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FAQ: E-Assessment

E-Assessment für Studierende

Das Testcenter befindet sich auf dem Boulevard 14, rechts von der SuUB, gegenüber der GW2-Cafete. Einlass in den Vorraum ist spätestens 10 Minuten, in den Prüfungssaal ca. 5 Minuten vor Prüfungsbeginn.

Versuchen Sie, dies möglichst noch vor der Prüfung zu klären. Auskunft kann das zuständige Prüfungsamt geben. Für die Fachbereiche 1 bis 5 sind die dezentralen Prüfungsämter zuständig, für die Fachbereiche 6 bis 12 sowie alle Lehramtsstudierenden das Zentrale Prüfungsamt.

Im Notfall wenden Sie sich direkt an Ihre Lehrenden. Nur wenn das nicht mehr rechtzeitig klappt, bringen Sie einen Ausdruck Ihrer Anmeldebescheinigung mit. Dann werden Sie – vorbehaltlich der Zustimmung des Prüfungsamtes oder der Prüfungsverantwortlichen und sofern zeitlich möglich – vor Ort nachgemeldet.

Außer dass sie Ihre Fragen am PC statt auf Papier beantworten, entspricht der Ablauf weitgehend dem Prozedere einer normalen schriftlichen Klausur. Ca. 5 Min. vor dem Start wird der Prüfungssaal für Sie geöffnet. Lagern Sie bitte ihre Jacke und Tasche samt ausgeschalteter Mobiltelefone an den Garderoben und Schränken und suchen sich einen freien Platz mit angeschaltetem PC. Denken Sie daran, einen amtlichen Lichtbildausweis und eine Immatrikulationsbescheinigung mit an den Platz zu nehmen. Getränke in geschlossenen Behältnissen sind erlaubt, alle anderen Lebensmittel nicht. Zum Einloggen benötigen Sie nur ihre Matrikelnummer. Smart Devices, Kameras oder andere Aufnahme- und Wiedergabegeräte am Platz können als Täuschungsversuch gewertet werden.

Das Prüfungssystem ist sehr einfach zu bedienen, spezielle Computerkenntnisse sind nicht erforderlich. Auf unserem Übungsserver finden Sie frei erreichbare Beispielprüfungen, mit denen Sie alle Funktionen kennenlernen können. Bei komplexeren Prüfungen, bei denen z.B. Excel oder eine Programmierumgebung genutzt wird, gibt es in der Regel Probeklausurtermine zum Üben.

Sie können beim Prüfungsamt einen Antrag auf Nachteilsausgleich stellen. Dieser beinhaltet meist eine verlängerte Prüfungszeit (siehe auch Flyer Nachteilsausgleich). Technisch ist dies kein Problem, muss aber im Vorfeld mit dem Prüfungsverantwortlichen und dem E-Assessment-Team abgesprochen werden (Anpassung der Aufsichtszeit, Zuteilung eines passenden Durchlaufs, Aktivierung der Zusatzzeit nach Prüfungsstart durch die Administratoren). Weitere Infos:

  • Für Studierende mit Sehbeeinträchtigung steht ein Arbeitsplatz mit der Software Zoomtext Magnifier (Bildschirmlupe, veränderte Farbdarstellung für Rot-Grün-Blindheit uvm.). Die Screen-Reader-Funktion kann mit der verwendeten Prüfungssoftware leider nicht genutzt werden.
  • Es können gerne eigene USB-Eingabegeräte verwenden, z.B. eine spezielle Maus oder eine Tastatur mit größeren Buchstaben. Braille-Tastaturen können mit der Prüfungssoftware (LPLUS Tststudio) leider nicht verwendet werden, da ein Großteil der Inhalte als Bild umgesetzt sind. Vereinbaren Sie bitte unbedingt einen Termin im Testcenter ca. zwei Wochen vor der Prüfung, damit wir gemeinsam die korrekte Funktion im Testcenter überprüfen können. Eine spontane Nutzung ist wegen der eingeschränkten Nutzerrechte an den Prüfungsstationen nicht möglich.
  • Für den Nachteilsausgleich "Schreiben in einem separatem Raum" steht ein Prüfungsplatz im Adminraum zur Verfügung. Bitte beachten, dass sich hier zu Beginn und am Ende der Prüfungen auch Mitarbeiter des ZMML und Aufsichten aufhalten, eine absolute Ruhe und Ungestörtheit kann hier also nicht gewährleistet werden.
  • Wenn Sie eine Assistenz benötigen, können Sie ihre Hilfsperson selbstverständlich mitbringen. Bei Bedarf steht dafür nach Absprache für Ihre Prüfung ein Arbeitsplatz im dem Testcenter angegliederten Adminstrationsraum zur Verfügung.
  • Der Zugang zum Testcenter ist barrierefrei, die Toilette leider nicht. Ausweichmöglichkeiten gibt es im Studierhaus (IG Handicap) und in der SUUB
  • Sie wissen Bescheid, aber Ihre Lehrenden kennen sich mit Nachteilsausgleichen nicht aus? Verweisen Sie sie auf den Leitfaden für Lehrende. Dort steht alles, was diese über das Lernen ohne Barrieren wissen sollten.

