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Veranstaltungsverzeichnis

Lehrveranstaltungen WiSe 2021/2022

Germanistik Fachwissenschaften/Fachdidaktik, M.Ed.

Veranstaltungen anzeigen: alle | in englischer Sprache | für ältere Erwachsene | mit Nachhaltigkeitszielen

Master of Education (M.Ed.) 2.0

Masterstudiengänge "Lehramt an Gymnasien und Oberschulen" (im Anschluss an die Lehramtsoption im BA 2.0 Germanistik/Deutsch) sowie "Lehramt an Grundschulen" bzw. "Lehrämter inklusive Pädagogik/Sonderpädagogik und Grundschule" (im Anschluss an den BA Bildungswissenschaften im Primar- und Elementarbereich)

Vgl. die entsprechenden Studienverlaufspläne unter
http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/med2/verlauf.aspx

A3 Literaturtheorie und literaturwissenschaftliche Methodologie 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Axel Dunker, Kontakt: adunker@uni-bremen.de

Das Modul Literaturtheorie und literaturwissenschaftliche Methodologie findet regelmaessig im Wintersemester statt. Es fuehrt anhand von exemplarischen Gegenstaenden und Themen in die genannten Stoffgebiete ein. Aus dem Veranstaltungsangebot sind Veranstaltungen im Umfang von mindestens 4 SWS auszuwaehlen.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/A3.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-3-A3-01Disability History der Vormoderne

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:15 - 13:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)

Das Seminar erprobt einen noch relativ neuen Ansatz, vormoderne literarische Texte zu deuten: Behinderung, chronische Krankheit, Schwäche und altersbedingte Beeinträchtigungen werden nicht als Motive oder Themen untersucht, sondern daraufhin befragt, welche Sinngebung Texte mit der dargestellten körperlichen, geistigen und ggf. seelischen Differenz verbinden. Es zeichnet sich in der mittelalterlichen Literatur ein Verständnis von 'Behinderung' als funktionale Abweichung ab, das 'Beeinträchtigungen' auf die Erfüllung von (v.a. literarisch konstruierten) Rollen bezieht, z.B. der des Herrschers oder der Herrscherin, des Kämpfers, des Geistlichen, des Familienoberhauptes, des Ehemanns/der Ehefrau. Daneben lässt sich ein religiöses Verständnis erkennen, das 'dis/ability' im Kontext von Sündenstrafe und irdischer Hinfälligkeit sieht, deutliche moraldidaktische Einschläge aufweist und geschlechtsspezifisch konstruiert sein kann. Auch sozialgeschichtliche und medizinische Perspektiven sowie das zu allen Zeiten schwierige Thema ‚Behinderung und Komik‘ werden behandelt. Zu den meist in Ausschnitten behandelten Texten gehören die ‚Nibelungenklage‘, der ‚Parzival‘, der ‚Iwein‘ und verschiedene Schwankdichtungen des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit.
Für dieses Seminar besteht bei Bedarf und nach individueller Absprache die Möglichkeit einer barrierearmen Teilnahme.

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock

B3 Sprache in Denken und Handeln 6 CP/ 4 SWS

Modulbeauftragter: Dr. Andreas Rothenhoefer, Kontakt: rothenhoefer@uni-bremen.de

Das Modul \"B3 Sprache in Denken und Handeln\" macht die Studierenden mit linguistischen Theorien und Methoden der Semantik und Pragmatik vertraut. Das Modul erstreckt sich ueber ein Semester (Winter); es umfasst zwei entsprechende Seminare, aus denen zwei Studienleistungen und eine Pruefungsleistung erbracht werden.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/B3.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-77-3-B1.1-1Kontrastive Linguistik Französisch-Deutsch

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 08:30 - 10:00 GW2 B2890 SFG 2070 (2 SWS)

In diesem Seminar wollen wir die französische und die deutsche Sprache hinsichtlich ihrer Strukturen und Verwendungsweisen kontrastiv betrachten. Nachdem wir uns mit der Methodik der kontrastiven Linguistik vertraut gemacht haben, werden wir sowohl syntaktische, morphologische und phonologische Phänomene als auch lexikalische oder pragmatische Aspekte des Französischen und Deutschen vergleichend untersuchen. Ebenso ist es geplant, dass wir uns kontrastiv mit Textsorten und Varietäten (z.B. Jugendsprache) beschäftigen.
Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Beherrschung der französischen Sprache.

