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Aktiver Klimaschutz in der UNIVERSITÄT

BUND startet Wassersparkampagne

Wasser ist kostbar! Daß auch in unseren Breitengraden Wasserknappheit ein ernstes Problem sein kann, zeigen die aktuellen Meldungen in der Presse. 

Der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) hat in Zusammenarbeit mit dem Umweltmanagement der Universität jetzt eine großangelegte Wassersparkampagne gestartet. Gemeinsam mit der Gebäudetechnik (GBT) werden in der gesamten Universität Wasserhähne mit wassersparenden Durchflussbegrenzern (sog. 'Perlatoren') ausgestattet. Diese unscheinbaren, aber sehr wirksamen Bauteile stellt der BUND der Universität kostenlos zur Verfügung!

Der Perlator wird einfach an den Ablauf des Wasserhahns geschraubt. Ein kleines Sieb reichert das Wasser beim hindurch strömen mit Luft an und macht den Wasserstrahl angenehm weich. Dank dieser einfachen Technik läuft nur noch ein Bruchteil der ursprünglichen Wassermenge ungenutzt durch den Wasserhahn und viel kostbares Trinkwasser kann eingespart werden. Je nach Bauart beträgt die Wassereinsparung 50% - 80%!

Ein wirklich beeindruckendes Ergebnis, das sich ohne technische Vorkenntnisse in jedem Haushalt kostengünstig realisieren läßt.

19. November ist Welt-Toilettentag

Welt-Toilettentag! Klingt amüsant, nicht wahr? Es geht jedoch um sehr viel mehr!

Ein beträchtlicher Teil der Weltbevölkerung hat keinen Zugang zu fließendem sauberen Wasser und zu Sanitäreinrichtungen. Elementarste Hygiene und die Vermeidung  ansteckender Krankheiten werden damit fast unmöglich. Offen liegende Fäkalien bergen nicht nur ein hohes Risiko für Infektionen. Sie sind ein großes Problem für die Wassergewinnung und das Grundwasser.

In den Slums vieler Entwicklungsländer herrschen nicht zuletzt deshalb katastrophale sanitäre Verhältnisse. Um diese Problematik der Öffentlichkeit deutlich zu machen, wurde von den Vereinten Nationen am 19. Nov. 2003 offiziell der Welt-Toilettentag ausgerufen.

Neben dem Ausbau von lokalen sanitären Ver- und Entsorgungssystemen gibt es auch ungewöhnliche Lösungsansätze. "Peepoos" z.B. sind kompostierbare Tütentoiletten, die ein schwedischer Städteplaner 2009 erfunden hat. Einen lesenswerten Bericht zu diesem Projekt findet sich auf den Seiten des Deutschlandfunks.

Schutz der Campus-Biodiversität

Die Universität Bremen ist mehr als ein Ort der Begegnung für Forschung und Lehre. Zahlreiche Tiere und Pflanzen leben auf dem Universitäts-Campus und schaffen eine ganz besondere Aufenthaltsqualität, die es zu erhalten gilt.

Die Universität ist mit unterschiedlichsten Projekten im Klima- und Umweltschutz aktiv. So haben z.B. Universitätsmitarbeiter*Innen bereits 2011 eine Solargenossenschaft gegründet. Studierende engagieren sich in einer Naturschutzgruppe für die Biodiversität auf dem Campus und es gibt immer mehr Veranstaltungen zu Fragen der Ökologie, Umweltschutztechniken und nachhaltiger Entwicklung.

Aufgrund seines besonderen Engagements wurde das Klima- und Umweltmanagement der Bremer Universität für den renommierten europäischen Umweltmanagement-Preis 'EMAS-Award 2019' nominiert. Die Verantwortung für den Lebensraum Campus ist hoch, sagt Dr. Doris Sövegjarto-Wigbers, die Umweltmanagerin der Universität Bremen. Nur durch konsequent nachhaltiges Denken und Handeln können wir die Erhaltung der natürlichen Vielfalt von Fauna und Flora auch für künftige Generationen sichern.

Gemeinsam Wissen schaffen

Mit 'iNaturalist'  Tiere und Pflanzen auf dem Campus entdecken und gemeinsam Wissen schaffen: Unter dem Motto "Campus Goes Biodiverse" wird Artenvielfalt an der Universität Bremen nachhaltig gefördert.

Jede*r kann Teil des Projekts werden: Haben Sie ein Tier oder eine Pflanze auf dem Weg zur Vorlesung oder in der Mittagspause auf der Wiese entdeckt? Einfach die Beobachtung fotografieren und mit der Community teilen. Dazu die App'iNaturalist' installieren, dem Projekt „Campus Goes Biodiverse“ beitreten und anhand von Vorschlägen und in Diskussion mit der Community miteinander die Art bestimmen. Wir freuen uns darauf, gemeinsam die Entwicklung von biologischer Vielfalt auf unserem Campus zu verfolgen!


www.inaturalist.org/projects/campusgoesbiodiverse-unibremen

Weitere Informationen zum Projekt unter: blogs.uni-bremen.de/campusgoesbiodiverse/
twitter.com/BioDivUniBremen

Universitäten engagieren sich gemeinsam für den Klimaschutz

Die Universität Bremen ist als einzige deutsche Universität Gründungsmitglied des Netzwerks „International Universities Climate Alliance“ (IUCA). Gegründet wurde der Verbund von 35 Universitäten, die in der Klimaforschung weltweit führend sind. Diese Universitäten, zu denen unter anderem auch das King’s College London und das California Institute of Technology (Caltech) gehören, engagieren sich besonders stark in der Forschung zum Klimawandel und seinen globalen Folgen.