Schreiben Sie an infoprotect me ?!eassessment.uni-bremenprotect me ?!.de, damit wir die Übergabe organisieren können. Nach ca. 2 Wochen übergeben wir die Fundsachen (exklusive Kleidung und Taschenrechner) an das Fundbüro der Uni (Telefon 218-60538, VWG 1160, Dienstag und Donnerst 09:00-13:00 Uhr).

Einsichtstermine werden auf Nachfrage der Studierenden von den Prüfungsverantwortlichen organisiert, nicht vom ZMML. Einsichten im Testcenter finden unter Klausurbedingungen statt, eine Mitnahme der Klausurausdrucke ist weder erlaubt noch möglich. Achtung: Nicht alle Einsichten finden im Testcenter statt; fragen Sie ggf. bei Ihren Lehrenden nach.

E-Assessment für Lehrende

  • Das JISC & QCA E-Assessment Glossary definiert E-Assessments als:

    „The end-to-end electronic assessment processes where ICT is used for the presentation of assessment activity and the recording of responses. This includes the end-to-end assessment process from the perspective of learners, tutors, learning establishments, awarding bodies and regulators, and the general public.”

    Das ZMML versteht unter E-Assessments jede Prüfungsform, bei der Informations- und Kommunikationsttechnologien zur Beurteilung, Bestimmung, Bewertung, Dokumentation und Rückmeldung von Lernvoraussetzungen, dem aktuellen Lernstand oder dem erreichten Lernergebnis zum Einsatz kommen. Es gibt eine Vielzahl von Typen, die man z.B. nach dem Prüfungsziel einteilen kann:

    • Selektion (diagnostisch), z.B.: über Einstufungstests
    • Lernlenkung, z.B. über Probeklausuren und self-assessments
    • Leistungsbewertung, z.B. über E-Klausuren

    Je nach Beurteilungszeitpunkt unterscheidet man formative (begleitende) oder summative (abschließende) Assessments. Alle genannten Beispiele werden im Testcenter angeboten. Für Details siehe Prüfungsformen.

    Eine E-Klausur ist formal gesehen „eine unter Aufsicht am Computer anzufertigende Arbeit, in der vorgegebene Aufgaben allein und selbstständig nur mit den zugelassenen Hilfsmitteln zu bearbeiten sind”, also das Pendant zur schriftlichen Prüfung. E-Klausuren können die prüfungsdidaktischen Möglichkeiten z.B. durch die Einbindung von fachspezifischen Applikationen und Multimediaelementen allerdings deutlich erweitern.

Ausgangspunkt für die Einführung elektronischer Prüfungen in 2004 war das Ziel, Lehrende in den Massenstudiengängen, die oft mehrere Wochen mit Korrektur schriftlicher Prüfungen beschäftigt waren, ohne Abstriche in der Prüfungsqualität durch automatisierte Korrekturverfahren sowie Unterstützung bei der Organisation, Durchführung und Auswertung zu entlasten. Das Potenzial der E-Klausuren geht aber deutlich über ökonomische Vorteile hinaus. Im Einzelnen sind dies:

  • Verbesserung der Feedbackqualität für die Studierenden, etwa durch sofortige Ergebnisrückmeldung bei automatisierter Auswertung, Ergebnisstatistiken und Schwachstellenanalysen
  • Erhöhung der Durchführungs-, Auswertungs- und Interpretationsobjektivität
  • Technische Unterstützung bei der webbasierten Nachbewertung von (klar lesbaren) Freitextfragen im Team
  • Fortschreitende Qualitätssicherung und -verbesserung der Fragenkataloge durch Auswertung von Studierendenfeedbacks (Kommentarfunktion), Ergebnisstatistik und Item-Analysen
  • Erweiterung der prüfungsdidaktischen Möglichkeiten durch IT, insb. die Integration von fachsepzifischen Sofwareanwendungen, durch die Einbindung von Multimedia-Elementen wie Video, Audio und Simulationen sowie Verwendung komplexer, digitaler Anlagen (z.B. PDF-Dateien mit Fallstudien, Tabellensammlungen, Skripten etc.)
  • Berufsnahe und handlungsorientierte Ausbildung und Prüfung durch Integration fachspezifischer Software oder Durchführung von Internetrecherchen

Am Anfang steht ein unverbindliches Beratungsgespräch mit dem E-Assessment-Team des ZMML. Wir klären mit ihnen ihre Bedarfe, besprechen die Rahmenbedingungen, helfen bei der Auswahl des geeigneten Prüfungsdesigns und erstellen mit Ihnen den Fahrplan bis zum Prüfungstermin. Das Beratungsgespräch und die Festlegung des Prüfungstermins sollte möglichst schon zu Semesterbeginn erfolgen, denn die Planung braucht Zeit und das Testcenter ist in der letzten Vorlesungswoche und den vier Wochen nach Semesterende stark gebucht.