Literatur:
Blumenthal, P. (1997): Sprachvergleich Deutsch-Französisch. 2., neubearb. und erg. Aufl. Tübingen, Niemeyer. Theisen, J. (2016): Kontrastive Linguistik. Eine Einführung. Tübingen, Narr.

Dr. Katrin Mutz

A14 Literatur des Mittelalters und der frühen Neuzeit 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Elisabeth Lienert, Kontakt: elienert@uni-bremen.de
fuer Fragen der Notenverwaltung ausschliesslich biskup@uni-bremen.de

Das Wahlpflichtmodul Literatur des Mittelalters und der Fruehen Neuzeit vertieft das literaturgeschichtliche Studium im Bereich der vormodernen Literatur (8. – 16. Jahrhundert) und ihrer Rezeption. Es wird regelmaessig im Winter- und im Sommersemester angeboten.
Das Modul besteht aus zwei verpflichtenden Veranstaltungen im Umfang von insgesamt 4 SWS.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/A14.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-M79-A2-02Faustvariationen

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 12:15 - 13:45 GW2 B2890 (2 SWS)

Die Geschichte von Faust gilt als ‚der’ große deutsche Mythos der Neuzeit, der in zahllosen deutschen (z.B. Lessing, Goethe, Grabbe, Thomas Mann) und fremdsprachigen (z.B. Marlowe, Bulgakow) Bearbeitungen Einzug in die Weltliteratur hielt. Ein Georg (oder Johann?) Faust aus Baden hat von ca. 1460-1530 tatsächlich gelebt; er scheint ein reisender Magier, Astronom, Astrologe und Quacksalber gewesen zu sein, der nirgends lange bleiben wollte oder durfte. Schon bald nach seinem Tod ist von einem schwarzen Hund die Rede, der mit Faust gereist sei, von Teufelsbeschwörung und der Tötung durch den Teufel. Um 1575 werden dann in Erfurt Geschichten aufgeschrieben, in denen erstmals explizit von einem Teufelspakt die Rede ist. 1587 ist die ‚Historia von D. Johann Fausten’ der Sensationserfolg auf der Frankfurter Buchmesse und stellt den ersten Fausttext von literarischer Weltbedeutung dar. Im Mittelpunkt des Seminars steht die 'Historia'; weitere Texte werden gemäß den Interessen der Teilnehmer:innen hinzugezogen.
Für die verschiedenen Studiengänge und Module gelten unterschiedliche Anforderungen, die in der ersten Sitzung erklärt werden.

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock

A16 Deutsche Literaturwissenschaft vertieft Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Axel Dunker, Kontakt: adunker@uni-bremen.de

Die Lehrveranstaltungen, typischer Weise Seminare, entstammen dem Spezialisie-
rungsbereich „Neuere deutsche Literatur und Ästhetik“ des Master Germanistik.
Aus dem Veranstaltungsangebot sind Veranstaltungen im Umfang von 4 SWS auszuwählen.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/A16.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-M79-B1-01Literarische Kodierungen von Gewalt

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)

