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Event

Aus den Akten auf die Bühne - "Die Freie Hansestadt ist bereit" - Der lange Weg zu einer Universitätsstadt

Veranstalter: FB 8 - Eva Schöck-Quinteros
Ort: Haus der Bürgerschaft
Beginn: 11. Oktober 2021, 19:00 Uhr
Ende: 11. Oktober 2021, 22:00 Uhr

Premiere der szenischen Lesung mit der bremer shakespeare company

Am 14. Oktober 1971 wird im Bremer Rathaus die neue Universität eröffnet. Zehn Jahre zuvor, im März 1961 hatte der Bremer Senat verkündet, dass er dem Vorschlag des Wissenschaftsrats folgen und eine Universität gründen werde.

Bildungspolitische Debatten der 1960er Jahre und Forderungen der Student:innenbewegung prägen den Gründungsprozess der Reformuniversität. Wichtige Punkte des „Bremer Modells“ sind:

  • Mitbestimmung aller Mitglieder (Drittelparität),

  • Projektstudium,

  • Ausbildung von Lehrer:innen und Jurist:innen,

  • gesellschaftlich relevante, an den Interessen der Arbeitnehmer:innen orientierte Forschung,

  • Förderung gleicher Bildungschancen

Schon 1946 diskutierte der Bremer Senat über die Gründung einer Internationalen Universität, die der Völkerverständigung dienen und neue Formen der Wissensvermittlung und -aneignung auch für Menschen ohne Abitur anbieten sollte. Dieses Projekt sollte auch die Re-Education der Bremer:innen fördern und wurde von der US- amerikanischen Militärregierung unterstützt. Am 16. Dezember 1948 nahm die Bremische Bürgerschaft das Gesetz zur Gründung einer Internationalen Universität einstimmig an. Das Vorhaben scheiterte an mangelnder finanzieller Ausstattung und an der Frage des Ortes. Das Kasernengelände in Bremen-Grohn stand nicht, wie erwartet, zur Verfügung.

Themen wie der Erziehungs- und Bildungsauftrag einer Universität wurden in den Debatten der 1960er Jahre wieder aufgegriffen.

Karten unter https://www.shakespeare-company.com