Schreiben Sie einfach an infoprotect me ?!eassessment.uni-bremenprotect me ?!.de, am besten mit Angabe der betroffenen Veranstaltung, der voraussichtlichen Anzahl an Prüfungsteilnehmenden, der Prüfungsdauer und Terminwünschen.

Allgemein gilt, dass Prüfungen im Antwort-Wahl-Verfahren im Allgemeinen und E-Klausuren im besonderen in der allgemeinen und fachspezifischen Prüfungsordnung als zulässige Form genannt werden sollten. Wie bei schriftlichen Prüfungen, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Hierzu zählen:

  • Die geforderten Kompetenzen müssen adäquat geprüft werden
  • Die Aufgaben müssen eindeutig identifizierbar sein sowie eindeutig und dauerhaft den KandidatInnen zugeordnet werden
  • Die Datenschutzbestimmungen sind einzuhalten
  • Den Studierenden muss die Möglichkeit gegeben werden, sich mit dem Prüfungssystem vertraut zu machen
  • Die Klausureinsichten müssen gewährleistet sein und durch Fachpersonal betreut werden
  • Aufgabenstellung, Bewertungsschema, einzelne Prüfungsergebnisse und Protokolle werden archiviert

Der erste Punkt liegt in der Verantwortung der Prüfer, alle übrigen Forderungen lassen sich bei den E-Klausuren in Bremen problemlos erfüllen (Rechtsfragen bei E-Klausuren). Die allgemeine Bachelor-Prüfungsordnung der Universität Bremen wurde entsprechend angepasst.

Sehr sicher! Das ZMML hat bisher mehr als 4000 Prüfungstermine im Testcenter durchgeführt, keiner davon musste auf Grund technischer Probleme ausfallen. Prüfungsverzögerungen hat es seit Inbetriebnahme des Testcenters nicht mehr gegeben. Bei keinem der mehr als 200.000 Prüfungsleistungen hat es bisher technisch bedingte Datenverluste gegeben. Sollte einmal ein Rechner ausfallen, stehen ausreichend Ausweichplätze zur Verfügung. Die ständige Synchronisation der Eingaben mit der Datenbank erlaubt dann die sofortige Fortsetzung der Prüfung an der Stelle, an der sie unterbrochen wurde, verlorene Zeit kann gutgeschrieben werden. Das Testcenter ist übrigens nicht auf das Campusnetz angewiesen sondern arbeitet autonom. Vor Stromausfällen sind natürlich auch wir nicht gefeit, dann müsste diese, wie jede andere Prüfung auch, schon allein aus Sicherheitsgründen (Ausfall der Alarmanlage, kein Licht) ausfallen ;)

Wichtig ist die Einhaltung der prüfungsvorgelagerten Qualitätssicherung

Werden alle Fragen korrekt wiedergegeben und bewertet? Sind alle Einstellungen wie gewünscht? Stimmen Fragenauswahl und Prüfungszeit? Sind alle Teilnehmenden korrekt registriert? Damit am Prüfungstag alles klappt, werden wir diese Punkte zusammen mit Ihnen an Hand unserer Checklisten durchgehen und sind dabei auf Ihre Mithilfe angewiesen.

Und falls sich doch einmal ein Fehler einschleicht?

Über die Nachbewertungsmöglichkeiten der eingesetzten Software können sie prüfungsweit oder individuell Nachbewertungen vornehmen und z.B. einzelne Fragen ganz aus der Wertung ausschließen.

Bei Prüfungen, insbesondere bei E-Klausuren, fallen viele personenbezogene und hochsensible Daten an. Teilnehmerlisten, Prüfungsergebnisse, Fragenkataloge etc. dürfen nicht in falsche Hände geraten. Selbst die Kombination von Namen und Matrikelnummern darf nur berechtigten Personen zugänglich gemacht werden. Technisch begegnen wir dem durch eine solide Absicherung der Prüfungsserver über exklusive VPN-Verbindungen und Firewall. Dozentenzugänge zum LPLUS Teststudio für Katalogtests und Nachbewertungen werden nur temporär und bei Einhaltung der Passwortvorschriften vergeben. Der Austausch sensibler Dateien zwischen Dozenten und dem ZMML erfolgt über eine separate, passwortgeschützte Seite, das Testcenter Management Tool (TMT).

