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Neues Buch: "Theorie der Singularitäten" von Hendrik Kühn

ZeMKI-Mitglied Hendrik Kühn hat "Theorie der Singularitäten. Eine Lektüre von Giorgio Agambens ›Die kommende Gemeinschaft‹" veröffentlicht

„Ausgerechnet Giorgio Agambens vielleicht unzugänglichstes Buch, das 1990 erschienene ‚Die kommende Gemeinschaft‘, markiert nicht nur einen gewissen political turn, sondern auch die Nahtstelle für Früh- und Spätwerk und erzeugt den Eindruck einer Spaltung, die so nicht existiert. Denn er legt darin das Fundament seiner Philosophie und entwickelt eine Theorie der beliebigen Singularitäten, die er zugleich in einer Textform demonstriert, die dieser vollkommen entspricht. Dabei verschreibt Agamben sich der Haltung des Wedernochs und umreißt eine Seinsweise, die sich der Unsagbarkeit des Individuums und der Intelligibilität des Allgemeinen entzieht, allein bestimmbar durch das Beispiel. Es ist eine Erlösungsgeschichte für das Diesseits, wo sich der Mensch als reine Potenz im eigentlichen Leben und einer Gemeinschaft ohne Zugehörigkeit den unbedingten Anspruch auf Glück erfüllen kann.

In der vorliegenden Studie zielt Hendrik Kühn darauf ab, durch eine chronologische Lektüre und einer Methodik des Paraphrasierens, nicht nur die Ideen des Schlüsselwerks zu erschließen und für den allgemeinen Gebrauch zu öffnen, sondern auch die ungewöhnliche Form des Buches und ihren Verweischarakter auf die beliebigen Singularitäten zu erhalten. Es ist ein Versuch von Sekundärliteratur, der die Primärliteratur fortführt und sich damit in den gleichen Zustand des Wedernochs versetzt.“

 

Kühn, Hendrik (2020): Theorie der Singularitäten. Eine Lektüre von Giorgio Agambens ›Die kommende Gemeinschaft‹. Velbrück Wissenschaft, 104 Seiten,

broschiert 24,90 Euro oder als E-Book über die Nomos eLibrary erhältlich.

 

Weitere Informationen sind hier abzurufen.

 

 

 

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Aktualisiert von: ZeMKI