Literarische Kodierungen von Gewalt
Das 20. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Gewalt, von den Gräueln des Kolonialismus über die Weltkriege, den Epochenbruch des Holocaust bis zu den Genoziden in Ruanda und Ex-Jugoslawien und den großen Terroranschlägen, nicht zu vergessen psychische und institutionelle Gewalt. Kunst und Literatur müssen dafür eine Sprache finden, die weder verharmlost noch ästhetisiert oder voyeuristisches Vergnügen aus der dargestellten Gewalt zieht. Oder ist es gar nicht sinnvoll, bestimmte Gewaltereignisse direkt darstellen zu wollen?
Neben den gewaltsamen Inhalten stellt sich aber auch die Frage nach der Form – gibt es eine spezifische Affinität zwischen Ästhetik und Gewalt, gar ein „Bedingungsverhältnis“ zwischen beiden (K.H. Bohrer)? Zu sprechen sein wird auch von der Affinität zwischen dem Grausamen und Schrecklichen und dem Schönen und von der Faszination, die von der Inszenierung der Gewalt ausgehen kann.
Das Seminar verfolgt das Verhältnis zwischen Ästhetik und Gewalt von der antiken Tragödie und bei Homer über Shakespeare und einige Autoren, die eine besondere Affinität dazu zu haben scheinen (Kleist, Kafka) bis zu den gewaltvollen Ereignissen der Moderne: den Weltkriegen (Jünger, Schmidt), Folter (Améry), Hinrichtungen (Weiss), Holocaust (Littell), dem Genozid in Ruanda (Bärfuss), 9/11 (Peltzer), globalen Gewaltverhältnissen (Jelinek).
Literatur: Johannes Müller-Salo (Hg.): Gewalt. Texte von der Antike bis in die Gegenwart. Stuttgart 2018; Karl Heinz Bohrer: Imaginationen des Bösen. Zur Begründung einer ästhetischen Kategorie. München/Wien 2004; Sven Kramer: Die Folter in der Literatur. Ihre Darstellung in der deutschsprachigen Erzählprosa von 1740 bis nach Auschwitz. München 2004; Wolfgang Müller-Funk: Crudelitas. Zwölf Kapitel einer Diskursgeschichte der Grausamkeit. Berlin 2021

Prof. Dr. Axel Dunker
10-M79-B1-02Theodor Fontane und das Erzählen im Realismus
Theodor Fontane and the Narratives of Realism

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:15 - 13:45 SH D1020 (2 SWS)

In der Literaturwissenschaft und ihren Nachbardisziplinen gibt es unterschiedliche Begriffe und Verständnisweisen von Realismus, die miteinander konkurrieren, aber auch miteinander verknüpft werden können. Drei Konzepte seien hier besonders erwähnt, die Liste könnte aber variiert und fortgesetzt werden: (1) (Bürgerlicher / Poetischer) Realismus als literaturgeschichtliche Epoche in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts; (2) (Externer) Realismus als Übereinstimmung einer Darstellung oder Repräsentation, z.B. einer fiktionalen Erzählung, mit der Wirklichkeit oder ihren Gesetzmäßigkeiten; (3) Realismus (der Darstellung) als Nutzung von dem Publikum vertrauten Darstellungsstrategien, so dass das Dargestellte als real erscheint.

Theodor Fontanes Romane und Erzählungen dürften diese und ähnliche Bestimmungen von „Realismus“ allesamt erfüllen, jedenfalls wird sein Erzählwerk häufig entsprechend ausgewiesen: Sie sind zweifellos der Epoche Realismus zuzuordnen, sie bilden offensichtlich die (gesellschaftlichen) Zustände im Preußen der Zeit oder einer jüngeren Vergangenheit nach und zwar in einer Art und Weise, die bestimmend wurde für realistische Darstellungsstrategien weit über die Epoche des Realismus hinaus.

Es sollte also lohnen, sich das Erzählwerk Fontanes zu erschließen als Werk, das und wie es diesen unterschiedlichen Anforderungen an Realismus genügt und umgekehrt das realistische Erzählen Fontanes als Gegenstand zu nutzen, um die verschiedenen Versionen einschlägiger Realismus-Konzepte besser zu durchdringen. Kurz: Es sollen literaturgeschichtliche mit theoretisch-systematischen Fragen verknüpft werden.

