy: „Eisenbahnheirathen oder: Wien, Neustadt, Brünn“
Julius Hart „Auf der Fahrt nach Berlin“
Arno Holz: „In den Grunewald“
Gerhart Hauptmanns „Bahnwärter Thiel“
Thomas Mann „Das Eisenbahnunglück“
Frank Wedekind: „Jubel-Hymnuß (auf den preußischen Bahnhöfen zu singen)“
Paul Scheerbart „Ich liebe dich! Ein Eisenbahnroman mit 66 Intermezzos“
Clara Viebig „Das Weiberdorf“

Urania Julia Milevski
10-79-4-A4-10Der Nationalsozialismus in der Literatur [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 14:15 - 15:45 SFG 1030 SpT C4180 (2 SWS)

Das Seminar soll den 70. Jahrestag des Beginns des zweiten Weltkriegs zum Anlaß nehmen, die Positionierung zentraler literarischer Texte aus vier Epochen zum Nationalsozialismus zu diskutieren. Das Konzept des Seminars geht von der Beobachtung aus, daß sich wesentliche literarische Texte von den 1930er Jahren bis in die Gegenwart intensiv mit dem Phänomen des Nationalsozialismus und den damit verbundenen Verbrechen auseinandergesetzt haben, daß aber, je nach Kontext, die Fragen und Perspektiven stark divergieren. Deshalb sollen zunächst auf der Grundlage von Astrid Erlls Standardwerk „Kollektives Gedächtnis und Erinnerungskulturen“ Leitlinien der Erinnerungskulturforschung erarbeitet werden.
In seinem zweiten Teil folgt das Seminar dem historischen Verlauf und setzt sich zunächst mit der Analyse und Kritik des Nationalsozialismus auseinander, die Lion Feuchtwanger in seinen Romanen „Erfolg“ (1930) und „Die Geschwister Oppenheim“ (1933) vorträgt. In einem zweiten Schritt soll die Perspektive der Literatur auf den Nationalsozialismus aus der Nachkriegszeit im Zentrum stehen. Zentrale Werke wie Arno Schmidts „Leviathan“ (1949), Günter Grass „Die Blechtrommel“ (1959) und Franz Fühmanns Erzählung „Das Judenauto“ (1962) sollen dazu untersucht werden. Auch wenn bereits eine ganze Reihe der Texte der Nachkriegsliteratur eine kritische und differenzierte Darstellung des Nationalsozialismus und seiner Verarbeitung in der Gesellschaft entwickelt, verändert sich die Situation mit der 68er Bewegung deutlich. Von ihr wird der Vorwurf der Verdrängung gegen die Vätergeneration und beinahe die gesamte Gesellschaft erhoben. Auch auf diese veränderte Situation reagiert die Literatur besonders in Westdeutschland, dafür sollen Auszüge aus Uwe Johnsons Roman „Jahrestage“ Bd. 1 (1970) stehen.
Heute wird die Debatte über den Nationalsozialismus überwiegend von der ‚dritten Generation‘ geführt. Anders als im traditionellen Erinnerungskulturdiskus werden dabei die Zeugenschaft und die Repräsentation der Ereignisse aus Medien wie Fotos und Filmen in Frage gestellt und die recht homogene bisherige Debatte kritisch hinterfragt, wie z.B. in „Spione“ (2000) von Marcel Beyer und „Das Eigentliche“ (2010) von Iris Hanika.

PD Dr. Martin Schierbaum
10-79-4-A4-11Reiseliteratur der Aufklärung [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 FVG M0160 (2 SWS)

Reiseliteratur wurde in der europäischen Aufklärung breit rezipiert; kam hier doch der Anspruch einer Kenntnis der Welt in ausgezeichneter Weise zum Ausdruck. Das betrifft den Erwerb und die Vermittlung von Wissen durch Reiseberichte sowie den durch Reisen ermöglichten Austausch zwischen verschiedenen Ländern. Über den inter- und transkulturellen Wissenserwerb hinaus bot die Fremderfahrung auf Reisen die Möglichkeit einer Reflexion der eigenen Kultur, wovon u.a. die Satire der Aufklärung reichen Gebrauch machte. Mit dem Schreiben über Reisen verband sich schließlich die Frage nach der Verschriftlichung von Erfahrung und den unterschiedlichen Modi menschlicher Welterfahrung generell – Reiseliteratur ist so immer auch ein Medium der Selbstverortung und kann damit ebenso auf den Wandel von Subjektivitätskonzepten im 18. Jahrhundert wie auf die problematische Positionierung Europas im Verhältnis zur außereuropäischen Welt bezogen werden.
Im Seminar werden wir unterschiedliche Formen fiktionaler und nicht-fiktionaler Reiseliteratur der Aufklärung in den Blick nehmen, um der Frage nachzugehen, ob es so etwas wie eine (oder mehrere) spezfische Poetik(en) des Reisens in der Aufklärung gibt. Das bedeutet selbstverständlich auch, die Frage nach den Besonderheiten von Reiseliteratur zu stellen und einige der spezifisch im Bereich der Reiseliteratur auftretenden Problemstellungen (im Bereich der Interkulturalität, der Transnationalität, aber auch der Textkonstitution und -schemata) weiter zu vertiefen.
Da das Seminar sich sowohl an Studierende des BA Germanistik als auch des MA TnL richtet, werden die Studienleistungen und ggf. die Lektüremenge den jeweiligen Studiengängen entsprechend angepasst bzw. müssen Studierende des MA TnL eine kleine Zusatzleistung erbringen.

Dr. Jan Gerstner
10-79-4-A4-12Neue Heimatliteratur [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 GW1-HS H1000 GW2 B1580 (2 SWS)

Neue Heimatliteratur

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 – 11.45 (2 SWS) Seminar
„Heimatliteratur“ kannte man lange nur als ein Genre der Heftchenromane und somit als Teil der Trivialliteratur. Die Zurückhaltung der „guten Literatur“ hat viel mit dem Heimatbegriff des Nationalsozialismus zu tun und erstreckte sich als Abwehr gegenüber der Beschäftigung mit entsprechenden literarischen Texten zurück bis hin zur Literatur der deutschen Romantik. Ein anderer Zugang entwickelte sich jedoch seit den sechziger und siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts als kritische Heimatliteratur. Die Fernsehfilmreihe Heimat von Edgar Reitz brachte diesen kritischen Zugang auch einem breiten Publikum nahe. Heute können wir von einem neuen Zugang zum Thema Heimat sprechen, nicht nur in der Politik, sondern auch in der Literatur. Dem letzteren soll sich unser Seminar zuwenden. Vor dem Hintergrund verschiedener literarischer Ausprägungen seit der Romantik soll die Verortung der neuen Heimatliteratur versucht werden. Untersucht werden sollen die Bestseller Altes Land von Dörte Hansen und Was man von hier aus sehen kann von Mariana Leky, des Weiteren Unterleuten von Juli Zeh und Heimsuchung von Jenny Erpenbeck. Vergleichend gegenübergestellt werden sollen ihnen ältere Texte, Arno Schmidts Kühe in Halbtrauer, Ulrichs Treichels Heimatkunde und Peter Kurzecks Kein Frühling. Textauszüge von Novalis und Friedrich Schlegel sollen dazukommen.

Dr. Bärbel Kühn (LB)
10-79-4-A4-13Das Werk von Anna Seghers [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 18:15 - 19:45 GW2 B2880 (2 SWS)

