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Uni-Postdoc Maciej Grodzicki erhält begehrte DAAD-Förderung

Im Rahmen des Programms „Postdoctoral Researchers International Mobility Experience“ (P.R.I.M.E.) vergibt der Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) seine begehrte Förderung an Maciej Grodzicki von der Universität Bremen. Der DAAD fördert mit diesem Programm exzellente Postdoktorandinnen und Postdoktoranden, die ihre Forschungsprojekte an einer Universität in Deutschland und einer kooperierenden Forschungseinrichtung im Ausland durchführen.

Das Programm P.R.I.M.E. wurde durch den DAAD im Jahr 2014 eingeführt und dient der Nachwuchsförderung. Aus einer Vielzahl von Bewerbungen wird nach einem fachlichen Begutachtungsverfahren jährlich eine kleine Gruppe exzellenter Nachwuchswissenschaftler aus allen Disziplinen gefördert. Finanziert wird „P.R.I.M.E“ aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des EU-Programms COFUND (Marie-Curie-Maßnahmen). In diesem Jahr wählte der DAAD aus 179 Bewerbungen 29 Postdoktorandinnen und Postdoktoranden für die Förderung aus, darunter Maciej Grodzicki für die Universität Bremen.

Ab 1. Dezember 2016 wird Maciej Grodzicki für 18 Monate mit seinen Kolleginnen und Kollegen im Fachbereich Wirtschaftswissenschaft und an der kooperierenden Forschungseinrichtung, der University of Sussex in Großbritannien, zusammenarbeiten. Maciej Grodzicki studierte Soziologie (Bachelor) und Volkswirtschaftslehre (Master) an der Jagiellonian University in Cracow. Er promovierte im Juni 2016 an der Cracow University of Economics im Fach Volkswirtschaftslehre mit einer Arbeit, die sich ökonomischen Fragen der europäischen Integration widmet. In dem vom DAAD geförderten Projekt wird Maciej Grodzicki sich der Analyse von internationalen Wertschöpfungsketten und deren Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung europäischer Volkswirtschaften widmen.

Ausdifferenzierte Wertschöpfungskette

Es ist ein weltweit zu beobachtender Trend, dass die Produktion von Gütern entlang einer immer stärker ausdifferenzierten Wertschöpfungskette stattfindet und oftmals viele Standorte in unterschiedlichen Ländern involviert. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von fragmentierter Produktion, die sowohl Vor- als auch Nachteile für die entsprechenden Produktionsstandorte mit sich bringen kann. Weltweit gilt Europa als eine Region, innerhalb derer die stärksten internationalen Vernetzungen der Produktion zu beobachten sind. Zugleich zeichnen sich die europäischen Volkswirtschaften durch sehr unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklungsniveaus aus, welche u.a. mittels strukturpolitischer Maßnahmen der EU abgebaut werden sollen. In der fragmentierten Produktion nehmen die europäischen Länder Positionen mit unterschiedlichen Zulieferfunktionen ein. Diese Positionen in der Wertschöpfungskette und ihre Veränderung über die Zeit kann man messen, um zu analysieren, ob und inwiefern sie die wirtschaftliche Entwicklung der Länder mitbestimmen.

Vor allem für die aufholenden, mittelosteuropäischen Länder, aber auch für Südeuropa sind diese Fragen von besonderem Interesse und wirtschaftspolitisch relevant. Haben die peripheren Regionen Europas in der Vergangenheit von der Integration in die Wertschöpfungsketten profitiert? Welche Rolle spielt die technologische Entwicklung und die Internationalisierung von Forschung und Innovation im Zuge der Fragmentierung der Produktion? Lassen sich Lehren für die zukünftige Ausgestaltung strukturpolitischer Maßnahmen ziehen? Maciej Grodzicki wird sich diesen und weiteren Forschungsfragen mit seinen Kolleginnen und Kollegen an der Universität Bremen und der University of Sussex widmen und damit die struktur- und innovationsökonomische Forschung sowie die Internationalisierung des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft an der Universität Bremen stärken.

Weitere Informationen und Ansprechpartner:
Universität Bremen
Fachbereich Wirtschaftswissenschaft
Prof.Dr. Jutta Günther
E-Mail: jutta.guentherprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de
Tel.: +49 421 218-66630

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