Wir werden auf jeden Fall folgende Erzähltexte von Fontane lesen (und da es sich z.T. um nicht ganz kurze Texte handelt, lohnt es sich, damit vor Semesterstart anzufangen):
Schach von Wuthenow. Erzählung 1883;
Unterm Birnbaum. Kriminalgeschichte 1885;
Irrungen, Wirrungen. Berliner Roman 1888;
Effi Briest. Roman 1896.
Fontanes Texte sind in zahlreichen (Taschen-)Buchausgaben verfügbar, auch digital natürlich und in allen Bibliotheken greifbar. Zu lesende theoretische Texte werde ich als PDFs zur Verfügung stellen. Das genaue Seminarprogramm gebe ich Mitte September in Stud.IP bekannt.

Das Seminar ist beheimatet im M.A. Germanistik und wird dort angeboten in den Modulen B1, B2, D2 und D4. Es ist aber auch studierbar im Modul A16 des Master of Ed. Deutsch (Gy/OS) und im Profilmodul Literatur des MA Transnationale Literaturwissenschaft. Die von den Prüfungsordnungen und Modulbeschreibungen je vorgesehenen Prüfungsformen für den Modulabschluss
mündliche Prüfung einerseits und (kleine und große) Hausarbeit andererseits -- werden allesamt für dieses Seminar angeboten.

Dr. Uwe Spörl
10-M79-B1-03Landlebendiskurse der Aufklärung

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 18:00 - 20:00 SFG 2030
Dr. Jan Gerstner
10-M79-B1-04Theorien und Texte zur literarischen Spannungserzeugung

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)
Hauke Harm Kuhlmann
10-M79-B2-01Literatur und Politik am Beispiel der Biermann-Ausbürgerung und des deutschen Literaturstreits

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:15 - 13:45 GW1 B0080 (2 SWS)

Das Verhältnis von Literatur und Politik wird von Jahrzehnt zu Jahrzehnt neu definiert und neu gestaltet. In den letzten Jahrzehnten ist es von der Literatur und von der Forschung weniger be-trachtet worden. Dennoch haben Christine Lubkoll u.a. 2018 diesem Thema einen Sammelband gewidmet, der zusammen mit Dieter Lampings Werk zur politischen Lyrik die theoretische Grundla-ge des Seminars bilden soll.
Zwei literarische und literaturpolitische Ereignisse, deren Vorgeschichte und deren Verarbeitung in der Gegenwartsliteratur sollen den Gegenstandbereich des Seminars bilden: die Biermannausbürgerung und der deutsche Literaturstreit von 1990. Öffentliche Auseinandersetzungen und Literaturskandale bieten immer wieder die Möglichkeit, die Begriffe von Literatur und die gegeneinander ins Debattenfeld geführten Positionen zu diskutieren. Andererseits liefert die Vorgeschichte der Biermannausbürgerung in der DDR-Literatur, die spätestens 1971 beginnt, ein breites Spektrum literarischer Texte, die die Konstellation von Literatur und Politik immer wieder neu durchspielen und Angebote für Veränderungen machen. Darunter Texte von Ulrich Plenzdorf, Karl Mickel, Wolf Biermann.
Die Ausbürgerung Biermanns ging mit einer deutlichen Verschlechterung der Situation für Kunst und Literatur einher, auch sie wird von der Literatur, u.a. von Heiner Müller kommentiert. Schließlich versucht u.a. Volker Braun, mit mehreren Texten in die Debatte zur Verarbeitung der Krise einzugreifen.
Christa Wolfs Erzählung „Was bleibt“, die sich mit der Biermannausbürgerung und deren Folgen für die Kulturszene und die Gesellschaft der DDR Mitte der 1970er Jahre auseinandersetzt, löste den deutschen Literaturstreit der 1990er Jahre aus. Von westdeutschen Publizisten wurde nicht allein die Literatur Wolfs und deren politisches Engagement in Frage gestellt, sondern auch die Rolle der Literatur in der DDR-Gesellschaft insgesamt kritisiert. Auch in dieser Konstellation spielen Fragen der politischen Literatur eine zentrale Rolle, wenn es darum geht Positionierungen der Literatur zum Staat zu diskutieren und die Verarbeitung dieser Auseinandersetzungen in der Literatur zu analysieren. Texte von Christa Wolf, Wolfgang Hilbig und Thomas Brussig sollen in diesem Kontext gelesen werden.