All diese Maßnahmen können allerdings nur so sicher sein wie der Umgang mit den Zugangsdaten. Verwahren Sie diese so sicher auf, als ob es sich um Daten für online-Banking handeln würde! Das Bekanntwerden eines Fragenkatalogs kann viele Stunden Entwicklungsarbeit zunichte machen. Verzichten sie auf jeden Fall darauf, solche Daten per E-Mail zu versenden, nutzen Sie dafür das das TMT.

Das Testcenter bietet 120 Plätze. Der Erfahrung zeigt, dass auch wenn mit allen 120 Plätzen pro Durchgang geplant wurde, ausreichend freie Rechner als Ausfallreserve zur Verfügung stehen werden. Die Zahl der Teilnehmer beeinflusst die Wahrscheinlichkeit der Weitergabe von Prüfungsaufgaben an nachfolgende Teilnehmer. Daraus ergeben sich folgende mögliche Prüfungsszenarios:

TN-ZahlBelegungPrüfungsszenario
bis 120nur 1 Durchgang notwendig 
  • 1 Durchlauf mit 1 Fragensatz möglich (Sichtschutzschirme verhindern abgucken, Aufgabenreihenfolge kann auch festgelegt sein)
 
121-2402 Durchläufe notwendig 
  • 2 Durchläufe im direkten Wechsel mit identischem Fragensatz
  • TN des 1. Durchlaufs müssen bis Prüfungsende warten und verlassen das Testcenter durch den hinteren Ausgang, die TN des 2. Durchlaufs betreten das Testcenter durch den Haupteingang (siehe Raumplan)
 
241-4803-4 Durchläufe notwendig 
  • bis zu 4 Durchläufe, 1 und 2 im direkten Wechsel mit Fragensatz 1, 3 und 4 im direkten Wechsel mit Fragensatz 2
  • TN des 1. und 3. Durchlaufs müssen bis Prüfungsende warten und verlassen das Testcenter durch den hinteren Ausgang, die TN des 2. und 4. Durchlaufs betreten das Testcenter durch den Haupteingang
 
über 480mehr als 4 Durchläufe notwendig 
  • beliebige Anzahl an Durchläufen (auch an verschiedenen Tagen)
  • minimal vierfache Fragenanzahl notwendig, Zufallsauswahl der Fragen aus Unterthemen mit gleichwertigen Fragen (z.B. 1 von 4)
 

Bei sehr vielen Teilnehmern muss also mit einem erhöhten Aufwand für die Katalogerstellung gerechnet werden. Allerdings erfordern auch die Wiederholungsprüfungen zusätzliche Fragensätze, so dass bereits bei 2 bis 3 Wiederholungsprüfungen der Aufwand im Vergleich direkter Auswahl und Zufallsauswahl identisch ist.

Die Monitore im Testcenter sind mit transparenten, satinierten Sichtschutzschirmen (ähnlich Scheuklappen) ausgestattet, die den direkten Blick auf den Nachbarbildschirm verhindern Zusätzlich haben Sie bei mehr als 64 Teilnehmenden (also direkt benachbart sitzenden Studierenden) folgende Optionen:

  • Die Prüfung kann so eingestellt werden, dass die Fragen in unterschiedlicher Reihenfolge erscheinen.
  • Bei Multiple-Choice-Fragen kann die Reihenfolge der zur Auswahl stehenden Antworten nach dem Zufallsprinzip variiert werden. Je mehr Fragen beantwortet werden müssen, desto schwieriger wird es, den benachbarten Teilnehmenen fallen, sich zu koordinieren.
  • Sind mehr als 2 Durchläufe notwendig, sollten Sie A/B-Versionen verwenden oder gleichwertige Fragen per Zufallsprinzip aus ausreichend großen Katalogen ziehen lassen.

Wenn Konzeptpapiere verteilt werden, müssen diese am Ende der Prüfung konsequent eingesammelt werden. Mobiltelefone und andere elektronische Geräte dürfen nicht am Platz bleiben, die Verwendung programmierbarer Taschenrechner ist gegebenenfalls zu untersagen. Die Arbeitsplätze im Testcenter haben in der Default-Einstellung keine Internetverbindung, d.h. online-Kommunikation und Internetrecherche sind über diese nicht möglich.

Der beste Schutz gegen Schummeln ist, wie bei schriftlichen Prüfungen, eine konsequente Aufsicht sowie Sanktionen bei Täuschungsversuchen.