Das Werk von Anna Seghers

Anna Seghers wurde am 19. 11. 1900 unter dem Namen Netti Reiling in Mainz geboren. Sie war die einzige Tochter einer großbürgerlichen jüdischen Familie. Nach dem Studium der Kunstgeschichte, Geschichte, Philologie und Sinologie in Heidelberg und Köln promovierte sie 1924 an der Universität Heidelberg mit einer kunstgeschichtlichen Arbeit über Rembrandt. Danach debütierte sie als Schriftstellerin. Für ihre Erzählungen „Grubetsch“ und „Aufstand der Fischer von St. Barbara“ erhielt Seghers 1928 den renommierten Kleist-Preis. 1933 emigrierte sie mit ihrem Mann und den beiden Kindern zuerst nach Frankreich, wo sie sich in der antifaschistischen Arbeit engagierte und Romane, Erzählungen, einige Hörspiele, eine Reihe Essays und zahlreiche Reden schrieb. In dieser Zeit entstanden beispielsweise die Romane „Die Gefährten“ (1932), „Der Kopflohn“ (1933), „Der Weg durch den Februar“ (1935) und „Die Rettung“ (1937). Nach einer abenteuerlichen Flucht in den unbesetzten Süden Frankreichs gelang Seghers und ihrer Familie im Frühjahr 1941 die Flucht aus Marseille nach Mexiko, wo sie bis 1947 blieb. 1942 erschien dort ihr Roman „Das siebte Kreuz“, der noch während des Kriegs verfilmt und zu einem Weltbestseller wurde. 1944 veröffentlichte sie außerdem den Roman „Transit“. Die Information über die Deportation und Ermordung ihrer Mutter traf Seghers als furchtbarer Schock. Dennoch entschied sie sich nach dem Krieg, nach Deutschland zurückzukehren. Da sie sich am Aufbau eines demokratischen sozialistischen Deutschlands beteiligen wollte, wählte sie den Osten und ließ sich in Berlin nieder. Sie engagierte sich in der Friedensbewegung und reiste viel – vor allem nach Frankreich, wo inzwischen ihre Kinder lebten. In diesen Jahren veröffentlichte Seghers weitere bedeutende Werke wie die Romane „Die Toten bleiben jung“ (1949), „Die Entscheidung“ (1959), „Die Vertrauten“ (1969). Hinzu kommen zahlreiche Bände mit Erzählungen oder Novellen, z. B. „Die Linie“ (1950), „Der Bienenstock“ (1953), „Brot und Salz“ (1958), „Das Schilfrohr“ (1969), „Sonderbare Begegnungen“ (1973) sowie „Steinzeit. Wiederbegegnung“ (1977). Zwischen 1952 und 1978 war Seghers Vorsitzende des Schriftstellerverbandes der DDR.
Im Verlauf ihres Lebens erhielt Anna Seghers zahlreiche Preise und Auszeichnungen wie zum Beispiel: Kleist-Preis (1928); Georg-Büchner-Preis (1947); Nationalpreis der DDR, 1. Klasse (1951, 1959, 1971); Ehrendoktor der Universität Jena (1959); Karl-Marx-Orden (1965, 1969); Kunstpreis des FDGB (1969); Karl-Marx-Orden (1974); Kulturpreis des Weltfriedensrates (1975); Ehrenbürgerschaft von Berlin (Ost) (1975); Ehrenbürgerwürde der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz (1977); Ehrenbürgerschaft der Stadt Mainz (1981).
Seghers starb nach langer Krankheit am 1. 6. 1983 in Berlin, ihr Grab liegt auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof.

Ablauf des Seminarbeginns:
1. Termin: Formalitäten, Einführung in Biographie und Werk
2. Termin: Erzählung „Aufstand der Fischer von Sankt Barbara“ (1928)
3. Termin: Erzählung „Der Ausflug der toten Mädchen“ (1946)
Ab dem 4. Seminartermin am 8. Mai arbeiten wir mit dem Roman „Das siebte Kreuz“

Anna Seghers literarisches Werk sowie ihre Briefe stehen im Handbestand der Staats- und Universitätsbibliothek unter h ger 799 seg 0/71 – Band 1 bis 10. Bitte kopieren Sie sich die Erzählungen, die wir im Seminar behandeln.
Anna Seghers Roman „Das siebte Kreuz“ benötigen Sie in Buchformat. Jede vorrätige Ausgabe ist möglich (z.B. das Taschenbuch für 12 Euro). Bei Bedarf können Sie hierzu den Reclam-Band 16042 „Erläuterungen und Dokumente zu Anna Seghers Das siebte Kreuz“ als Lektürehilfe verwenden.

Weitere Informationen zum Seminar finden Sie ab März auf Stud.IP.

Dr. Ina Düking (LB)
10-79-4-A4-15Kannibalismus in der Literatur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart [NL]

Seminar

Einzeltermine:
Fr 26.04.19 14:00 - 16:00 GW2 B1580
Fr 14.06.19 10:00 - 16:00 UNICOM 3; 0. Ebene; Seminarraum 2
Sa 15.06.19 10:00 - 17:00 SFG 2030
Fr 21.06.19 10:00 - 16:00 UNICOM 3; 0. Ebene; Seminarraum 2
Sa 22.06.19 10:00 - 17:00 SFG 1030

Die Anthropophagie hat in einem eurozentrischen Diskurs für gewöhnlich als das ausgegrenzte Andere fungiert und wird mit einem archaischen Zustand der menschlichen Kulturentwicklung gleichgesetzt – ein Konzept von Kulturgenese, dem literarische Texte sehr unterschiedlich und häufig produktiv begegnet sind.
In dem Seminar wird der Versuch unternommen, sich dem komplexen Feld verschiedener Kannibalismus-Figuren zu nähern und implizierte Konzepte herauszuarbeiten. Im Rahmen eines literaturgeschichtlichen Längsschnitts werden wir untersuchen, wie anhand der Figur des Kannibalen binäre Modelle wie beispielsweise ‚zivilisiert‘ vs. ‚wild‘ oder ‚normal‘ essen vs. ‚pervers‘ essen sowie epochenspezifische Semantiken bedient oder aber unterwandert werden.

Neben ausgewählten theoretischen Texten erstreckt sich die Lektüre von Reiseberichten, die dem Phänomen einen anthropologischen Ort zuweisen (Hans Staden, Georg Forster), über kanonische Texte literarischer Epochen (Heinrich von Kleist, E.T.A. Hoffmann) bis hin zur Gegenwartsliteratur (Christian Kracht, Wolfgang Herrndorf, Franzobel).

Bedingung für die Teilnahme am Seminar ist die Übernahme einer Aufgabe, die bei der Vorbesprechung am 26. April vergeben wird und schriftlich beantwortet werden muss.

Donata Weinbach (LB)
10-79-4-A4-16[Literaturgeschichtliches Seminar] N.N. [NL]

Seminar
N. N. (Lecturer KJL)
10-M79-II1a-1Erzählen im Widerspruch: Textualität und (Inter-)Diskursivität früher deutscher Romane

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 GW2 B2900 GW2 B1820 (2 SWS)

Erzählen ist immer auch ein Versuch, Sinn und Ordnung zu stiften. Erzählen im Widerspruch stört die Ordnung der Texte und generiert bei den Rezipienten Irritation, aber auch Deutungsanstöße. Mit Bezug auf „Widerspruch“ als Leitbegriff der geisteswissenschaftlichen Verbundinitiative „Worlds of Contradiction“ der Universität Bremen untersucht die Vorlesung Phänomene von Widerrede und Widerspruch in Versromanen des 12. und 13. Jahrhunderts: widersprüchlich scheinende alteritäre Erzähllogiken und Textstrategien, Diskurs-Interferenzen und Konterdiskursivität, Widersprüche zwischen 'histoire' und 'discours', Einsprüche des Erzählers und gegen den Erzähler, widersprüchliche Figuren, Widersprüchlichkeit als Indikator von Sinnkomplexion und Ambivalenz. Analysiert werden in erster Linie Hartmanns von Aue ‚Iwein‘, Wolframs von Eschenbach ‚Parzival‘, Gottfrieds von Straßburg ‚Tristan‘, Wirnts von Grafenberg ‚Wigalois‘, Rudolfs von Ems ‚Alexander‘ und Konrad von Würzburg ‚Trojanerkrieg‘. Dabei geht es auch um Unterschiede zwischen romanhaftem und (helden)epischem, vormodernem und modernem Erzählen.

Programm und Literaturhinweise werden voraussichtlich bis März über StudIP bereitgestellt.

Studienleistung (obligatorisch für alle): Essay (modulspezifische Themen)

Modulprüfung
MA II1a (nur in einer der beiden Veranstaltungen des Moduls): große Hausarbeit (in einem von drei Spezialisierungsmodulen auch mündliche Prüfung möglich)
MA (neu) D1, D2, D3, D4: in einer Veranstaltung des Moduls Hausarbeit, in der anderen mündliche Prüfung (beide Prüfungsformen mit Forschungsbezug)
BA A4 (nur in einer der beiden Veranstaltungen des jeweiligen Moduls, in AL oder NL, komplementär zur Wahl in A2): große Hausarbeit

Prof. Dr. Elisabeth Lienert
10-M79-II1b-2Hartmann von Aue und Chrétien de Troyes

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 GW1 B2130 (2 SWS)
Dr. Maryvonne Hagby (LB)

B11 Historische Sprachwissenschaft Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Dr. Ute Siewerts, Kontakt: siewerts@uni-bremen.de

Das Modul "B11 Historische Sprachwissenschaft" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet regelmaessig im Sommersemester statt und schliesst mit einer Klausur (90 Minuten) oder muendlichen Pruefung zu einer der beiden Einzelveranstaltungen ab.
Ausnahmsweise gibt es hier ein Angebot im WiSe 2018/19; das Modul kann im Sommersemester 2019 vervollständigt werden.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-4-B11-1Sprachgeschichte des 17. und 18. Jahrhunderts

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 14:15 - 15:45 MZH 1460 (2 SWS)
Dr. Ute Siewerts
10-79-4-B11-2Übersetzen aus dem Mittelhochdeutschen

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 IW3 0330 (2 SWS)

Einzeltermine:
Di 02.07.19 16:00 - 18:00 IW3 0210
Di 09.07.19 16:00 - 18:00 IW3 0210
Dr. Ute Siewerts

A13 Literaturwissenschaft: Projekt: 'Gegenwartsliteratur' Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Thomas Althaus, Kontakt: talthaus@uni-bremen.de