Zur Einführung: Dieter Lamping: „Wir leben in einer politischen Welt“. Lyrik und Politik seit 1945, Göttingen 2008.
Christine Lubkoll, Manuel Illi, Anna Hampel Hg.: Politische Literatur. Begriffe, Debatten, Aktualität, Stuttgart 2018.
Thomas Anz Hg.: Es geht nicht um Christa Wolf. Der Literaturstreit im vereinten Deutschland, Frankfurt a.M. 1995.

PD Dr. Martin Schierbaum
10-M79-B2-02Die Gewalt, die Kunst, die Liebe und die Pest. Renaissancismus in der Literatur des späten 19. Jahrhunderts
Praesenz

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 18:15 - 19:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)

Seminar: Die Gewalt, die Kunst, die Liebe und die Pest. Renaissancismus in der Literatur des spaeten 19. Jahrhunderts (10-M79-B2-02)
Fachmaster Germanistik Master Module B1, B2, D2, D3, D4; M.Ed. Modul A 16
woechentlich und in Praesenz Do 18:15 - 19:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)

Die Verfallsaesthetik des Fin de siècle verbindet sich in auffaelliger Weise mit modischen Bezuegen auf die Renaissance. Wie die eigene Zeit um 1900 gilt die Renaissance als eine Umbruchepoche, die ihrer Gegenwart ueberdruessig und gleichzeitig nach vorn sehr ratlos ist. Leitend wird die Idee eines voraussetzungslos agierenden Subjekts, das sich über nichts mehr definiert als ueber seine eigenen Energien, ob als Künstler, religioeser Fanatiker, Gewaltherrscher oder Verbrecher – als ein Michelangelo, ein Savonarola oder ein Cesare Borgia. Andere gehen in der Ordnungslosigkeit des Ganzen unter. Das nimmt sich dann etwa so aus wie in einem Roman des Populaerschriftstellers Ludwig Huna (Mona Beatrice, 1913): „Dieser Gondoliere, der da unten mit Laessigkeit seine Gondel vorwaerts treibt, wirft heute Nacht beim Würfelspiel dem Partner das Messer in die Brust, singt dann eine wehmütige Canzone von Reue und ein Spottliedchen auf den Papst, beichtet am Morgen, buhlt mittags mit seinem Mädchen, betrügt es in der folgenden Nacht und laeßt sich uebermorgen mit einer dritten trauen, um dann zur ersten zurueckzukehren.“

Prof. Dr. Thomas Althaus
10-M79-D1-01Digitalität und Literatur

Seminar

Einzeltermine:
Fr 29.10.21 10:00 - 13:00 Online
Fr 17.12.21 10:00 - 15:00 SFG 2070
Fr 07.01.22 10:00 - 15:00 SFG 2070
Fr 14.01.22 10:00 - 15:00 SFG 2070
Fr 21.01.22 10:00 - 15:00 SFG 2070