Ein Anliegen des Netzwerks ist dabei insbesondere, die Forschungsergebnisse zum Klimawandel und zu Strategien der Verringerung von CO2-Emissionen gut verständlich aufzubereiten und in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen.

Initiiert hat die „International Universities Climate Alliance“ die University of New South Wales (UNSW) in Sydney. In Australien wurden aufgrund der verheerenden Buschbrände in den letzten Jahren die Folgen des Klimawandels besonders dramatisch spürbar. Aber auch in anderen Teilen der Erde sind extreme Hitze, Unwetter oder Überschwemmungen deutlich sichtbare Auswirkungen der Klimaerwärmung.

Energiesparen am Arbeitsplatz

Feierabend! Schnell noch die persönlichen Sachen zusammengepackt und dann endlich die Bürotür hinter sich schliessen. So ähnlich haben wir alle das bestimmt schon erlebt. Daran, das Licht auszuschalten, denkt wohl noch jeder, aber was ist mit dem Rechner, dem Drucker und Monitor?  In vielen Büros laufen die Computer bei Tag und Nacht, auch wenn nicht mit ihnen gearbeitet wird.

Mit geringem Aufwand läßt sich im Büroalltag sehr viel Energie einsparen. Fahren Sie zum Feierabend Ihren Arbeitsrechner herunter und schalten Sie wirklich alle Geräte aus, die nicht benötigt werden!

Die meisten Geräte verbrauchen übrigens auch im Stand-By-Betrieb Strom - übers Jahr gesehen oft viele kWh. Da hilft nur wirklich "Klick" zu machen! Mit einer abschaltbaren Steckdosenleiste ist das sogar mit einem Griff getan.
Beim Umweltmanagement der Universität können Sie sich ihr persönliches kostenloses Exemplar abholen.

Noch ein Tip: Die Speicherung elektronischer Daten verbraucht auch Energie. Manche alte Datensicherung muss vielleicht doch nicht auf dem Server liegen, sondern ist auf einem externen Datenträger besser untergebracht.

Papiersparen ist aktiver Umweltschutz

Wußten Sie schon, daß im Jahr 2017 allein die Bremer Universität rund 19 Mio Blatt Papier verbraucht hat? 13 Mio Blatt der Papiermenge wurden ausschließlich für die Verwaltung benötigt. Diese Menge entspricht einem Stapel von 26000 Paketen a 500 Blatt. Immerhin wurden ca. 80% des Papiers als energie- und wassersparende Recycling-Papiere eingekauft. Im Vergleich zu Frischfaser-Papier konnten so rund 2,5 Mio. Liter Wasser und 500 000 kWh Strom in der Produktion eingespart werden.

Die Zahlen zeigen auch, daß wir offensichtlich noch weit entfernt sind von der Vision einer papierlosen Verwaltung.

Helfen Sie mit, den Papierverbrauch in der Universität zu reduzieren! Papier läßt sich häufig doppelseitig bedrucken. Briefumschläge und Aktenmappen können mehrfach verwendet werden. Müssen E-Mails wirklich zusätzlich ausgedruckt werden? Papier läßt sich an vielen Stellen einsparen!

Übrigens: Altpapier gehört in den Papiercontainer und nicht in den Restmüll!

Mehr über das Thema Papierrecycling berichtet die Seite "Papiernetz".  Wie die Universität Bremen im bundesweiten Vergleich der Hochschulen abschneidet lesen Sie hier.

Ideenwettbewerb zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Wie läßt sich der Büroalltag an der Universität umweltfreundlicher gestalten? Was können wir dazu beitragen, um an den Arbeitsplätzen Energie und Rohstoffe einzusparen? Womit können wir sicher stellen, daß die Universität eine nachhaltig agierende und lebenswerte Einrichtung ist?
Oft sind es Kleinigkeiten, die schnell und kostengünstig umzusetzen sind. Teilen Sie uns doch IHRE Ideen und Vorschläge mit!

Das Umweltmanagementsystem der Universität (UMS) wird an dieser Stelle ein Vorschlagsportal einrichten, über das Mitarbeiter und Studierende Vorschläge zum Thema Klima- und Umweltschutz mitteilen können. Geplant ist gleichzeitig ein Ideenwettbewerb, bei dem die besten Vorschläge ausgezeichnet werden. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!

Sollten Ihnen in den Gebäuden defekte Einrichtungen, wie laufende Wasserhähne oder Spülungen, Dauerlicht in den Räumen, nicht regulierbare Heizungen u.ä. auffallen, informieren Sie bitte darüber die Haustechnik. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können hierfür weiterhin das Ticketsystem im Intranet verwenden. Die E-Mailadressen und Zuständigkeitsbereiche der Haustechnk finden Sie auch hier.