Das Modul "A13 Literaturwissenschaft: Projekt 'Gegenwartsliteratur' " findet regelmaessig im Sommersemester statt; es besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS und schliesst mit einer kleinen Hausarbeit oder muendlichen Pruefung im Zusammenhang mit einer der beiden Veranstaltungen ab.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-4-A13-1Projektmodul Gegenwartsliteratur: Das Trauma der Anderen – Osteuropa in deutschsprachiger Gegenwartsliteratur
Die Veranstaltung beginnt am 28.05. (erste Sitzung)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 SFG 1030 (2 SWS)
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 SFG 2040 SFG 0140

Gewalt zu erinnern ist eine gesellschaftliche Herausforderung. Das gilt im deutschsprachigen Raum sowohl für die ‚eigene‘ Gewaltgeschichte als auch für die Gewaltgeschichten der ‚Anderen‘. Obwohl Europa immer enger zusammenwächst, geht man weiterhin davon aus, dass das europäische Gedächtnis anhaltend in zwei Hälften geteilt ist: in Ost und West. Die in der EU vereinten Länder blicken auf sehr unterschiedliche (Gewalt)geschichten, national spezifische Erinnerungspolitiken und Bewältigungsstrategien zurück. Dabei wird das Holocaust-Gedächtnis als Kern der westeuropäischen Erinnerung verstanden. Als Fixpunkt der osteuropäischen Erinnerung wird dahingegen die Erinnerung an den sogenannten GULag-Gedächtnis skizziert: Unter „GULag“ versteht man strenggenommen die sowjetischen Erziehungs- und Arbeitslager, mittlerweile aber auch die Gesamtheit des totalitären Systems). Erst gemeinsam formiert sich beides zur „totalitären Erfahrung des 20. Jahrhunderts“ (Leggewie und Lang 2011, 24). Die beiden Kernereignisse der gedächtnispolitischen Ellipse stehen in Forschung und Öffentlichkeit in einem problematischen Spannungsverhältnis des Vergleichs und werden anhaltend kontrovers diskutiert; mehr Aufmerksamkeit erhält im deutschsprachigen Raum dabei oft das, was wir als ‚unsere‘ Geschichte erkennen und wahrnehmen.
In der Gegenwartsliteratur ist seit einigen Jahren zu beobachten, dass Romane gemeinsame Erinnerungen inszenieren und versuchen, diese Kluft zwischen Ost und West im fiktionalen Dialog zu schließen. Im Seminar wollen wir uns ansehen, wie die Autor*innen dieses Vorhaben angehen und zwar anhand neuester Texte, wie jenen von Maxim Biller („Sechs Koffer“, 2018) und Susanne Fritz („Wie kommt der Krieg ins Kind“, 2018), die beide auf der Liste des Deutschen Buchpreises standen. Und an Texten, die zwischen 2006 und 2014 erschienen sind: Nino Haratischwilis „Das Achte Leben (Für Brilka)“, Ulrike Draesners „Sieben Sprünge vom Rand der Welt“, Olga Grjasnowas „Der Russe ist einer, der Birken liebt“, Katja Petrowskajas „Vielleicht Esther“ und Vladimir Vertlib „Mein erster Mörder“.

Urania Julia Milevski
10-79-4-A13-2Positionen der Gegenwartsliteratur (Draesner, Zeh, Janesch)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 UNICOM 3; 0. Ebene; Seminarraum 4 (2 SWS)

Positionen der Gegenwartsliteratur (Draesner, Zeh, Janesch)

In diesem Seminar werden wir uns drei bedeutenden Gegenwartsautorinnen zuwenden, die im Folgenden kurz vorgestellt werden sollen.
Sabrina Janesch wurde am 20. 4. 1985 in Gifhorn, Niedersachsen, geboren. Sie ist die Tochter einer polnischen Mutter und eines deutschen Vaters, was in ihrem ersten Roman „Katzenberge“ von 2010 zum Ausdruck kommt. 2004 bis 2009 studierte sie an der Universität Hildesheim Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus sowie an der Jagiellonen-Universität in Krakau Polonistik. Seit 2009 ist sie als Schriftstellerin und Publizistin tätig. Sie veröffentlichte mehrere Artikel und Prosastücke in verschiedenen Zeitschriften und Magazinen (u. a. in: „Das Magazin“, „Die Welt“, „Freitag“). Von August bis Dezember 2009 war sie dank des Stipendiums des deutschen Kulturforums östlichen Europas die erste deutsche Stadtschreiberin in Danzig. Neben Janeschs Romandebüt „Katzenberge“ ist für unser Seminar vor allem der zweite Roman „Ambra“ (erschienen 2012) von Interesse. Janesch erhielt bislang folgende Preise und Auszeichnungen: Stipendium des Deutschen Kulturforums östlichen Europas (2009); Stipendium des Stuttgarter Schriftstellerhauses (2010); Residenzstipendium des Literarischen Colloquiums Berlin (2010); Arbeitsstipendium des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (2010); Mara-Cassens-Preis (2010); Spreewaldstipendium (2011); Nicolas-Born-Förderpreis (2011); Anna-Seghers-Preis (2011); Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler (2012); Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis (2017).
Juli Zeh wurde am 30. 6. 1974 in Bonn geboren. Sie studierte Jura in Passau und Leipzig. Sie war von 1993 bis 1998 Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes und von 1999 bis 2000 des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. 1996 hat sie ein zusätzliches Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig aufgenommen und im Jahr 2000 mit Diplom abgeschlossen. Den juristischen Aufbaustudiengang „Recht der Europäischen Integration“, 1999 bis 2001, beendete sie mit dem Magister für Europarecht. Von 2001 bis 2003 folgte das juristische Referendariat beim Landgericht Leipzig, Ende 2003 das zweite juristische Staatsexamen. Danach, neben der schriftstellerischen Tätigkeit, Arbeit an ihrer juristischen Dissertation zum Völkerrecht (Universität Saarbrücken). Praktika, Arbeitsstipendien, Studien und andere Auslandsreisen führten sie nach New York (Vereinte Nationen), nach Krakau, Polen (Osteuropastudium; Stipendium der Villa Decius), Zagreb, Kroatien (Deutsche Botschaft) und nach Sarajewo, Bosnien und Herzegowina (OHR) sowie nach Peking. Folgende Romane von Juli Zeh sind für unser Seminar von besonderem Interesse: „Adler und Engel“ (2001), „Spieltrieb“ (2004), „Schilf“(2007), „Corpus Delicti. Ein Prozess“ (2009), „Nullzeit“ (2012), „Unterleuten“ (2016), „Leere Herzen“ (2017), „Neujahr“ (2018). Juli Zeh erhielt beispielsweise folgende Preise: Deutscher Bücherpreis in der Kategorie „Erfolgreichstes Debüt“ (2002) für „Adler und Engel“; Förderpreis des Bremer Literaturpreises (2002); Hölderlin-Förderpreis (2003); Ernst-Toller-Preis (2003); Carl-Amery-Literaturpreis (2009); Solothurner Literaturpreis (2009); Tübinger Poetik-Dozentur (2010); Thomas-Mann-Preis (2013); Bruno-Kreisky-Preises für das politische Buch (2017); Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland am Bande (2018).
Ulrike Draesner wurde 20. 1. 1962 in München geboren. Sie studierte Rechtswissenschaft, Anglistik, Germanistik und Philosophie in München und Oxford. 1992 promovierte sie zu „Wege durch erzählte Welten. Intertextuelle Verweise als Mittel der Sinnkonstitution in Wolframs ‚Parzival‘“. Zwischen 1989 und 1993 war sie wissenschaftliche Assistentin an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit 1994 lebt sie als freie Autorin, Übersetzerin und Literaturkritikerin in Berlin. Wichtige Romane sind „Mitgift“ (2002), „Spiele“ (2005), „Vorliebe“ (2010), „Sieben Sprünge vom Rand der Welt“ (2014). Draesner veröffentlichte außerdem verschieden Gedichtbände wie „gedächtnisschleifen“ (1995), „anis-o-trop“ (1997), „für die nacht geheuerte zellen“ (2001), „kugelblitz“ (2005), „berührte orte“ (2008), „Subsong“ (2014). Draesner erhielt folgende Preise und Auszeichnungen: Förderpreis des Leonce-und-Lena Preises (1995); Förderpreis der Bayerischen Staatsregierung (1997) für Literatur; foglio-Preis für junge Literatur (1997); Förderpreis des Friedrich-Hölderlin-Preises (2001); Preis der Literaturhäuser (2002); Droste-Preis der Stadt Meersburg (2006); Solothurner Literaturpreis (2010); Joachim-Ringelnatz-Preis für Lyrik (2014); Usedom Literaturpreis (2015); Orphil-Lyrikpreis (2016); Nicolas-Born-Literaturpreis (2016).