Wir beschaeftigen uns in dem Seminar mit Theorien, Praktiken und Darstellungsformen von Digitalitaet aus kulturwissenschaftlicher Perspektive. Das Digitale hat seit Beginn des 21. Jahrhunderts praktisch alle Lebensbereiche erfasst und dabei auch das kulturelle Feld in den Aspekten Produktion, Rezeption und Zirkulation tief geprägt.
Wir wollen uns zunächst mit Digitalitaet und ihrem Ort in der gegenwaertigen kulturwissenschaftlichen Theorieproduktion beschaeftigen. Der erste Teil ist folglich der Begriffsarbeit gewidmet. Der zweite Teil beinhaltet Inkursionen im Internet, um Beobachtungen aufstellen über kulturelle Phaenomene der digitalisierten Gegenwart (Trans- und Remedialisierungen, Recycling und Remix).
Im dritten Teil widmen wir uns einer Auswahl von literarischen Texten: einerseits von “neuen” Genres der Netzliteratur und andererseits der Behandlung von Digitalitaet in Print-Literatur. Ziel des Seminars ist es, mit den genannten Phaenomenen vertraut zu machen und sie kulturkritisch einordnen zu können.
Achtung: Der erste und der letzte Sitzungstermin finden digital statt (synchron).

Dr. Linda Maeding
10-M79-D1-02Mädchen, Frau etc.? Gegenwartsliteratur und Gender

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 GW2 B1216 (2 SWS)
Laura Elisabeth Beck

B13 Deutsche Sprachwissenschaft vertieft Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Ingo H. Warnke, Kontakt: iwarnke@uni-bremen.de

Das Modul "B13 Deutsche Sprachwissenschaft vertieft findet regelmaessig im Sommersemester statt; es besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS und schliesst mit einer kleinen Hausarbeit ab. Aus dem Veranstaltungsangebot sind Veranstaltungen im Umfang von mindestens 4 SWS auszuwählen.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/B13.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-M79-C1-01Sprache der Politik – Gegenstände und Methoden der Politolinguistik
Modultyp B/C im Studiengang Language Sciences, M.A. - digital

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 18:15 - 19:45 Online (2 SWS)
Prof. Dr. Ingo Hans Warnke
10-M79-C1-02Sprachkontakt
Modultyp A im Studiengang Language Sciences, M.A.

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 10:15 - 11:45 GW2 B1216 (2 SWS)

Sprachen stehen durch uebereinzelsprachliche Kommunikation und Mehrsprachigkeit der jeweiligen Sprecherschaften in stetigem Kontakt und beeinflussen sich gegenseitig. In diesem Kurs wollen wir ergruenden, wie sich dieser Einfluss phonologisch, lexikalisch und grammatisch auswirkt und welche Faktoren dafuer ursaechlich sind, um auf dieser Grundlage kontaktbedingten Sprachwandel in der deutschen Sprachgeschichte sowie aktuelle Tendenzen zu untersuchen.

Dr. Andreas Jäger
10-M79-C2-01Ökolinguistik
Modultyp B/C im Studiengang Language Sciences, M.A. - digital

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 Online (2 SWS)
Prof. Dr. Ingo Hans Warnke
10-M79-C2-02Multimodale Hermeneutik
Modultyp D im Studiengang Language Sciences, M.A. - hybrid

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 GW1 A0010 (2 SWS)
Dr. Andreas Rothenhöfer

GR3k Kinder - und Jugend - Literatur und - Medien Wahlpflichtmodul 6CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Stefanie Jakobi, Kontakt: jakobist@uni-bremen.de

Das Modul GR3k Kinder - und Jugend - Literatur und - Medien besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS und findet regelmäßig im Wintersemester statt.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/GR3k.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-3-GR3-01Einführung in die Kinder- und Jugendmedien (a)
Die Lehre verbindet synchrone und asynchrone Elemente.

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 SFG 1020 (2 SWS)

Die Einführung in die Kinder- und Jugendmedien vermittelt einen kompakten Einstieg in die Grundfragen und -begriffe der Kinder- und Jugendmedienforschung. Im Mittelpunkt steht die historische Entwicklung von Kinder- und Jugendmedien und ihre Verknüpfung zu zentralen Konzepten wie Kindheit, Jugend und Kinder- und Jugendkultur. Des Weiteren wird in zentrale Zugänge und Konzepte aus dem Bereich der Kinder- und Jugendmedienforschung von All-Age-Literatur bis Transmedialität eingeführt und für die Auseinandersetzung mit ausgewählten Beispielen aus Epik, Lyrik und Dramatik nutzbar gemacht. Berücksichtigt werden dabei die unterschiedlichen medialen Ausdrucksformen kinder- und jugendliterarischen Erzählens und Darstellens.