Erste Informationen zum Seminar:
1. Termin: Formalitäten und Seminarüberblick; Biographie und Werk Sabrina Janesch, Einführung in ihren Roman „Katzenberge“
2. Termin: Sabrina Janeschs Roman „Katzenberge“ (bitte bereiten Sie die ersten drei Kapitel vor/ in der Taschenbuchausgabe sind dies die Seiten 7 bis 30)
3. Termin: Sabrina Janeschs Roman „Katzenberge“ (vorzubereiten sind Kapitel 9 „Großvater sagte, in der ersten Nacht sei er mehrmals aufgewacht, weil er sich sicher gewesen sei, auf dem Dachboden Schritte gehört zu haben.“ bis einschließlich Kapitel 11 „Die Küche war eiskalt, als ich sie betrat.“/ in der Taschenbuchausgabe S.68-92)
4. Termin: Sabrina Janeschs Roman „Katzenberge“ (vorzubereiten ist das Ende des Romans ab Kapitel 29 „Großvater sagte, die Überquerung des Bugs sei die einzige Rettung gewesen.“/ in der Taschenbuchausgabe S.236-273)
Spätestens ab dem 6. Seminartermin behandeln wir Juli Zehs Roman „Unterleuten“ (Sie benötigen den Roman in Buchformat; die vorzubereitenden Seitenzahlen finden Sie im April auf Stud.IP).

In der Staats- und Universitätsbibliothek ist ein Semesterapparat (PO3) für dieses Seminar eingerichtet.
Weitere Informationen finden Sie ab März im Dateien-Ordner auf Stud.IP.

Dr. Ina Düking (LB)
10-79-4-A13-3Die Form der Kurz- und Kürzestgeschichte in der deutsch-deutschen Gegenwartsliteratur

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:15 - 17:45 MZH 1460 (2 SWS)

Einzeltermine:
Di 16.07.19 10:00 - 15:00 MZH 1460

Seminarkommentar:

Was versteht man unter einer Kurz- oder Kürzestgeschichte? Das wer-den vielleicht nur noch die wenigsten gerade unter den jüngeren Literaturinteressierten wissen – und vielleicht mit einer Frage antworten: Gibt es die noch?
Dabei mangelt es nicht an Versuchen, die literarische Gattung der Kurzgeschichte und ihre Unterform, die Kürzestgeschichte, gattungspoetisch zu definieren. Meistens stehen dabei Kriterien wie Umfang, Plot, die Alltäglichkeit des in ihr Dargestellten sowie das Verhältnis zu anderen Formen der Kurzprosa etwa Anekdote, Kalendergeschichte, Novelle oder Skizze im Vordergrund. Dabei sind die Übergänge zwischen beiden Formen fließend und die „Kürzestgeschichte“ (Doderer 1955) wird durch noch stärkere Verdichtung, d. h. Reduktion von Umfang und sprachlichen Mitteln, gewöhnlich von ersterer abgegrenzt (vgl. Hummel 2010).
Neben der theoretischen Annäherung soll es im Kurs jedoch in erster Linie um die wirklichen Geschichten und ihre Bedeutung im gesellschaftlichen Kontext gehen. Deshalb wollen wir mit der Thematisierung von Nationalsozialismus, Krieg und ihren Folgen in der Kurzgeschichte der Nachkriegszeit (Schnurre, Langgässer, Borchert, Böll) beginnen und uns dann über Texte, die in der DDR entstanden sind (Fühmann, Kunze, Kunert, Schädlich, Hein), der Gegenwart (u. a. Spinnen, Hoppe, Dorn) nähern.
Wir wollen dabei ausgehen von der Beobachtung, dass schon seit längerer Zeit vom Niedergang (z. B. Ueding 1991), gar vom Tod der Kurzgeschichte die Rede ist. Dies versteht sich vor dem Hintergrund einer oft beklagten „Erlebnisarmut“ (ebd.), d. h. der Unmöglichkeit, in einer nur noch am Konsum orientierten gesellschaftlichen Ordnung echte Erfahrungen zu machen. Zu fragen wäre in unserem literaturwissenschaftlichen Projekt daher, ob die in ihrer Wiederholung des Immergleichen (Wachstumsphrasen, Leistungsverdikt, permanente soziale Kontrolle) eintönige, erlebnisarme, neoliberale Konsumgesellschaft dies vielleicht nur an der Oberfläche ist und darunter trotzdem noch genug Stoffe für existenzielle Erfahrungen bereithält, die von der Kurzgeschichte thematisiert werden können. Auszugehen ist dabei als Voraussetzung entweder „vom intensiven Kommunikationszusammenhang einer jungen Generation“ (Marx 1997) oder einem „Kommunikationsraum, in dem jeder den anderen aufgrund der gemeinsamen Erfahrung verstand“ (Ueding 1991) – siehe DDR.

Ein Seminarplan + Literaturliste werden vor Beginn der Veranstaltung über StudIP bereitgestellt

Dr. André Steiner (LB)

A14 Literatur des Mittelalters und der frühen Neuzeit Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Elisabeth Lienert, Kontakt: elienert@uni-bremen.de
(fuer Fragen der Notenverwaltung ausschliesslich girwert@uni-bremen.de)

Das Wahlpflichtmodul Literatur des Mittelalters und der Fruehen Neuzeit vertieft das literaturgeschichtliche Studium im Bereich der vormodernen Literatur (8. – 16. Jahrhundert) und ihrer Rezeption. Es wird regelmaessig im Winter- und im Sommersemester angeboten.
Das Modul besteht aus zwei verpflichtenden Veranstaltungen im Umfang von insgesamt 4 SWS.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-4-A14-1Fantastische Tierwesen und wo man sie findet

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 10:15 - 11:45 GW2 B1410 GW2 B1632 (2 SWS)
Dr. Jana Jürgs
10-79-4-A14-2Nibelungenrezeption
Blockseminar

Seminar

Einzeltermine:
Mi 03.04.19 10:15 - 11:45 SFG 1030
Fr 03.05.19 15:00 - 19:00 SFG 1040
Sa 04.05.19 09:00 - 16:00 SFG 1040
Fr 10.05.19 15:00 - 19:00 SFG 1040
Sa 11.05.19 09:00 - 16:00 SFG 1040
Di 04.06.19 14:00 - 15:00 GW2 B1630
Do 06.06.19 08:00 - 10:00 SFG 2080
Fr 14.06.19 08:00 - 10:00 SFG 2060
Mo 01.07.19 14:00 - 16:00 GW2 B1405 NUR Mo. + Di.
Fr 19.07.19 08:00 - 10:00 GW2 B2860 VIP (VIP-Raum)
Elisa Pontini (LB)
10-M79-II1c-2Mittelalterliche 'Dichterleben' und ihre Rezeption

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:15 - 15:45 GW1-HS H1000 (2 SWS)

Zwar gibt es im deutschsprachigen Minnesang keine fiktiven Dichter- und Komponistenbiographien wie in der Romania, doch sind viele Lieder gerade der prominenten Berufsdichter mit (fiktiv) autobiographischen Splittern aufgeladen. Bei Neidhart, einem der beliebtesten Dichter des Mittelalters, konstruiert die Rezeption daraus um den fiktiven Bauernfeind Neidhart den pseudo-biographischen Schwankroman ‚Neithart Fuchs‘, der durch den Buchdruck bis in die Neuzeit weit verbreitet ist. Um die Namen weiterer Minnesänger ranken sich Dichtersagen in Balladenform: die Tannhäuser-, Moringer- und Bremberger-Ballade, die bis ins 19. Jahrhundert tradiert wurden; Richard Wagner gestaltet auf der Basis der Sage von Tannhäuser und Venusberg seine Oper ‚Tannhäuser‘. Im Seminar sollen die Funktionen (auto-)biographischer Elemente in der Dichtung, die Konstruktion von Dichterleben und deren Verhältnis zum Werk, aber auch die neuzeitliche Rezeption der beliebten Stoffe untersucht werden.

Programm und Literaturhinweise werden voraussichtlich bis März über StudIP bereitgestellt.

Studien- und Prüfungsleistungen

MA II1c und MA A2, D2, D4:
Studienleistung (obligatorisch für alle): Referat mit Forschungsthese bzw. Mitgestaltung von Sitzungen mit Forschungsbezug, jeweils Handout (ca. 2 S.) mit Literaturhinweisen und themenbezogenes Resümee (ca. 1 S.) der Seminardiskussion
Prüfung MA II1c (in einem der beiden Seminare des Moduls): große Hausarbeit, ggf. in einem von drei Spezialisierungsmodulen mündliche Prüfung
Prüfung MA A2, D2, D4: in einem der beiden Seminare des Moduls Hausarbeit, im anderen mündliche Prüfung

MEd A14:
Studienleistung (obligatorisch für alle): Kurzreferat bzw. Mitgestaltung von Sitzungen mit Überlegungen zu Transfer/didaktischer Vermittlung, Handout (ca. 2 S.) mit Literaturhinweisen und themenbezogenes Resümee (ca. 1 S.) der Seminardiskussion
Prüfung MEd A14 (in einem der beiden Seminare des Moduls): kleine Hausarbeit oder mündliche Prüfung, unter Berücksichtung des Transfer-/Vermittlungsaspekts

BA A14:
Studienleistung (obligatorisch für alle): Kurzreferat bzw. Sitzungsmitgestaltung, kurzes Handout (ca. 1 S.) mit Literaturhinweisen und themenbezogenes Resümee (ca. 1/2 S.) der Seminardiskussion
Prüfung BA A14 (in einem der beiden Seminare des Moduls): kleine Hausarbeit oder mündliche Prüfung

Prof. Dr. Elisabeth Lienert

C Niederdeutsche Sprache, Literatur und Kultur Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Ingo H. Warnke, Kontakt: iwarnke@ins-bremen.de
Das Modul wird mit einem Kurs je Semester, d. h. zwei Angeboten je Studienjahr angeboten.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-4-C-1Niederdeutsch im öffentlichen Raum

Seminar

Einzeltermine:
Fr 24.05.19 12:00 - 17:00 UNICOM 3; 0. Ebene; Seminarraum 4
Sa 25.05.19 10:00 - 15:00 SFG 1030
Fr 14.06.19 12:00 - 17:00 UNICOM 3; 0. Ebene; Seminarraum 4
Sa 15.06.19 10:00 - 15:00 SFG 2040

Sommersemester 2019
Modul C
Kompaktseminar: Fr. 24.5., 12-17; Sa. 25.5., 10-15; Fr. 14.6., 12-17; Sa. 15.6., 10-15



Wolfgang Krischke und Reinhard Goltz (Mentor)


Niederdeutsch im öffentlichen Raum

Folgt man klassischen Domänenverteilungen, ist das Niederdeutsche in weiten Teilen Norddeutschlands in seiner Verwendung (und Wahrnehmung) geprägt durch Faktoren wie: überwiegende Mündlichkeit, eingeschränkter Kommunikationsradius, Vertrautheit, Privatheit (nicht öffentlich), „weiche“ Themen. In diesem Zusammenhang begegnen auch klassifizierende Zuschreibungen wie Nähesprache oder Nahsprache. Ausgehend von diesem Befund nimmt das Seminar solche gesellschaftlichen Aktionsfelder in den Blick, die diesem Bild nicht oder nur zum Teil entsprechen und in denen das Niederdeutsche in öffentlichen Zusammenhängen steht oder in solche gestellt wird. Diese Erscheinungsformen werden beschrieben und auf mögliche Funktionen hin analysiert.
Allgegenwärtig sind beispielsweise Namen (Personen-, Orts-, Straßen-, Gewässer-, Schiffsnamen), die ganz oder teilweise niederdeutsch sind. Im Stadt- oder Gemeindebild zeigen sich daneben Hausinschriften oder andere Hinweisschilder in der Regionalsprache. Betrachtet wird zudem die Verwendung der niederdeutschen Sprache in medialen Zusammenhängen (Zeitung, Hörfunk, Fernsehen, Film, Internet), wo das Niederdeutsche in unterschiedlichsten Textsorten (Geburtsanzeigen, Nachrichten, Chats, Werbeslogans) vorkommt. Im kulturellen Bereich gilt das Interesse den Feldern Theater, Literatur und Musik. Bei Interesse können auch die Felder Theologie, Verwaltung und Justiz miteinbezogen werden.
Das Seminar setzt sich aus vier jeweils fünfstündigen Einheiten zusammen, die sich methodisch aus Sachvortrag, Gruppenarbeit und offener Diskussion speisen. Die Zeit zwischen den beiden Wochenendblöcken sollen die Studierenden für kleine eigene Erhebungen nutzen.
Das Seminar dient nicht zuletzt dem Ziel, die norddeutsche Mehrsprachigkeit bewusst wahrzunehmen und aus linguistischer Sicht zu reflektieren.

Detaillierte Programm- und Literaturhinweise werden über Stud.IP bereitgestellt.

Reinhard Goltz (Mentorat)
N. N. (LB)

D2 Mehrsprachigkeit in Theorie und Praxis (DaZ/ DaF) Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Andrea Daase, Kontakt: adaase@uni-bremen.de.

Das Modul "D2 Mehrsprachigkeit in Theorie und Praxis (DaZ/DaF)" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet regelmaessig im Sommersemester statt und schliesst mit einer Klausur (90 Minuten), einer muendlichen Pruefung oder mittleren Hausarbeit ab.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-2-D2-1Förderung bildungssprachlicher Kompetenzen in der Grundschule

Seminar

Einzeltermine:
Fr 07.06.19 11:00 - 15:00 GW2 B1820
Sa 08.06.19 09:00 - 16:00 GW2 B2880
Fr 14.06.19 11:00 - 15:00 GW2 B1820
Sa 15.06.19 09:00 - 16:00 GW2 B1170

Das Seminar „Förderung bildungssprachlicher Kompetenzen in der Grundschule“ (2 SWS) widmet sich folgenden Themenbereichen: vorliteralen und literalen Fähigkeiten von Kindern im Einschulungs- und Grundschulalter, der Bildungssprache als nützlichem Konzept für die Beschreibung schulischen Sprachgebrauchs sowie Sprachbildung in unterschiedlichen Fächern. Das Seminar setzt einen schulpraktischen Bezug in den Vordergrund.

Oxana Tonsen
10-79-2-D2-2Prüfen und Bewerten im Unterricht von Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (Gymnasium/ Oberschule)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:15 - 11:45 SFG 2030 (2 SWS)

Das Ziel des Seminars ist es, die Studierenden mit dem Thema des Prüfens und Beurteilens im Fremdsprachenunterricht am Beispiel des Deutschen als Fremd- und Zweitsprache vertraut zu machen und sie vor allem im Umgang mit Fehlern zu sensibilisieren. Die Grundlage für das Beurteilen und den Umgang mit sowohl faktischen als auch sprachlichen Fehlern bildet der Gemeisame europäische Referenzrahmen, mit dem sich die Studierenden im Rahmen des Seminars intensiv auseinandersetzen.

Eliska Dunowski, Ph.D.
10-79-2-D2-3Mehrsprachigkeit und Deutsch als Zweitsprache in der Grundschule - Einbezug und Förderung

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 GW1-HS H1010 (2 SWS)

Aufbauend auf Grundlagen und aktuellen Studien der Mehrsprachigkeitsforschung sowie einer breiten Sichtweise auf Mehrsprachigkeit geht es in dem Seminar darum, wie die lebensweltliche Mehrsprachigkeit aller Kinder nicht nur als Tatsache zur Kenntnis genommen und nicht als Risiko betrachtet, sondern als Ressource wahrgenommen und gezielt im Unterricht gefördert werden kann, ohne dabei den Auftrag der Förderung der deutschen Sprache außer Acht zu lassen. Dafür werden wir uns mit Ansätzen des Translanguaging oder der Interkomprehension auseinandersetzen und konkrete Möglichkeiten der herausarbeiten.

Prof. Dr. Andrea Daase
10-79-2-D2-4Genre pedagogy im Deutschunterricht

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 08:15 - 09:45 SFG 1030 SFG 1020 (2 SWS)

In diesem Seminar geht es um die Frage, wie Lernende mittels Scaffolding auf ihrem Weg zu erfolgreichen Lesenden und Schreibenden unterstützt werden können, um bildungserfolgreich zu sein. Unser Ausgangspunkt ist dabei nicht die sprachliche Oberfläche von Texten, sondern mit dem Konzept des Genres wird von der Einbettung von Texten in den sozialen Kontext sowie dem sozialen Zweck von Texten ausgegangen. Wir werden uns mit den Grundlagen der Funktionalen Grammatik nach Halliday und ihrer Anwendung auf die Institution Schule nach Schleppegrell sowie der Forschung der Sydney School auseinandersetzen und die Erkenntnisse immer wieder auf den deutschen Kontext beziehen und praktisch anwenden und reflektieren. Die Bereitschaft zur Lektüre auch von englischen Texten wird vorausgesetzt, aber durch die Seminarinteraktion intensiv unterstützt. Erarbeitet werden kleine Projekte zur Umsetzung im Unterricht.

Prof. Dr. Andrea Daase
10-79-2-D2-5Förderung von Registerflexibilität in der mehrsprachigen Sekundarstufe

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 IW3 0390 (2 SWS)

Nach einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Begriff von und dem Diskurs zu Bildungssprache wird es auf Basis einer sozialen und funktionalen Sichtweise auf Sprache und Grammatik (u.a. Halliday 1978; 1998; Schleppegrell 2004) sowie einem soziokulturellen Verständnis von Lernen (u.a. Vygotskij 1992) um das Herausarbeiten verschiedener schulischer Register und ihrer unterrichtlichen Förderung gehen. Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung sprachlicher Formen, sondern um der Systematik der (deutschen) Sprache: Schüler*innen brauchen Informationen (sowie ausreichende diesbezügliche Anwendungs- und Reflexionsmöglichkeiten) über die Funktion sprachlicher Mittel, um diese in Texten erkennen und verstehen sowie selbst gezielt einsetzen zu können. Dabei werden wir auch die Möglichkeiten eines fächerübergreifenden Unterrichts eruieren. Die Bereitschaft zur Lektüre auch von englischen Texten wird vorausgesetzt, aber durch die Seminarinteraktion intensiv unterstützt.