Hinweis: Das GR3/GR3k-Modul setzt sich aus der Vorlesung „Einführung in die Kinder- und Jugendliteratur und -medien“ und einem vertiefenden Literatur- bzw. Medienseminar zusammen. Um das Modul abzuschließen, muss jeweils
• eine Studienleistung als Portfolio in der Vorlesung bestanden und
• eine Studienleistung im Literatur- bzw. Medienseminar in Form einer Präsentation o. Ä. mit schriftlicher Ausarbeitung absolviert werden.
• Als Modulabschlussprüfung wird eine große Hausarbeit im Zusammenhang mit dem Literatur- bzw. Medienseminar geschrieben.
Dies entspricht 9 CP; im Modul G3k wird statt der Hausarbeit eine mündliche Prüfung absolviert. Zu erwerben sind hier 6 CP.

Dr. Stefanie Jakobi
10-79-3-GR3-02Einführung in die Kinder- und Jugendmedien (b)
Die Lehre verbindet synchrone und asynchrone Elemente.

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 08:15 - 09:45 SFG 2070 (2 SWS)

Die Einführung in die Kinder- und Jugendmedien vermittelt einen kompakten Einstieg in die Grundfragen und -begriffe der Kinder- und Jugendmedienforschung. Im Mittelpunkt steht die historische Entwicklung von Kinder- und Jugendmedien und ihre Verknüpfung zu zentralen Konzepten wie Kindheit, Jugend und Kinder- und Jugendkultur. Des Weiteren wird in zentrale Zugänge und Konzepte aus dem Bereich der Kinder- und Jugendmedienforschung von All-Age-Literatur bis Transmedialität eingeführt und für die Auseinandersetzung mit ausgewählten Beispielen aus Epik, Lyrik und Dramatik nutzbar gemacht. Berücksichtigt werden dabei die unterschiedlichen medialen Ausdrucksformen kinder- und jugendliterarischen Erzählens und Darstellens.

Hinweis: Das GR3/GR3k-Modul setzt sich aus der Vorlesung „Einführung in die Kinder- und Jugendliteratur und -medien“ und einem vertiefenden Literatur- bzw. Medienseminar zusammen. Um das Modul abzuschließen, muss jeweils
• eine Studienleistung als Portfolio in der Vorlesung bestanden und
• eine Studienleistung im Literatur- bzw. Medienseminar in Form einer Präsentation o. Ä. mit schriftlicher Ausarbeitung absolviert werden.
• Als Modulabschlussprüfung wird eine große Hausarbeit im Zusammenhang mit dem Literatur- bzw. Medienseminar geschrieben.
Dies entspricht 9 CP; im Modul G3k wird statt der Hausarbeit eine mündliche Prüfung absolviert. Zu erwerben sind hier 6 CP.

Dr. Stefanie Jakobi
10-79-3-GR3-03Einführung in die Kinder- und Jugendmedien (c)
Die Lehre verbindet synchrone und asynchrone Elemente.

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 SFG 2040 (2 SWS)

Die Einführung in die Kinder- und Jugendmedien vermittelt einen kompakten Einstieg in die Grundfragen und -begriffe der Kinder- und Jugendmedienforschung. Im Mittelpunkt steht die historische Entwicklung von Kinder- und Jugendmedien und ihre Verknüpfung zu zentralen Konzepten wie Kindheit, Jugend und Kinder- und Jugendkultur. Des Weiteren wird in zentrale Zugänge und Konzepte aus dem Bereich der Kinder- und Jugendmedienforschung von All-Age-Literatur bis Transmedialität eingeführt und für die Auseinandersetzung mit ausgewählten Beispielen aus Epik, Lyrik und Dramatik nutzbar gemacht. Berücksichtigt werden dabei die unterschiedlichen medialen Ausdrucksformen kinder- und jugendliterarischen Erzählens und Darstellens.