Prof. Dr. Andrea Daase
10-79-2-D2-6Analyse von Sprachprodukten in der mehrsprachigen Sekundarstufe I

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 08:15 - 09:45 SFG 1020 (2 SWS)
Sarah Olthoff

FD1 Fachdidaktische Basiskompetenzen Deutsch (Sekundarstufen) Pflichtmodul 9 CP / 6 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Matthis Kepser in Verbindung mit Dr. Stefan Schallenberger, Kontakt: kepser@uni-bremen.de schallenberger@uni-bremen.de

Das Modul "FD1 Fachdidaktische Basiskompetenzen Deutsch (Sekundarstufen)" besteht aus 3 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet im Winter- und im Sommersemester statt. Studien- und Pruefungsleistungen entnehmen Sie bitte der Modulbeschreibung.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/FD1.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-4-FD1-1Einführung in die Fachdidaktik (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:15 - 13:45 GW2 B1216 (2 SWS)
Dr. Stefan Schallenberger
10-79-4-FD1-2Einführung in die Fachdidaktik (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:15 - 15:45 SFG 1030 (2 SWS)
Dr. Christian Schlößer
10-79-4-FD1-3Einführung in die Mediendidaktik (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:15 - 15:45 GW2 B2880 (2 SWS)
Dr. Stefan Schallenberger
10-79-4-FD1-4Einführung in die Mediendidaktik (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 SFG 1030 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mi 17.07.19 14:00 - 16:00 SFG 2070
Prof. Dr. Matthis Kepser
10-79-4-FD1-5Lese- und Schreibdidaktik (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 SFG 1040 (2 SWS)
Prof. Dr. Matthis Kepser
10-79-4-FD1-6Lese- und Schreibdidaktik (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 GW1 A0160 (2 SWS)
Fabian Sauer ((LB))
10-79-4-FD1-7Lese- und Schreibdidaktik (c)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 FVG M2010 (2 SWS)
Alina Pawlowski
10-79-4-FD1-8Lese- und Schreibdidaktik (Projekt)

Seminar

Einzeltermine:
Fr 05.07.19 11:00 - 17:00 GW2 B1630
Sa 06.07.19 11:00 - 17:00 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)
Fr 12.07.19 11:00 - 17:00 SFG 1040
Sa 13.07.19 11:00 - 17:00 GW2 B2890

Lesen und Schreiben wird als basalen schriftsprachlichen Kompetenzen eine besondere und grundlegende Bedeutung zugesprochen, weil sie als Voraussetzung des Ausbaus weiterer Kompetenzen gelten und notwendig für die Aneignung und Verarbeitung von Wissen sind. Im Seminar wird ein Überblick über einschlägige Lese- und Schreibmodelle vermittelt, aus denen sich zum einen verschiedenen Lese- und Schreibkompetenzen ableiten lassen und die zum anderen auch als eine Grundlage für die Auseinandersetzung mit Ansätzen der Vermittlung, Förderung und Überprüfung von Lesen und Schreiben fungieren können.
Die Veranstaltung ist dabei als schreibintensives Seminar angelegt: Über den Verlauf des Semesters werden nach der Erarbeitung von Kriterien für die Aufgabengestaltung selbst Schreibarrangements entwickelt und in eigenen Schreibversuchen verschiedene für die schulische Unterrichtspraxis typische Textformen erprobt und diskutiert (z.B. Inhaltsangabe, Bericht, Beschreibung, Argumentation, Interpretation, Kommentar). Auf diese Weise zielt die Lehrveranstaltung nicht nur auf eine Reflexion der eigenen Lese- und Schreibpraxis, sondern auch auf eine Weiterentwicklung der Diagnose- und Beurteilungskompetenz. Im Sinne eines Forschenden Lernens werden die Studierenden auch die Gelegenheit erhalten, Einblicke in ein aktuelles Forschungsprojekt zur mediengestützten Textproduktion für schriftschwache Jugendliche zu erhalten und in der Veranstaltung mit authentischen Forschungsdaten zu arbeiten.
Das Seminar schließt mit einem Schreibportfolio als Prüfungsleistung ab, das auf eine vertiefende Auseinandersetzung mit den Inhalten des Seminars und den eigenen Schreibversuchen abzielt.

Dr. Lisa Schüler

FD2 Praxisorientierte Elemente Deutsch Pflichtmodul 3 CP / 2 SWS

Modulbeauftragte: Dr. Stefan Schallenberger in Verbindung mit Prof. Dr. Matthis Kepser, Kontakt: schallenberger@uni-bremen.de kepser@uni-bremen.de

Das Modul "FD2 Praxisorientierte Elemente Deutsch" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 1 SWS sowie dem Schulpraktikum. Es findet im Winter- und im Sommersemester statt. Studien- und Pruefungsleistungen entnehmen Sie bitte der Modulbeschreibung.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/FD2.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-5-FD2-1Praxisorientierte Elemente (Nachbereitung) [a]

Seminar

Einzeltermine:
Do 07.03.19 - Fr 08.03.19 (Do, Fr) 11:00 - 16:30 GW2 B1216
Dr. Stefan Schallenberger
10-79-5-FD2-2Praxisorientierte Elemente (Nachbereitung) [b]

Seminar

Einzeltermine:
Di 12.03.19 11:00 - 16:30 GW2 B2890
Do 14.03.19 11:00 - 16:30 GW2 B2890
Dr. Stefan Schallenberger
10-79-5-FD2-3Praxisorientierte Elemente (Nachbereitung) [c]

Seminar

Einzeltermine:
Sa 27.04.19 10:00 - 17:00 GW2 B1400 NUR Mi. - So.
Dr. Stefan Schallenberger
10-79-5-FD2-4Praxisorientierte Elemente (Nachbereitung) [d]

Seminar

Einzeltermine:
Fr 08.03.19 11:00 - 16:30 SFG 2020
Sa 09.03.19 11:00 - 16:30 GW2 B2880
Prof. Dr. Matthis Kepser
10-79-5-FD2-5Praxisorientierte Elemente (Nachbereitung) [e]

Seminar

Einzeltermine:
Di 12.03.19 10:00 - 16:00 GW2 B3850
Di 26.03.19 10:00 - 16:00 GW2 B3850
Dr. Christian Schlößer
10-79-5-FD2-6Praxisorientierte Elemente (Nachbereitung) [f]

Seminar

Einzeltermine:
Mi 13.03.19 10:00 - 16:00 GW2 B3850
Mi 27.03.19 10:00 - 16:00 GW2 B3850
Dr. Christian Schlößer
10-79-5-FD2-7Praxisorientierte Elemente (Nachbereitung) [g]
Beide Termine finden am Landesinstutut für Schule am Weidedamm 20 in Bremen Findorff statt. Am 7.3 in 4.U4 und am 21.3 in 4.08

Seminar

Einzeltermine:
Do 07.03.19 09:00 - 14:30 Beide Termine finden am Landesinstutut für Schule am Weidedamm 20 in Bremen Findorff statt. Am 7.3 in 4.U4 und am 21.3 in 4.08
Do 21.03.19 09:00 - 14:30 Beide Termine finden am Landesinstutut für Schule am Weidedamm 20 in Bremen Findorff statt. Am 7.3 in 4.U4 und am 21.3 in 4.08
Mona Bektesi (LIS)
10-79-5-FD2-8Praxisorientierte Elemente (Nachbereitung) [h]
Beide Termine finden am Landesinstutut für Schule am Weidedamm 20 in Bremen Findorff statt. Am 8.3 in 4.02 und am 22.3 in 4.02

Seminar

Einzeltermine:
Fr 08.03.19 09:00 - 14:30 Beide Termine finden am Landesinstutut für Schule am Weidedamm 20 in Bremen Findorff statt. Am 8.3 in 4.02 und am 22.3 in 4.02
Fr 22.03.19 09:00 - 14:30 Beide Termine finden am Landesinstutut für Schule am Weidedamm 20 in Bremen Findorff statt. Am 8.3 in 4.02 und am 22.3 in 4.02
Mona Bektesi (LIS)

GR4 Deutsch als Zweitsprache (mit Kontrastsprache) Pflichtmodul 9 CP / 6 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Andrea Daase, Kontakt: adaase@uni-bremen.de

Das Modul "GR4 Deutsch als Zweitsprache (mit Kontrastsprache)" besteht aus 3 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet im Sommer- (nur Kontrastsprache) und im Wintersemester (Vorlesung und vertiefendes Seminar) statt. Die Studien- und Pruefungsleistungen entnehmen Sie bitte der Modulbeschreibung.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/GR4.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-5-GR4-1Kontrastsprache Russisch

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:15 - 13:45 MZH 1460 (2 SWS)

Die Veranstaltung Kontrastsprache Russisch wendet sich an Studierende des Faches Deutsch als Zweitsprache/Deutsch als Fremdsprache, die Einblicke in Bau und Funktionsweise einer in der Bundesrepublik Deutschland häufig vertretenen Migrantensprache gewinnen wollen. Der Kurs wendet sich aber ebenso an Sprachinteressierte, die mit dem Russischen einen wichtigen Vertreter der slawischen Sprachfamilie näher kennenlernen möchten.
Anhand des Lehrbuchs „Kljutschi 1“ von Ludmila Sokolova und Heiner Zeller wollen wir versuchen, den Bau der russischen Sprache in den Bereichen Lautung und Schreibung,, Morphologie, Syntax und Wortbildung genauer zu betrachten.
Dabei werden Aspekte des kontrastiven Vergleichs der russischen und der deutschen Sprache eine wichtige Rolle spielen.

Dr. Claudia Happe
10-79-5-GR4-2Kontrastsprache Arabisch

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Mi 14:15 - 17:15 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) GW2 B1700 (2 SWS)
Dr. Jamshid Ibrahim, M.A. (LB)
10-79-5-GR4-3Kontrastsprache Türkisch (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:15 - 15:45 SFG 2070 (2 SWS)
Dr. Mehmet Latif Durlanik
10-79-5-GR4-4Kontrastsprache Türkisch (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 SFG 2070 (2 SWS)
Dr. Mehmet Latif Durlanik

GR5 Vertiefung Literatur (professionsbezogen) Pflichtmodul (im „großen“ Fach) / Wahlpflichtmodul (im „kleinen“ Fach) 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Dr. Tobias Kurwinkel, Kontakt: kurwinkel@uni-bremen.de

Das Modul "GR5 Vertiefung Literatur (professionsbezogen)" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet regelmaessig im Sommersemester statt und schliesst mit einer Praesentation oder kleinen Hausarbeit im Zusammenhang mit einer der beiden Lehrveranstaltungen ab.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-5-GR5-01Politische Kinder- und Jugendliteratur

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 SFG 0140 GW2 A4020 (2 SWS)

„So gesehen wären auch alle aktuellen literarischen Texte, die eine politische Haltung verweigern, im eigentlichen ‚politisch‘ – ob sie es wollen oder nicht.“ (Janke 2013: 4)
Das Seminar sucht dieser These nachzugehen und sie im Rahmen eines überblicksartigen Zugriffs auf kinder- und jugendliterarische Texte zu überprüfen. Zudem wird angesichts aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen der Kinder- und Jugendliteratur (erneut) eine große Rolle im Rahmen der politischen Sozialisation zugeschrieben. Im Rahmen der Analyse ausgewählter Texte soll die Frage beantwortet werden, ob und wie kinder- und jugendliterarische Texte diese Aufgabe erfüllen können.

Stefanie Jakobi
10-79-5-GR5-02Erich Kästner im Medienverbund

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 GW2 B1400 NUR Mo. + Di. GW2 B1410 (2 SWS)

Erich Kästner im Medienverbund.
Mit dieser Betitelung soll nicht allein darauf aufmerksam gemacht werden, dass Erich Kästner nicht nur ein erfolgreicher Romancier war, sondern ebenso ein vielseitiger Lyriker, Publizist, Journalist sowie Theater- und Kabarettautor. Sein Œuvre überschreitet somit bereits in seiner Entstehung mediale Grenzen. Verstärkt wird dies noch durch die zahlreichen Adaptionen seines Werkes – ob als Film, Comic, Hör- oder Brettspiel. Zudem adressiert Kästner die mediale Vernetzung seines Werkes – lässt "Emil und die drei Zwillinge" mit der Verfilmung des Vorgängerbandes beginnen oder taucht als Erzähler und Figur in der ersten Verfilmung von "Das fliegende Klassenzimmer" auf. Das Seminar will diesen unterschiedlichen Bereichen von Kästners Werk analytisch nachgehen.

Stefanie Jakobi
10-79-5-GR5-03Die Bilderbücher von Oliver Jeffers

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 MZH 1460 (2 SWS)

Das Bilderbuch als „Spezialkunst für Kinder“ (Jens Thiele) stellt eine originäre und bi-codale Buchgattung der Kinder- und Jugendliteratur dar und wird in zahlreichen unterschiedlichen Erscheinungsformen realisiert – von der App zum Fühl-Bilderbuch bis zum Comic. Im Seminar werden wir uns anhand von Tobias Kurwinkels "Bilderbuchanalyse" einen theoretischen Einblick in die Analyse von Bilderbüchern verschaffen und dabei gezielt auf die Bilderbücher des nordirischen Bilderbuchillustratoren und -autoren Oliver Jeffers zurückgreifen.

Stefanie Jakobi
10-79-5-GR5-04Der Jugendroman. Von "Ein Pferd namens Milchmann" bis "Zum Beispiel Colleen"

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 08:15 - 09:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) GW2 B1400 NUR Mi. - So. (2 SWS)

Trotz des großen und anhaltenden Erfolgs der Pferdeliteratur wird dieser in der literaturwissenschaftlichen Betrachtung bis dato wenig Aufmerksamkeit zuteil. Im Rahmen des Seminars werden wir uns gemeinsam einer Auswahl an Texten zuwenden, um zu begründen, inwiefern das Pferdebuch als Jugendroman fungiert und sich in diesem Kontext zwischen Mädchen-, Tier-, Detektiv-, und Abenteuerroman situieren lässt. Im Fokus steht jedoch die gemeinsame analytische Arbeit an den ausgewählten Texten.

Stefanie Jakobi
10-79-5-GR5-05Der Initiationsroman

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 GW1 B0100 GW1 B2070 (2 SWS)
Dr. Hadassah Stichnothe
10-79-5-GR5-06Die Bilderbücher Shaun Tans

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 GW2 B1405 NUR Mo. + Di. (2 SWS)

Der australische Illustrator, Schriftsteller und Filmemacher Shaun Tan gehört zu den vielseitigsten Bilderbuch-Künstlern der Gegenwart. Seine Werke überschreiten häufig Genregrenzen wie die zwischen Bilderbuch und Graphic Novel, aber auch zwischen Kinder- und Erwachsenenliteratur. Für sein kinderliterarisches Werk erhielt Tan u.a. den Astrid Lindgren Memorial Award und den Deutschen Jugendliteraturpreis. Die Verfilmung seines Bilderbuchs "Die Fundsache" (The Lost Thing) gewann 2011 den Oscar für den besten animierten Kurzfilm.
In diesem Seminar werden wir uns mit den Bilderbüchern von Shaun Tan beschäftigen. Zur theoretischen Vorbereitung empfohlen sei die "Bilderbuchanalyse" von Tobias Kurwinkel, mit der wir auch im Seminar arbeiten werden.

Dr. Hadassah Stichnothe
10-79-5-GR5-07Konstruktionen von Weiblichkeit in der KJL

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:15 - 13:45 GW2 B2900 SFG 2070 (2 SWS)
Dr. Hadassah Stichnothe
10-79-5-GR5-11Märchen
Blockseminar, Termine werden vor Semesterbeginn bekannt gegeben.

Seminar

Einzeltermine:
Sa 15.06.19 10:00 - 16:00 GW2 B1410
So 16.06.19 09:00 - 15:00 GW2 B3009 (Großer Studierraum)
Sa 29.06.19 10:00 - 16:00 GW2 B3009 (Großer Studierraum)
So 30.06.19 09:00 - 15:00 GW2 B3009 (Großer Studierraum)
Alina Gierke (LB)
10-79-5-GR5-12Von Alina Bronsky bis Dilek Zaptçioglu. Diversität in der Kinder- und Jugendliteratur
Blockseminar, Termine werden vor Semesterbeginn bekannt gegeben.

Seminar

Einzeltermine:
Fr 17.05.19 14:00 - 16:00 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)
Mi 05.06.19 10:00 - 12:15 GW2 B1700
Fr 21.06.19 12:00 - 16:00 GW2 B1580
Fr 21.06.19 16:00 - 18:00 GW2 B1700
Sa 22.06.19 10:00 - 16:00 SFG 2060
So 23.06.19 10:00 - 16:00 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)
Fr 28.06.19 08:00 - 14:00 SFG 1040

Als sozialwissenschaftliches Konzept wurzelt der Begriff der Diversität in der US-amerikanischen Anti-Diskriminierungs- und Gleichberechtigungsbewegung der 1960er und 1970er Jahre. Während vormalige Definitionen auf der Basis von Unterscheidungskriterien dichotome Zuschreibungsprozesse zulassen, verschiebt sich der Begriff heutzutage zugunsten individualisierender Merkmalsausprägungen. Diese erlauben es, Menschen in ihrer gesamten Vielfältigkeit zu betrachten. Die damit im Zusammenhang stehenden gesellschaftlichen Entwicklungen werden in diversitätssensiblen Diskursen aufgegriffen und finden ebenso Eingang in die Kinder- und Jugendliteratur. Das Spektrum reicht hier vom Bilder- und Vorlesebuch bis hin zum fantastischen Roman und beobachten lassen sich explizite Aushandlungen wie in Boies "Bestimmt wird alles gut" (2016) bis hin zu subtilen Mit-Thematisierungen wie beim "Zebra unterm Bett" (Orths & Meyer 2015).
Im Seminar stehen zunächst Diversitätskonzepte aus interdisziplinärer Perspektive zur Betrachtung. Eine kritische Reflexion des Kulturbegriffs in diesem Kontext sowie vielfältig zur Diskussion gestellter Diversitätsmerkmale schließen sich an. Ausgehend von dieser theoretischen Annäherung werden dann literaturwissenschaftliche Fragestellungen wie solche nach der thematischen, motivischen, sprachlichen, narrativen oder bildbezogenen Gestaltung von Diversität in zeitgenössischer Kinder- und Jugendliteratur zentral. Die Auseinandersetzung mit diesen Fragen erfolgt in Bezug auf eine exemplarische Primärtextauswahl, die im Seminar bekanntgegeben wird.