Hinweis: Das GR3/GR3k-Modul setzt sich aus der Vorlesung „Einführung in die Kinder- und Jugendliteratur und -medien“ und einem vertiefenden Literatur- bzw. Medienseminar zusammen. Um das Modul abzuschließen, muss jeweils
• eine Studienleistung als Portfolio in der Vorlesung bestanden und
• eine Studienleistung im Literatur- bzw. Medienseminar in Form einer Präsentation o. Ä. mit schriftlicher Ausarbeitung absolviert werden.
• Als Modulabschlussprüfung wird eine große Hausarbeit im Zusammenhang mit dem Literatur- bzw. Medienseminar geschrieben.
Dies entspricht 9 CP; im Modul G3k wird statt der Hausarbeit eine mündliche Prüfung absolviert. Zu erwerben sind hier 6 CP.

Dr. Stefanie Jakobi
10-79-3-GR3-04Jon Klassens Bilderbücher
Die Lehre verbindet synchrone und asynchrone Elemente.

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 GW1 B0100 (2 SWS)

Das Seminar sucht die Grundlagen der narratoästhetischen Bilderbuchanalyse zu vermitteln und zudem einen analytischen Einblick in das Werk Jon Klassens zu vermitteln. Als Arbeitsgrundlage dient Tobias Kurwinkels "Bilderbuchanalyse. Narrativik, Ästhetik, Didaktik".

Hinweis: Das GR3/GR3k-Modul setzt sich aus der Vorlesung „Einführung in die Kinder- und Jugendliteratur und -medien“ und einem vertiefenden Literatur- bzw. Medienseminar zusammen. Um das Modul abzuschließen, muss jeweils
• eine Studienleistung als Portfolio in der Vorlesung bestanden und
• eine Studienleistung im Literatur- bzw. Medienseminar in Form einer Präsentation o. Ä. mit schriftlicher Ausarbeitung absolviert werden.
• Als Modulabschlussprüfung wird eine große Hausarbeit im Zusammenhang mit dem Literatur- bzw. Medienseminar geschrieben.
Dies entspricht 9 CP; im Modul G3k wird statt der Hausarbeit eine mündliche Prüfung absolviert. Zu erwerben sind hier 6 CP.

Dr. Stefanie Jakobi
10-79-3-GR3-05Kindlichen Detektiv*innen auf der Spur - Detektivgeschichten transmedial
Blockseminar

Seminar

Einzeltermine:
Di 19.10.21 18:15 - 19:45 GW2 B1216
Sa 15.01.22 - So 16.01.22 (So, Sa) 10:00 - 19:00
Di 01.02.22 18:15 - 19:45

Ob auf Buchseiten, Bildschirmen oder im Hörspiel – Kindliche Detektive und Detektivinnen sind medial präsent. Das Seminar setzt sich aus transmedialer Perspektive mit Kriminalgeschichten für Kinder und Jugendliche auseinander.

Hinweis: Das GR3/GR3k-Modul setzt sich aus der Vorlesung „Einführung in die Kinder- und Jugendliteratur und -medien“ und einem vertiefenden Literatur- bzw. Medienseminar zusammen. Um das Modul abzuschließen, muss jeweils
• eine Studienleistung als Portfolio in der Vorlesung bestanden und
• eine Studienleistung im Literatur- bzw. Medienseminar in Form einer Präsentation o. Ä. mit schriftlicher Ausarbeitung absolviert werden.
• Als Modulabschlussprüfung wird eine große Hausarbeit im Zusammenhang mit dem Literatur- bzw. Medienseminar geschrieben.
Dies entspricht 9 CP; im Modul G3k wird statt der Hausarbeit eine mündliche Prüfung absolviert. Zu erwerben sind hier 6 CP.

Dr. Stefanie Jakobi