Sabrina Tietjen, M.Ed. (LB)

Modul Bachelorarbeit, Pflichtmodul 12 (15) CP

Modulbeauftragter: Vorsitzender der Studienkommission Germanistik/Deutsch, Dr. Andreas Rothenhoefer, Kontakt: skgerm@uni-bremen.de
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-6-01Begleitseminar zur Abschlussarbeit (BA, MA) [Mediävistik]
Termine nach Vereinbarung, 14-tägig

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Fr 10:00 - 12:00 GW2 B1170

Sie besuchen dieses Begleitseminar, wenn Sie bei mir Ihre Bachelor- oder Masterarbeit schreiben (Betreuerin und Erstgutachterin). Das Begleitseminar findet vierzehntägig statt, der Termin wird in Absprache mit den Teilnehmer_innen festgelegt. Behandelt werden z.B. Themenfindung, Textauswahl, Literaturrecherche, methodisches Vorgehen, Entwicklung einer konkreten Fragestellung und alle Fragen und Probleme, die Sie evtl. haben. Sie sollen im Laufe des Semesters ein kurzes Exposé Ihrer Arbeit vorstellen und vielleicht auch schon ein Kapitel der Arbeit vortragen (oder mir zu lesen geben).

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock
10-79-6-02Begleitseminar zur Abschlussarbeit-Arbeit (BA, MA) [Mediävistik]

Seminar

Termine nach Vereinbarung

Dr. Jana Jürgs
10-79-6-04Begleitseminar zur BA-Arbeit [NL]

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Mi 16:15 - 17:45 GW2 B1170 (1 SWS)

Einzeltermine:
Mi 10.04.19 16:15 - 17:45 GW2 B1632
Mi 24.04.19 16:15 - 17:45 GW2 B1632

Das Kolloquium findet im vierzehntägigen Rhythmus statt und verfolgt das Ziel der Prozeßgenerierung und Prozeßbegleitung für entstehende BA-Arbeiten im Bereich der neueren deutschen Literaturwissenschaft. Vorgesehen ist eine Dreiteilung der Themenfelder, auf die die Studierenden großen Einfluß nehmen sollen. Zunächst ist eine allgemeine Orientierung über rechtliche und formale Aspekte vorgesehen. In einer zweiten Phase sollen arbeitsstandbegleitend Probleme der Fragestellung, der Gliederung, der Darstellung und anderer Strategien diskutiert werden.
In einer dritten Phase sollen einzelne Arbeitsfelder (wie z.B. Literaturverfilmung, Literatur und Geschichte, Textanalyse, Methoden etc.) bearbeitet werden, die entweder grundlegend sind oder für einzelne Projektgruppen relevant sind. In die zweite und die dritte Phase soll auch die Besprechung der Exposés einbezogen werden.
Das Kolloquium steht allen Studierenden offen, die Ihre Abschlußarbeiten schreiben möchten. Wenn Sie mich als Erstgutachter Ihrer Arbeit vorgesehen haben, melden Sie sich bitte vor Beginn des Kolloquiums in einer meiner (Ferien-)Sprechstunden an, da ich nur eine begrenzte Zahl von Arbeiten betreuen kann.

PD Dr. Martin Schierbaum
10-79-6-05Begleitseminar zur Erstellung der Bachelorarbeit
Workshop Attending the Bachelor Thesis Production

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Do 12:15 - 13:45 GW2 B1170 (1 SWS)

An diesem Begleitseminar kann und sollte teilnehmen, wer unter meiner Betreuung eine Bachelorarbeit anfertigt. Die Betreuungsabsprache, vor der zumindest eine erste Projektidee stehen sollte, sollte gegen Ende des Wintersemesters erfolgen oder möglichst kurz danach. Am besten kommen Sie einfach in meine Sprechstunde.

Der übliche, grobe Zeitplan für die Erstellung der Arbeit, der zudem einen problemlosen Übergang in sich anschließende Masterprogramme garantiert, ist in etwa dieser:
Vorgespräche und Betreuungsabsprache: Januar bis März
Begleitseminar mit drei Phasen (s. u.): April bis Juli
Anmeldung der Arbeit: Mai, Anfang Juni
Abgabe der Arbeit: Ende Juli bis Anfang September
Fertigstellung der Gutachten: August, September

Die Organisation und der Zeitplan für dieses Begleitseminar werden sich stark an den konkreten TeilnehmerInnen, ihren Projekt- und Zeitplänen ausrichten. Näheres klären wir in der ersten Sitzung.

Grundsätzlich werden wir uns natürlich an den in der Modulbeschreibung ausgewiesenen Phasen orientieren:
(I) Entwicklung von Themen- und Fragestellungen (wohl im April),
(II) Erstellung von Gliederungen, Strukturplänen und/oder Exposés (wohl im Mai),
(III) Begleitung der Schreibphase (wohl im Juni/Juli).

Das Modul wird mit der Bachelorarbeit abgeschlossen.

Für die (aktive) Teilnahme an der Veranstaltung (die als Studienleistung betrachtet wird) bekommen Sie 3 CPs, die im Bachelor Profilfach als General Studies-Punkte und die in der Lehramtsoption als Punkte im Bereich der Schlüsselqualifikationen gewertet werden (können).

Dr. Uwe Spörl
10-79-6-06Begleitseminar zur BA-Arbeit [NL]
Termine nach Vereinbarung

Seminar

Einzeltermine:
Do 13.06.19 12:00 - 15:00 A3880 (Dekanatsraum)
Do 04.07.19 12:00 - 15:00 A3880 (Dekanatsraum)
Prof. Dr. Axel Dunker
10-79-6-07Begleitseminar zur Abschlussarbeit [Linguistik] (BA, MA)
Termine nach Vereinbarung

Seminar

Einzeltermine:
Fr 12.04.19 15:00 - 19:00 GW2 B1630
Di 14.05.19 12:15 - 13:45 GW2 A4330
Di 21.05.19 12:15 - 13:45 GW2 A4330
Di 04.06.19 12:15 - 13:45 GW2 A4330
Sa 22.06.19 10:00 - 15:00 GW2 A4330

Teilnahmevoraussetzung: Interesse an einer Abschlussarbeit im Bereich der deutschen Sprachwissenschaft; in der Regel findet zunächst ein persönliches Vorgespräch in der Sprechstunde statt. Das Begleitseminar dient der Reflexion, Erarbeitung, Vorstellung und gemeinsamen Diskussion von Arbeitsschritten, Gegenstandsbestimmungen, wissenschaftlichen Fragestellungen, Themenvarianten, Gliederungsentwürfen, Methodensettings, theoretischen Grundlagen und Formulierungsentwürfen, die in Zusammenhang mit einer geplanten Abschlussarbeit in der Deutschen Sprachwissenschaft stehen. Eine Teilnahme wird, sofern sie nicht in der Studienordnung verpflichtend vorgesehen ist, dringend empfohlen. Eine Terminabstimmung wird nach Anmeldung in Stud.IP durchgeführt.

Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-6-08Begleitseminar zur Abschlussarbeit [Linguistik] (BA, MA)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 18:15 - 19:45 GW2 B2890 (2 SWS)
Prof. Dr. Ingo Hans Warnke
10-79-6-09Begleitseminar zur BA-Arbeit [Linguistik]

Seminar
Dr. Claudia Happe
10-79-6-10Begleitseminar zur BA-Arbeit [KJL]

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 2) Do 12:15 - 13:45 FVG M0160 (1 SWS)
Stefanie Jakobi
10-M79-IV-1Begleitseminar zur Abschlussarbeit (BA, MA) [Mediävistik]
14-täglich n.V.; erste Sitzung 4.4.19

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Do 12:15 - 13:45 Externer Ort: GW2 B3375 (1 SWS)

Einzeltermine:
Do 25.04.19 12:15 - 13:45 GW2 B3375
Do 09.05.19 12:15 - 13:45 GW2 B3375
Do 06.06.19 12:15 - 13:45 GW2 B3375
Do 20.06.19 12:15 - 13:45 GW2 B3375

Wenn Sie bei mir eine Bachelor- oder Masterarbeit schreiben, besuchen Sie das Begleitseminar. Es begleitet die Konzeption und Abfassung mediävistischer Bachelor- und Master-Arbeiten im jeweils letzten Semester Ihres BA- bzw. MA-Studiums. Sie werden unterstützt bei der Entwicklung Ihrer Themen- und Fragestellungen, der Erstellung von Gliederungen und Exposés und in der Schreibphase Ihrer Arbeit. Problemstellungen und Argumentationsgang der Arbeiten sollen in Kurzvorträgen vorgestellt und diskutiert werden.
Thematisch liegt der Schwerpunkt auf der Literatur (ggf. auch Sprache und Kultur) des Mittelalters und der frühen Neuzeit (einschließlich neuzeitlicher Mittelalterrezeption und populärem Mittelalter).

Studienleistung: Kurzvortrag.

Prof. Dr. Elisabeth Lienert
Aktualisiert von: TYPO3-Support